Aktuelles > Unsere Medien > hospiz zeitschrift > Die Hospiz-Zeitschrift 45
Die Hospiz-Zeitschrift 45

Ethik für alle Fälle

Die ethische Fallgesprechung

Die Hospiz-Zeitschrift
Ausgabe 45
2010/3

Inhalt

Fachartikel

Ethische Fallbesprechung
eine Methode zum Umgang mit Konflikten im Gesundheitsbereich und in der Altenhilfe.
Von Hans Schottky

Ethikberatung und ethische Fallbesprechung
in der hospizlichen Begleitung und Palliativbetreuung
Von Christof Müller Busch

Ethische Fallbesprechung - Die juristische Sicht
Von Frank Hirschkorn

Entscheidungsprozesse
zur Anlage einer perkutanen endoskopischen Gastrostomie
Von Claudia Dinand, Tina Quasdorf, Rainer Markgraf, Sabine Bartholomeyczik

Interview

Die ethische Fallbesprechung - die Lösung für alle?
Ein Interview mit Birgit Jaspers

Projekt

Erfahrungen mit ethischen Fallbesprechungen
vornehmlich in stationärem Hospiz
Von M. Bödiker

Die ethische Fallbesprechung - oder: Wie halte ich mein Versprechen?
Von Gerda Graf

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Ziel der Hospizbewegung und Palliativversorgung ist es, ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen und eine neue Kultur des Sterbens in unserer Gesellschaft zu schaffen. Sterben gehört zum Leben, Sterbebegleitung ist daher Lebensbegleitung im letzten, entscheidenden Abschnitt des Lebens. Im Mittelpunkt stehen der schwerstkranke und sterbende Mensch und seine Angehörigen; die hospizliche und palliative Betreuung muss sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen und an ihren Rechten orientieren.

Zu den großen ethischen Herausforderungen gehört es, auch in den Grenzsituationen am Lebensende die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Selbstbestimmung des Menschen, seine Wünsche und seine Wertvorstellungen müssen dafür die Orientierung geben, um ihm ein Sterben „seiner selbst gemäß“ zu ermöglichen. Willensäußerungen und Entscheidungen, von schwerstkranken und sterbenden Menschen am Lebensende werden aber immer auch entscheidend davon abhängen, ob und wie sie in eine menschenwürdige Begleitung und Betreuung vertrauen können. Hier liegt die große Herausforderung für die Weiterentwicklung und den Ausbau der Hospiz- und palliativmedizinischen Versorgung. Die gerade veröffentlichte „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ ist dafür wegweisend.

Diese Ausgabe der HOSPIZ-ZEITSCHRIFT widmet sich dem Thema der Ethik und der ethischen Fallbesprechung aus verschiedenen Blickwinkeln: Fragen der Entscheidungsfindung unter verschiedenen Konstellationen werden ebenso angesprochen wie ethische Aspekte in der Alltagsarbeit von Einrichtungen und den in der Verantwortung stehenden Berufsgruppen. Dargestellt werden Erfahrungen aus persönlichem Erleben in der hospizlichen Arbeit wie auch wissenschaftliche Forschungsergebnisse.

Ihnen, den Leserinnen und Lesern, wünsche ich, dass Sie in dieser neuen Ausgabe der Hospiz-Zeitschrift Anregungen und Unterstützung für Ihre eigene Arbeit in der Hospiz- und Palliativversorgung finden; denn die ethischen Fragen am Lebensende und die mit ihnen verbundenen Herausforderungen betreffen alle, die sich in der täglichen Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden Menschen hauptamtlich oder ehrenamtlich engagieren.

Ihre Dr. Birgit Weihrauch
für den Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V.