Stellungnahmen des DHPV

Die Träger der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland – Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Deutscher Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und  Bundesärztekammer (BÄK) – haben mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, dass der im April 2021 veröffentlichte Dritte Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen das Thema der Hospiz- und Palliativversorgung von Menschen mit Behinderungen am Lebensende unberücksichtigt lässt. In ihrer Stellungnahme verweisen sie auf notwendige Ergänzungen.

Anlässlich der am 25. September 2019 im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages stattfindenden Anhörung zum Thema Neuregelung der Organspende und Erhöhung der Spenderbereitschaft warnt der Deutsche Hospiz und PalliativVerband (DHPV) davor, die Organspende nur als einen zu optimierenden Prozess und den einzelnen Menschen hauptsächlich als ‚potenziellen Organspender‘ zu verstehen.

Der DHPV hat in einer Stellungnahme zum Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz Verbesserungsbedarf angemahnt.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) spricht sich entschieden gegen die Erarbeitung eines Gesetzes aus, das schwer und unheilbar Erkrankten den Erwerb eines Betäubungsmittels für eine Selbsttötung ermöglicht („Rechtssicherheit für schwer und unheilbar Erkrankte in einer extremen Notlage schaffen“, Deutscher Bundestag, Drucksache 19/4834).

Im Jahr 2017 ist die “Vereinbarung nach § 87 Abs. 1b SGB V zur besonders qualifizierten und koordinierten palliativ-medizinischen Versorgung“ (BQKPMV) zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband in Kraft getreten. Zum Nachweis der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern soll laut dieser Vereinbarung der an der BQKPMV teilnehmende Arzt bei der Kassenärztlichen Vereinigung einen unterschriebenen Kooperationsertrag einreichen.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) wendet sich in einer heute veröffentlichten Stellungnahme gegen Bestrebungen, die Diagnose „Anhaltende Trauerstörung“ (Prolonged grief disorder) in die internationale Klassifizierung der Krankheiten (ICD) aufzunehmen. Bei Einführung dieser Diagnose besteht die Gefahr, die Trauer insgesamt wieder als "Störung" wahrzunehmen sowie den Trauerprozess zeitlich zu normieren.

Die Festlegung bzw. Weiterführung der im Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) verwendeten Benennung „gesundheitliche Versorgungsplanung“ (gVP) wird ebenso begrüßt wie die grundsätzliche Zugrundelegung des Konzeptes von „Advance Care Planning (ACP)“.