Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Mit Wirkung zum 1. April 2007 hat der Gesetzgeber als individuellen Leistungsanspruch die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung in das sozialgesetzbuch V aufgenommen. Seitdem hat jeder Versicherte in Deutschland das Recht auf diese neue Versorgungsform, die zum Ziel hat, auch solchen Patientinnen und Patienten eine Versorgung und Betreuung zu Hause zu ermöglichen, die einen besonders aufwändigen Betreuungsbedarf haben. Damit wurde vom Gesetzgeber die Chance für den Ausbau und die Verbesserung der ambulanten Versorgung eröffnet.

Als weitere Rechtsgrundlage wurden im März 2008 die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung veröffentlicht und im Juni 2008 die gemeinsamen Empfehlungen der Spitzenverbände der Krankenkassen (GKV Spitzenverband) verabschiedet. DHPV und DGP haben gemeinsame Hinweise zur SAPV vorgelegt.

In den meisten Bundesländern wurden inzwischen SAPV-Strukturen aufgebaut, eine flächendeckende Umsetzung ist jedoch bislang bei weitem noch nicht erreicht. Zudem ist die Umsetzung in den einzelnen Bundesländern außerordentlich unterschiedlich, zahlreiche Fragen stehen zur Diskussion. Die weitere Umsetzung der SAPV ist eines der Schwerpunktthemen in der von DGP und DHPV im Februar 2011 neu gegeründeten Arbeitsgemeinschaft SAPV.

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