Ambulante Hospizarbeit

„Hospiz ist kein Ort, an dem wir uns einrichten, sondern eine Haltung, mit der wir uns begegnen.“ Cicely Saunders


Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der schwerstkranke und sterbende Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen sowie seine Angehörigen und Nahestehenden. Zu den häufig geäußerten Wünschen gehört der Wunsch, bis zum Lebensende zu Hause oder im vertrauten Umfeld bleiben zu können. Dies zu ermöglichen, ist eine der wesentlichen Aufgaben der deutschlandweit ca. 1500 ambulanten Hospizdienste und der dort tätigen ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen. Die hauptamtlichen Koordinationskräfte, die die Arbeit der Ehrenamtlichen unterstützen und begleiten, haben zugleich wesentliche Aufgaben in der Koordination der hospizlichen und palliativen Versorgungsleistungen und der Organisation eines Versorgungsnetzwerkes, das mit seinen palliativmedizinischen, palliativpflegerischen, psychosozialen und spirituellen Angeboten dem ganzheitlichen Ansatz der Hospizidee Rechnung trägt.

Ambulante Hospizdienste, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, erhalten für die hauptamtlichen Koordinierungskräfte sowie für Sachkosten eine Förderung durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nach § 39a Abs. 2 SGB V (Link). Die dadurch nicht gedeckten Kosten des ambulanten Hospizdienstes erbringt der Träger durch Spenden. Für die Betroffenen sind die Leistungen der ambulanten Hospizdienste kostenfrei.

Gesetze / Verordnungen

Die letzte Änderung der Rahmenvereinbarung wurde 2016 vorgenommen. Aus diesem Anlass hat der DHPV eine Handreichung sowie eine Musterkooperationsvereinbarung für die Zusammenarbeit zwischen ambulanten Hospizdiensten und Krankenhäusern erarbeitet. Ebenfalls 2016 hat der DHPV ein Verzeichnis herausgegeben, in dem die Beihilfestellen ersichtlich sind, die bisher dem Vertrag zwischen den Hospizorganisationen und der Bundesrepublik Deutschland - vertreten durch das Bundesministerium des Innern - beigetreten sind.

  • Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 2 Satz 8 SGB V zu den Voraussetzungen der Förderung sowie zu Inhalt, Qualität und Umfang der ambulanten Hospizarbeit vom 03.09.2002, i. d. F. vom 14.03.2016
  • Handreichung des DHPV zu den Änderungen der Rahmenvereinbarung gem. § 39a Abs. 2 SGB V für die ambulante Hospizarbeit (Stand 21.03.2016)
  • Verzeichnis Beihilfestellen (Stand 30.05.2018)

Weitere Dokumente:

Qualifizierte Vorbereitung Ehrenamtlicher

Die Broschüre „Qualifizierte Vorbereitung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hospizarbeit“ klärt über die Voraussetzungen auf, die auf Seiten der Ehrenamtlichen vorliegen müssen, die sich als Hospizbegleiter*in qualifiziren lassen möchten. Sie erläutert die Qualifikation, die die Kursleitung mitbringen muss, legt die Themen dar, die sich in Vorbereitung auf die anspruchsvolle und spannende Aufgabe der ehrenamtlichen hospizlichen Begleitung sowohl in psychischer, sozialer, spiritueller als auch in körperlicher Hinsicht bewährt haben u.v.a.m.

  • Broschüre zum Download und zur Bestellung (Stand Januar 2021)
Arbeitshilfe für Qualitätsprozesse

Die Arbeitshilfe "Qualitätsprozesse in ambulanten Hospiz- und Palliativdiensten" möchte die entsprechenden Dienste ermutigen, sich Qualitätsfragen zu stellen. Dies betrifft insbesondere die Dienste, die nach § 39a Abs. 2 Satz 8 SGB V eine Förderung durch die Krankenkassen erhalten. Der Fragenkatalog, der jedem Kapitel folgt, bietet jedem Dienst die Möglichkeit, sich mit den eigenen Strukturen und Prozessen auseinanderzusetzen und zu überprüfen, ob die besonderen Ansprüche und Qualitätsmerkmale der ambulanten Hospiz- und Palliativarbeit erreicht werden und wo Qualitätsentwicklungsprozesse notwendig sind.

  • Broschüre nur zum Download (Stand September 2017)
Orientierungshilfe für Vorstände sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wenn es um die Rolle des Trägers eines ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes als Arbeitgeber geht, ist es notwendig, die ambulante Hospizarbeit in all ihren Dimensionen in den Blick zu nehmen. Was ist ihr Selbstverständnis? Welche Wurzeln hat diese Arbeit? Was sind die Aufgaben eines solchen Dienstes als Ganzes, welche die der Koordination, welche die der Ehrenamtlichen? Diese Orientierungshilfe wendet sich im Wesentlichen an Hospiz- und Palliativdienste, die nach § 39a Abs. 2 Satz 8 SGB V gefördert werden (also eine hauptamtliche Kraft beschäftigen) und Vereinsstrukturen aufweisen, also von ehrenamtlichen Vorständen geleitet werden (und die ihre Rolle als Arbeitgeber finden müssen).

  • Broschüre nur zum Download (Stand Dezember 2017)