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Zahlen und Fakten

In Deutschland gibt es rund 1.500 ambulante Hospizdienste, ca. 230 stationäre Hospize für Erwachsene sowie 17 stationäre Hospize für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, ca. 330 Palliativstationen in Krankenhäusern, drei davon für Kinder- und Jugendliche (Stand 05.03.2019, Quellen DHPV und Deutscher Kinderhospizverein)

230 stationäre Erwachsenen-Hospize haben im Durchschnitt je ca. 10 Betten, d.h. es gibt ca. 2300 Hospizbetten, in denen pro Jahr ca. 30.000 Menschen versorgt werden.

Es gibt 326 Teams der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV, Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Stand 05.06.2018), 31 davon für Kinder und Jugendliche (Quelle: Deutscher Kinderhospizverein, Stand 07.08.2018).

Bis 2017 haben nahezu 11.440 Mediziner die Zusatzausbildung zum Palliativmediziner absolviert. (Quelle: Bundesärzekammer, Stand 31.12.2017)

Mehr als 120.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich und unterstützen die Arbeit für schwerstkranke und sterbende Menschen. Diese sollen während ihrer letzten Lebensphase nicht auf die Geborgenheit und die Wärme einer vertrauensvollen Begleitung verzichten müssen. Wenn es ihr Wunsch ist, sollen sie soweit wie möglich in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld betreut und versorgt werden. Hierbei müssen die Fortschritte der Schmerztherapie und die Möglichkeiten der Linderung schwerer körperlicher Symptome allen schwerstkranken und sterbenden Menschen gleichermaßen zugutekommen.

Ambulante Hospizdienste

Die Zahl der ambulanten Hospiz- und Palliativdienste in Deutschland hat sich seit 1996 mehr als verdreifacht. In den letzten zehn Jahren hat sie sich bei rund 1.500 ambulante Hospizdienste eingependelt, einschließlich der ca. 150 Dienste für Kinder und Jugendliche, deren Zahl noch weiter steigt. 900 der Erwachsenenhospizdienste werden durch die Krankenkassen gefördert, die anderen arbeiten rein ehrenamtlich. (Stand 05.03.2019, Quelle DHPV, und Deutscher Kinderhospizverein)

Stationäre Hospize und Palliativstationen

Die Anzahl der stationären Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung hat von 1996 bis Anfang April 2016 deutlich zugenommen. Waren 1996 nur 28 Palliativstationen und -einheiten[ sowie 30 stationäre Hospize für Erwachsene verzeichnet, hat sich die Anzahl bis heute auf circa 330 Palliativstationen und -einheiten sowie circa 250 stationäre Hospize mehr als verachtfacht. Das erste Kinder- und Jugendhospiz 1998 in Olpe eröffnet. Heute gibt es 17 speziell auf die Bedüfnisse von lebensverkürzend erkrankten Kindern- und Jugendlichen ausgerichtete stationäre Hospize und 3 Palliativstationen (Quelle Deutscher Kinderhospizverein, Stand 05.03.2019).

Spezialisierte ambulante Hospizversorgung (SAPV)

Mit Wirkung zum 1. April 2007 hat der Gesetzgeber als individuellen Leistungsanspruch die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung in das sozialgesetzbuch V aufgenommen. Seitdem hat jeder Versicherte in Deutschland das Recht auf diese neue Versorgungsform, die zum Ziel hat, auch solchen Patientinnen und Patienten eine Versorgung und Betreuung zu Hause zu ermöglichen, die einen besonders aufwändigen Betreuungsbedarf haben. Heute gibt es 326 Teams der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV, Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Stand 05.06.2018), 31 davon für Kinder und Jugendliche (Quelle: Deutscher Kinderhospizverein, Stand 07.08.2018).

Ärzte mit Zusatzausbildung in Palliativmedizin

Seit 2014 müssen Medizinstudenten, die ihr 2. Staatsexamen ablegen, verbindliche Leistungsnachweise im Fach Schmerz- und Palliativmedizin erbringen. Zudem haben alle Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit, eine Zusatz-Weiterbildung im Fach Palliativmedizin zu machen. Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte mit Zusatzausbildung Palliativmedizin ist von 100 im Jahr 2005 auf 11.440 Ende 2017 gestiegen. (Quelle: Bundesärztekammer, Stand 31.12.2017)

Mitgliedseinrichtungen beim DHPV

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) wurde 1992 als BAG Hospiz von 16 Einzelpersonen und 15 Einrichtungen ins Leben gerufen. Heute steht er als Dachverband von 25 überregionalen Verbänden und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit für über 1.200 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 120.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren. (Stand 2019, Quelle DHPV)

Menschen

In diesen mehr als 1.200 Hospiz- und Palliativdiensten und -einrichtungen engagieren sich unter dem Dach des DHPV 120.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich.

Weitere Quellen zur Hospiz- und Palliativarbeit

Die Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland hat in den letzten Jahren eine intensive Weiterentwicklung erfahren. Diese Entwicklung verlief nicht in allen Bundesländen bzw. Regionen in gleicher Weise. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband hat vor diesem Hintergrund 2016 eine Datenerhebung durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage geben einen Überblick über die Verteilung der stationären Hospize für Erwachsene, der stationären Hospize für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie der Palliativstationen bzw. -einheiten in Deutschland:

Stationäre Hospize für Erwachsene, stationäre Hospize für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie Palliativstationen in Deutschland (pdf-Datei)

Weitere Datenbanken und Recherchemöglichkeiten sind:

  • Kassenärztliche Bundesvereinigung www.kbv.de (Gute Zahlen zur SAPV, d.h. Betriebsstättennummern, Anzahl der Verordnungen, Höhe der Ausgaben für SAPV)