Aktuelles > Unsere Medien > hospiz zeitschrift > Die Hospiz-Zeitschrift 54
Die Hospiz-Zeitschrift 54

Hospiz und Kommunikation

Die Hospiz-Zeitschrift
Ausgabe 54
2012/4

Menschen im Hospiz stehen in Beziehung, begleiten. Das ist Kommunikation. Oder um Paul Watzlawick zu zitieren: "Man kann nicht nicht kommunizieren." Doch wie kann Kommunikation gelingen? Kommunikation mit sterbenden und demenziell erkrankten Menschen ist Kommunikation unter erschwerten Bedingungen. Was können wir dennoch tun?
Wir widmen uns aber auch den Fragen: Wer kommuniziert was mit wem aus dem Blickwinkel der Geschlechter? Wie wichtig ist Kommunikation zwischen Hospiz und Politik? Ein Interview - Kommunikation.

Inhalt

hospiz wissen

Wenn du nur hören könntest, was ich nicht sagen kann.
Beate Augustyn / Traugott Roser

Gelingende Kommunikation ist erlernbar. Umgang mit Menschen mit Demenz
Eva Eggenberger / Katharina Heimerl

Betreuen Männer anders? Sterbebegleitung aus einer Gender-Perspektive
Michaela Thönnes / Nina Jakoby

Beziehung, Haltung, Kommunikation und Qualität
Karl W. Bitschnau

hospiz gespräch

Gutes Sterben darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Ein Gespräch mit Marlene Rupprecht
Karin Caro

Basale Stimmulation in der Pflege eine Form der Kommunikation? Ein Gespräch mit Frau Petra Leidig-Woltering
Karin Caro

hospiz praxis

Hospiz in Praxis
Ulrike Schmid

Aromaöle in der Hospiz- und Palliativversorgung
Angelika Luz-Bißmaier

Spirituelle Begleitung in der Hospizarbeit - eine Annäherung
Ein Gespräch mit Axel Burkhardt

hospiz komment

Lebensanfang und Lebensende
Thile Kerkovius

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Hospiz heißt auch Kommunikation – dies in vielfältiger Hinsicht und vielleicht sogar in allererster Linie. Es ist das Wort, mit dem schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen Hoffnung und Zuversicht vermittelt werden kann; durch das Sicherheit und Vertrauen entstehen können, dass sie mit ihren Ängsten nicht allein gelassen werden. Nur durch Kommunikation werden ihre ganz individuellen Wünsche und Bedürfnisse erfahrbar.  Aber auch die Kommunikation im Team, zwischen den Ärztinnen und Ärzten, den Pflegenden, Seelsorgern und allen anderen beruflich Tätigen sowie den Ehrenamtlichen und darüber hinaus die Kommunikation im regionalen Netzwerk über Institutionsgrenzen hinweg sind eine wichtige Voraussetzung und Grundlage für das Gelingen einer ganzheitlichen und umfassenden Sterbebegleitung.

In der täglichen Arbeit ergeben sich für alle hier Tätigen vielfältige Fragen: wie werden wir den Wünschen und Bedürfnissen sterbender Menschen, ihren Schmerzen und seelischen Nöten auch dann gerecht, wenn eine Kommunikation nur noch eingeschränkt oder vielleicht gar nicht mehr möglich ist? Wie können wir in ethischen Grenzsituationen im Dialog miteinander zu einer guten Entscheidungsfindung kommen? Und wie gelingt uns die so wichtige Kommunikation mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, mit der Politik und den Medien? Die neue Ausgabe der Hospizzeitschrift widmet sich dem Thema der Kommunikation, sie will Anregungen auf einige der vielfältigen Fragen geben.

Der DHPV, Herausgeber der hospiz zeitschrift, hat am 19. Oktober einen neuen Vorstand gewählt. Als ehemalige Vorstandsvorsitzende (Dr. Birgit Weihrauch, die ich nicht mehr kandidiert hatte) möchte ich mich hiermit heute von Ihnen verabschieden. Und als neue Vorstandsvorsitzende (Marlene Rupprecht, MdB) möchte ich Sie hiermit heute herzlich begrüßen. Wir danken Ihnen für Ihre Treue zur hospiz zeitschrift und wünschen Ihnen und uns auch weiterhin eine hospiz zeitschrift, die auch in der Zukunft mit ihren Beiträgen Ihr Interesse, Ihre Fragen und Bedürfnisse trifft.

Ihre
Marlene Rupprecht, MdB
Vorstandsvorsitzende des DHPV

Ihre
Birgit Weihrauch
ehem. Vorstandsvorsitzende des DHPV