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Die Hospiz-Zeitschrift 49

Lebenswege am Lebensende

Die Hospiz-Zeitschrift
Ausgabe 49
2011/3

Für welchen Weg sich Menschen am Lebensende entscheiden, dies unterliegt verschiedensten Einflussfaktoren. Welche Wege möchten sie gehen und welche sind noch möglich? Welche Rolle können und wollen An- und Zugehörige in diesen Situationen einnehmen? In wieweit sind Betroffene in der Lage selbst entscheiden? Dies betrifft in besonderem Maße Kinder und geistig behinderte Menschen. hospiz zeitschrift versucht dies zu beleuchten.

Inhalt

hospiz wissen

Das stationäre Hospiz auf dem Weg in die Sackgasse?
Rochus Allert

Von einigen Schwierigkeiten,ambulante Hospizarbeit anzunehmen
Christine Pfeffer

Das Sterben zu Hause verantworten – die Perspektive der Angehörigen
Sabine Pleschberger und Claudia Wenzel

„Ich könnte Bäume ausreißen …“
Katrin Bloch

Ein Vormittag mit Anna – oder wie man mit Beatmung Fahrrad fährt
Gabi Letzing

Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung am Lebensende
Helmut Budroni und Marion Schubert

hospiz gedanke

Lebenswege am Lebensende
Peter Maile und Kerstin Weinland

hospiz praxis

Hospiz in Praxis
Ulrike Schmid

Chance der Ergänzung: Anthrophosophische Behandlungsmethoden in der Onkologie
Carola Riehm

Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung in der letzten Lebensphase
Evelyn Franke

„Mir sagt ja keiner was …“
Sabine Petri

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

so vielfältig sich das Leben der Menschen gestaltet, so unterschiedlich sind auch ihre Wege am Lebensende. Der persönliche Hintergrund, Sterbealter und Ort des Sterbens, die Art und die Schwere des Leidens unterscheiden sich in vielfältiger Weise. Ziel und Anliegen der Hospizbewegung und Palliativmedizin ist es, jedem schwerstkranken und sterbenden Menschen, unabhängig von seinem Alter, seiner Herkunft, seinem kulturellen Hintergrund oder der Art seiner Erkrankung ein Sterben in Würde zu ermöglichen, orientiert an seinen individuellen Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen – ein Sterben seiner selbst gemäß. Wie gelingt es am besten, Menschen am Lebensende auf ihrem Weg zu begleiten? Welches sind die richtigen Herangehensweisen und welche Voraussetzungen benötigen wir dazu in unseren Strukturen? Und Menschen welcher gesellschaftlicher Gruppen, deren Wege am Ende ihres Lebens bislang zu wenig im Fokus der Hospiz- und Palliativarbeit standen, brauchen in besonderer Weise unsere Aufmerksamkeit und Achtsamkeit?

Lebenswege am Lebensende – diese Ausgabe der Hospiz-Zeitschrift widmet sich diesem Thema unter verschiedenen Aspekten: es geht z.B. um die Begleitung schwerstkranker Kinder und von Menschen mit geistiger Behinderung, die besondere Situation hochbetagter Menschen und um aktuelle Fragen im Zusammenhang mit den verschiedenen örtlichen Settings, in denen die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwerstkranke und sterbende Menschen sowie die ihnen Nahestehenden begleiten.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine fruchtbare Lektüre dieser neuen Ausgabe der Hospiz-Zeitschrift, die dazu beitragen möge, Antworten auf Fragen zu finden, und Ihnen in Ihrer täglichen Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden Menschen Information und Unterstützung zu geben.

Ihre Birgit Weihrauch
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.