Am 29.1.2020 fand in Berlin der Neujahrsempfang des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) und der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung (DHPStiftung) statt. Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurde an Menschen, die die Hospizidee durch ihr Engagement und ihre Arbeit vorangebracht und verbreitet haben, der DHPV-Ehrenpreis verliehen. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind:

Ehrenamtliches Engagement:
Christel Grimm und Rolf Fischer

Strukturen und Rahmenbedingungen:
Das Land Schleswig-Holstein

Medien und Öffentlichkeitsarbeit:
Johanna Gastdorf und Jan-Gregor Kremp

Wissenschaftspreis
Judith Lilly Alber

Laudatio: Christel Grimm und Rolf Fischer

von Dirk Blümke, stellvertretender Vorsitzender des DHPV

Die Hospizbewegung in Deutschland entstand in den 1980er Jahren durch das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement zunächst einzelner Bürger*innen. Auch und gerade heute, wo sich die Hospizidee in der Gesellschaft zunehmend etabliert hat, ist Hospizarbeit ohne ehrenamtliches Engagement nicht denkbar. Mit dem DHPV-Ehrenpreis in der Kategorie Ehrenamtliches Engagement möchten wir diesen Einsatz würdigen.

Der Preis für ehrenamtliches Engagement geht in diesem Jahr an zwei Menschen, die beide bereits seit über zwanzig Jahren ehrenamtlich in der Hospizarbeit tätig sind: Christel Grimm und Rolf Fischer.

Weiterlesen …

Laudatio: Das Land Schleswig-Holstein

von Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV

Das Ehrenamt ist Wiege und unverzichtbare Stütze der Hospizarbeit. Wie bereichernd es ist, haben wir gerade bei der Auszeichnung und den tollen Worten von Christel Grimm und Rudolf Fischer gehört. Und doch brauchen die Hospiz- und Palliativarbeit und mit ihr das Ehrenamt gute Strukturen und Rahmenbedingungen, um sich ganz auf ihre Aufgaben – das Begleiten, Dasein, Aushalten, Zuhören und Entlasten – konzentrieren zu können. Aus diesem Grunde verleihen wir in jedem Jahr auch einen Ehrenpreis an Menschen, Organisationen und Institutionen, die sich in hervorragender Weise um die Strukturen und Rahmenbedingungen in der Hospiz- und Palliativarbeit verdient gemacht haben.

Wie das beispielgebend aussehen kann, sehen wir schon seit vielen Jahren in Schleswig-Holstein, wo Land und Regierung über die Grenzen von Fraktionen und Ministerien hinweg wesentlich dazu beitragen, die Hospiz- und Palliativversorgung der Menschen in Schleswig-Holstein weiterzuentwickeln.

Weiterlesen …

Laudatio: Johanna Gastdorf und Jan-Gregor Kremp

von Dr. Anja Schneider, stellv. Vorsitzende des DHPV

Für unsere Arbeit ist es von besonderer Bedeutung, die Hospizidee im Allgemeinen sowie Hospiz- und Palliativangebote im Besonderen auch in der vielfältigen Medienlandschaft sowie in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Das ist einerseits wichtig, um über die Möglichkeiten einer guten Begleitung am Lebensende zu informieren. Ebenso wichtig ist es im Sinne der Hospizidee, einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft im Umgang mit Sterben und Tod zu bewirken.

Unser diesjähriger Ehrenpreis in der Kategorie "Öffentlichkeitsarbeit" geht daher voller Freude und Überzeugung an Sie, sehr geehrte Frau Gastdorf, und an Ihren Mann Jan-Gregor Kremp, der heute wegen beruflicher Verpflichtungen leider nicht dabei sein kann. Wir möchten damit Ihr Engagement für die Hospizarbeit und Ihr öffentliches Eintreten für einen anderen, einen hospizlichen Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod würdigen.

Weiterlesen …

Laudatio: Judith Lilly Alber

von Professorin Hellen Kohlen, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des DHPV

Erstmals im Jahr 2010 wurde auch in der Kategorie 'Wissenschaft' ein Ehrenpreis verliehen. Gewürdigt werden wissenschaftliche Arbeiten, die in eigenständiger Weise die Versorgung in der Hospiz- und Palliativarbeit betrachtet haben und herausragende Erkenntnisse auf diesem Feld gewonnen haben.

Ich habe die Ehre und die Freude, die lobenden Worte zu sprechen für die Masterarbeit mit dem Titel „Palliative und hospizliche Begleitung von Menschen mit schwerer und geistiger Behinderung“. Es handelt sich hier um eine thematisch und historisch hoch aktuelle Arbeit, die zeigt, dass Menschen mit schwerer und geistiger Behinderung auch in palliativen und hospizlichen Zusammenhängen noch ein Randthema sind, das es dringend anzugehen gilt.

Weiterlesen …