Trauerarbeit

Trauer gehört wie das Sterben zum Leben und Trauerbegleitung gehört seit den Anfängen der Hospizbewegung zu einer wichtigen Aufgabe der Hospizarbeit. Auch in der heutigen Zeit rüttelt die Hospizbewegung im Bereich der Trauerwahrnehmung an Tabus. Die zunehmende Schnelllebigkeit des Alltags geht über Trauer hinweg, doch Trauer braucht Zeit. Zeit zu schenken, Trauerkultur zu bewahren bzw. weiterzuentwickeln, die Qualität von Trauerangeboten sowie die Qualifikation haupt- und ehrenamtlicher Begleiterinnen und Begleiter zu sichern – das sind heute wichtige hospizliche Forderungen.

Broschüre Trauer und Trauerbegleitung

In dieser Handreichung haben Expert*innen Leitgedanken der Trauerbegleitung sowie Standards der Qualifikation von Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleitern in der Hospiz- und Palliativarbeit dargelegt, wobei bestehende Konzepte vor dem Hintergrund der Erfahrungen des DHPV aufgegriffen und weitergedacht werden.

Arbeitspapier zur Finanzierung der Trauerarbeit

Trauerexpert*innen haben im Auftrag des DHPV ein Arbeitspapier zur Finanzierung der Trauerarbeit und Trauerweiterbildung im hospizlich-palliativen Arbeitsfeld veröffentlicht. Das Papier beleuchtet verschiedene Modelle einer nachhaltigen Finanzierung und stellt ein Zwischenfazit dar.

Stellungnahme für eine Kultur der Trauer und für die Anwendung des Begriffes „Belastungsstörung nach Verlust“ (2018)

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) wendet sich in der Stellungnahme "für eine Kultur der Trauer und für die Anwendung des Begriffes „Belastungsstörung nach Verlust“ in der ICD-11 6B42 zur Abwendung von unerträglichem Leid in Folge eines Verlustes" gegen Bestrebungen, die Diagnose „Anhaltende Trauerstörung“ (Prolonged grief disorder) in die internationale Klassifizierung der Krankheiten (ICD) aufzunehmen. Bei Einführung dieser Diagnose besteht die Gefahr, die Trauer insgesamt wieder als "Störung" wahrzunehmen sowie den Trauerprozess zeitlich zu normieren.