Themen > Hospizlernen

Hospizlernen

Kita- und Schulprojekte für Kinder und Jugendliche sowie Aus- und Fortbildungsangebote für Pädagoginnen und Pädagogen zu Leben, Krankheit, Sterben, Tod, Trauer und Verlust

Tod und Trauer sind existentielle Gegebenheiten eines jeden Lebens.

Bereits junge Kinder setzen sich entsprechend ihres Entwicklungsstandes mit Sterben und Tot-Sein auseinander und stellen damit grundlegende Fragen an das Leben. Schulkinder haben hohes Sachinteresse an Fragen zur Thematik; Jugendliche im Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter stellen sich Fragen zum Lebenssinn und damit auch zur Bedeutung des Sterben-Müssens.

Obwohl das Interesse der jungen Menschen, sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinander zu setzen, vorhanden ist, wird dem Thema im pädagogischen Raum von Kindergarten und Schule von Seiten der Erwachsenen oftmals mit Befürchtungen und Ängsten begegnet. Wenn Kinder oder Jugendliche in Trauersituationen sind oder wenn sie selbst sogar lebensverkürzend  erkrankt sind, verstärkt sich die Unsicherheit und Ratlosigkeit der Erwachsenen. Aber gerade in diesen Situationen brauchen Kinder und Jugendliche Erwachsene, die ihnen angstfrei und sensibel begegnen.

Der Tod eines Kindes oder Jugendlichen stellt eine besondere Herausforderung für alle im System Kindergarten oder Schule Beteiligten dar. Von besonderer Wichtigkeit ist, dass mit dieser Situation angemessen umgegangen wird und die Erwachsenen handlungsfähig sind. Der Ansatz der Hospizbewegung ist, Erziehende, Lehrende und auch Eltern zu ermutigen und zu stärken, zusammen mit den Kindern und Jugendlichen dem Lebensthema Tod zu begegnen.  

Die im Oktober 2016 im Konsens mit vielen Beteiligten verabschiedeten Charta-Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Nationalen Strategie geben im Handlungsfeld 3 des Leitsatzes 3 konkrete Empfehlungen zur "Nachhaltigkeit im Umgang mit den Themen Sterben, Tod und Trauer in der Bildung von Kindern und Jugendlichen". Ziel ist es, diese Handlungsempfehlungen nun möglichst regional übergreifend umzusetzen und entsprechende Angebote im Bildungsbereich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verfügbar zu machen.

Im Folgenden finden sich maßgebliche Projekte aus den Bereichen Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schulen und Erwachsenenbildung, deren Initiator*innen sich unter dem Dach des DHPV gemeinsam für den Fortbestand und die Weiterentwicklung von Hospizlernen einsetzen. Die Projekte sind seit einigen Jahren bereits erprobt und als Angebote punktuell etabliert. Sie zeigen auf, wie konkret mit Kindern und Jugendlichen zum Thema gearbeitet werden kann, und wie das Vermitteln von Sicherheit für Erwachsene möglich ist.

Projekte für Kinder- und Jugendliche

Hospiz macht Schule

Ein Projekt des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands e. V. und der Hospizbewegung Düren für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3 und 4.

mehr

_____________________________

„Gib mir `n kleines bisschen Sicherheit“ (GmS) Malteser Hospizprojekte mit Kindern und Jugendlichen

Projekte u. a. für Kindergarten, Schule, Jugendeinrichtung, Kirchengemeinde sowie Pädagog*innen unter der Federführung der Fachstelle Malteser Hospizarbeit, Palliativmedizin & Trauerbegleitung in Kooperation mit den Malteser Schulen und der Malteser Jugend.

mehr

_____________________________

Endlich. – Umgang mit Sterben, Tod und Trauer

Ein Projekt für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9-13. des Zentrums für Palliativmedizin der Uniklinik Köln.

mehr

_____________________________

Seminararbeit für Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Fachkräfte

Leben und Sterben, Krankheit und Tod in der Schule

Seminarangebote für Lehrerinnen, Lehrer und pädagogische Fachkräfte der Deutschen Kinderhospizakademie.

mehr

_____________________________

Zitate von Kindern, Schülerinnen und Schülern sowie Pädagoginnen und Pädagogen

Ein Mädchen umarmt die Ehrenamtliche und sagt: „Heute ist der schönste Tag meines Lebens! – nach meinem Geburtstag.“ Die Ehrenamtliche fragt: „Warum?“ Das Mädchen: „Weil wir über alles reden können!“ (Ihre Mutter war vor Jahren gestorben und ihr Vater konnte nicht mit ihr darüber sprechen)

 „Ich habe gelernt, dass man weinen darf. Dass man keine Angst vorm Tod haben muss.“ (Sofie, 9 Jahre)

Die Auseinandersetzung mit diesen Themen fördert die Entwicklung der Persönlichkeit und leitet die Schüler an, für Krisenfälle hilfreiche Bewältigungs- und Denkstile zu entwickeln.“ (Lehrerin, die unterstützt durch einen Hospizdienst, im Rahmen einer Projektwoche mit Schülern zu diesem Thema gearbeitet hat)

„Trauerkiste, Trauerraum, Erinnerungsfeier- all das hätte es an unserer Schule sonst nicht gegeben.“ (Lehrerin)

„Das Thema „ Tod und Trauer“ hat nun einen Platz – es ist nicht allgegenwärtig, aber es darf sein, wenn es nötig ist.“ (Lehrerin)