Stellungnahmen des DHPV

Im Jahr 2017 ist die “Vereinbarung nach § 87 Abs. 1b SGB V zur besonders qualifizierten und koordinierten palliativ-medizinischen Versorgung“ (BQKPMV) zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband in Kraft getreten. Zum Nachweis der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern soll laut dieser Vereinbarung der an der BQKPMV teilnehmende Arzt bei der Kassenärztlichen Vereinigung einen unterschriebenen Kooperationsertrag einreichen.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) wendet sich in einer heute veröffentlichten Stellungnahme gegen Bestrebungen, die Diagnose „Anhaltende Trauerstörung“ (Prolonged grief disorder) in die internationale Klassifizierung der Krankheiten (ICD) aufzunehmen. Bei Einführung dieser Diagnose besteht die Gefahr, die Trauer insgesamt wieder als "Störung" wahrzunehmen sowie den Trauerprozess zeitlich zu normieren.

Die Festlegung bzw. Weiterführung der im Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) verwendeten Benennung „gesundheitliche Versorgungsplanung“ (gVP) wird ebenso begrüßt wie die grundsätzliche Zugrundelegung des Konzeptes von „Advance Care Planning (ACP)“.

Der DHPV war an der Ausgestaltung des Hospiz- und Palliativgesetzes (HPG) durch Stellungnahmen zu verschiedenen Themen wie ambulante Palliativversorgung, Palliativversorgung im Krankenhaus etc. beteiligt.