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Die Hospiz-Zeitschrift 58

Hospiz macht Schule

Die Hospiz-Zeitschrift
Ausgabe 58
2013/4

Hospizbewegung in Deutschland wird oft nur mit dem Begriff der Sterbebegleitung in Verbindung gebracht. Dass die Bürgerbewegung Hospiz weitaus mehr Aufgaben hat, zeigt im Besonderen das Projekt „Hospiz macht Schule“. Preisgekrönt und schon in allen 16 Bundesländern implementiert, darf dieses Projekt als eines der erfolgreichsten in der Hospizbewegung gelten. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lesezeit.

Inhalt

hospiz wissen

Gib mir ‘n kleines bisschen Sicherheit - Die Unsicherheiten des Lebens und Sterbens teilen Sterben, Tod und Trauer in den Lebens- und Sozialräumen von Kindern und Jugendlichen
Dirk Blümke und Patrick Hofmacher

Hospiz macht Schule - nicht nur in der Schule
Dr. Erich Rösch und Uta Bolze


hospiz projekt

Hospiz macht Schule in Luxemburg „Omega mécht Schoul“
Gerda Graf

Hospiz macht Schule - Projektwoche zum Thema Tod und Sterben für die Grundschule
Uta Bolze, Renate Bock, Bettina Hagedorn


hospiz gespräch

Pädagogen unterschiedlicher Schulformen setzen sich mit dem Thema Hospiz auseinander
Gerda Graf

hospiz recht

Vom Umgang mit einer gemeinnützigen GmbH (gGmbH) – oder: Fallstricke bei der Partnerwahl!
Carsten Lexa 

hospiz praxis

Sterben nach dem Überleben
Nicole Gand

Leben und Sterben im Judentum - Ein Interview mit Rivka Hollaender, Freiburg
Ulrike Schmid

Gedanken zur wertschätzenden Beziehung
Sabine Schultheiss-Wirsum

Neuro Palliative Care
Christoph Gerhard

hospiz forum

Der Werdenfelser Weg® oder wie freiheitsentziehende Maßnahmen reduziert werden können
Nadine Lexa

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

im Rahmen des Bundesmodellprogrammes „Generationsübergreifende Freiwilligendienste“ wurde 2005 „Hospiz macht Schule“ mit Hilfe des Bundesfamilienministeriums erarbeitet. Aus dem Erfahrungsschatz ehrenamtlich befähigter Hospizhelfer begleitet von Pädagogen, Kunsttherapeuten und Pflegekräften hat die Hospizbewegung Düren-Jülich e. V. in zwei Jahren ein Konzept gestaltet, das in Grundschulen über fünf Tage stattfindet. Spielerisch, kreativ, ritualisiert und strukturiert erleben die Kinder in dieser Woche eine Auseinandersetzung mit Themen wie Trauer, Tod, Krankheit, Leiden und Trösten. So wie das Projekt in die Schulen getragen wurde, erlebten Pädagogen, Eltern und Hospizler eine Rückübertragung durch die Natürlichkeit der Kinder im Umgang mit diesen Themen. Für die Grundschule scheint der Bildungsauftrag erreicht, denn da, wo das Projekt erfahren wird, erleben wir die Annahme der Pädagogen, Eltern und Kinder gleichermaßen wie die Annahme durch die örtlichen Hospizdienste.
Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband unterstützt mit seiner Stiftung alle interessierten Hospizdienste in der Fortbildungsmaßnahme für die ehrenamtlichen HospizhelferInnen. Inzwischen führen auch weiterführende Schulen Projekttage ein, die Grundidee aufnehmend, ein altersentsprechendes Lernen umzusetzen. Auf der anderen Seite haben aber auch Schulen oder gar die Bezirksregierung wie in Köln erkannt, dass es notwendig ist, Pädagogen in Weiterbildungsmaßnahmen mit dem Thema dergestalt zu konfrontieren, dass Lehrer befähigt werden, auf die Fragen der Schüler eingehen zu können, wenn die Themenvielfalt Tod und Trauer ihren Raum braucht. Da wir heute kaum noch ein Sterben zuhause erleben, ist das Projekt „Hospiz macht Schule“ auch eine Prophylaxe für die gesellschaftliche Auseinandersetzung, die jeden Menschen in seinem Leben ereilen wird. Die jeweiligen Autoren werden Sie in diesem Heft mitnehmen auf dem Weg der Erfahrungen bis hin zu einem Evaluationsbericht aus Luxemburg, der zeugt vom preisgekrönten Projekt „Hospiz mach Schule.“

Ihre Gerda Graf