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Die Hospiz-Zeitschrift 53

Hospiz ist Haltung

Die Hospiz-Zeitschrift
Ausgabe 53
2012/3

Hospiz ist Haltung – dieser drei Worte beinhalten alles war unser hospizliches Denken ausmacht, es ist eine Grundhaltung für das ganze Leben, bis zuletzt. In dieser Ausgabe werden Sie vieles Grundsätzliches, einiges Geschichtliches, aber auch einen Blick in die Zukunft finden. Besonders freuen wir uns, Ihnen am Ende dieser Ausgabe das neue Grundsatzpapier von DHPV und DGP über Hospizkultur und Palliativversorgung in stationären Einrichtungen der Altenhilfe an die Hand geben zu können. Erstmals werden Sie einen Leserbrief finden, wir würden uns freuen, auch in Zukunft von Ihnen Ihre Meinung zu erfahren.

Inhalt

hospiz wissen

Alter und Sterben anders denken – Soziologische Anmerkungen zur Zukunft des Lebensendes
Werner Schneider / Stephanie Stadelbacher

Auf ein Versprechen vertrauen –  für die zur Grundlegunghospizlicher Haltung
Gerhard Höver

Ehrenamtliche der Hospizarbeit als Fachleute für das Alltägliche
Nadine Kuklau

Hospiz ist Haltung – zum 20. Jubiläum des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands
Birgit Weihrauch

hospiz gespräch

Ehrenamt - tragendes Element und Motor der Hospizbewegung Ein Gespräch mit Frau Prof. Dr. M.-L. Bödiker
Karin Caro

hospiz praxis

Hospiz in Praxis
Ulrike Schmid

Klangmassage bei schwerkranken und sterbenden Menschen
Stefan Salzmann, Reinhold van Weegen

Getrösteter Schmerz – Trost spenden auf der Palliativstation
Wolfgang Kramer

hospiz komment

Leserbrief zu „Das Duale Trauermodell – Eine Chance für die deutsche Trauerbegleitung“
Monika Müller

Editorial

„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.“  Cicely Saunders

Liebe Leserinnen und Leser,

als sich die Pionierinnen und Pioniere vor rund 30 Jahren aufmachten, um in der Situation schwerstkranker und sterbender Menschen etwas zu verändern und ihnen ihre Würde zurückzugeben, war es in erster Linie die hospizliche Haltung, die ihre Motivation und ihr Handeln prägte. Die berühmten Worte von  Cicely Saunders geben diese Haltung wunderbar wieder. Ehrenamtliches Engagement war damit untrennbar verbunden, Liebe und Achtung gegenüber einem bedürftigen Menschen, Mitaushalten und Verlässlichkeit für Menschen in einer existenziellen Grenzsituation. Die Menschen, die sich damals zusammenschlossen, setzten mit der Hospizbewegung eine Bürgerbewegung in Gang. Sie ist Ausdruck gelebter gesellschaftlicher Solidarität, Anwalt und Sprachrohr der Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen. Und sie hat außerordentlich viel bewirkt - einen Bewusstseinswandel in unserer Gesellschaft und grundlegende strukturelle Weiterentwicklungen im Versorgungssystem.

Hospizliche Haltung – was kennzeichnet und beinhaltet sie? Welche Bedeutung kommt ihr nach 30 Jahren Hospizbewegung und Entwicklung der Palliativmedizin zu, und warum ist sie notwendiger denn je in einem System, in dem palliative Versorgungskonzepte eine immer größere Rolle spielen? Und warum kann sie auch ein Konzept sein, das uns hilft, Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen zu geben - über die Begleitung Sterbender hinaus? Das sind die Themen in dieser neuen Ausgabe der Hospiz Zeitschrift. Daneben stehen auch weitere Themen aus der täglichen Arbeit im Fokus.

Diese Ausgabe erscheint nur wenige Wochen vor dem offiziellen 20. Jubiläum des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands - seine Mitglieder und die vielen Hospiz- und Palliativ-Engagierten vor Ort sind es, die für die hospizliche Haltung und die Hospizbewegung - auch in der Zukunft - stehen.

Ich wünsche Ihnen allen eine interessante und für Sie Gewinn bringende Lektüre

Ihre
Birgit Weihrauch
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e. V.