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Fachgruppen

Vor dem Hintergrund der sich ändernden gesellschaftlichen Strukturen, der zunehmenden Bedeutung unheilbarer Erkrankungen sowie der Diskussion über den Umgang mit Sterben und Tod  in unserer Gesellschaft, steht die Hospizbewegung vor immer neuen, wichtigen Aufgaben. Um auch für die zukünftige Hospiz- und Palliativarbeit tragfähige Konzepte und Strukturen zu gestalten, hat der DHPV Fachgruppen zu ausgewählten Themenfeldern eingerichtet.

Bei Fragen zu den einzelnen Fachgruppen erreichen Sie die Leiterinnen und -leiter direkt über die angegebene Email-Adresse.

Ambulante Hospizarbeit

Für die Fachgruppe steht aktuell die Situation der Förderung bzw. Finanzierung der ambulanten Hospizdienste (Hospiz- und Palliativgesetz, Bundesrahmenvereinbarung, Länder-Vereinbarungen) sowie die maßgebliche Mitgestaltung dieser im Fokus der Betrachtung. Weiterhin werden Fragen der Qualitätsentwicklung in der ambulanten Hospizarbeit (Vorgaben der Bundesrahmenvereinbarung, Vorgaben für Vorbereitungskurse und Fortbildungen für Koordinationskräfte) behandelt. Auch neue Entwicklungen, wie z.B. die Online-Beratung, und neue Zielgruppen von Ehrenamtlichen und Begleiteten sowie damit verbundene Perspektiven der ambulanten Hospizdienste in der sich entwickelnden Hospiz- und Palliativlandschaft, werden diskutiert.

Leitung: Ulrich Kreutzberg, Koordinator und Geschäftsführer der Hospizarbeit Braunschweig e.V., Beisitzer im Vorstand des DHPV

Kontakt: kreutzberg@hospizarbeit-braunschweig.de

Ambulante Palliativversorgung (AAPV / SAPV)

Zu den Aufgaben der Fachgruppe gehört die Entwicklung von Konzepten und Strategien zur Umsetzung der AAPV (Allgemeine ambulante Palliativversorgung) und SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) mit dem Ziel, zeitnah eine flächendeckende, gut vernetzte ambulante Palliativversorgung zu erreichen. Aktuell wurde eine Stellungnahme veröffentlicht, die die ambulante Palliativversorgung nach dem Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) thematisiert.

Leitung: Paul Herrlein, Geschäftsführer  der St. Jakobus Hospiz gGmbH in Saarbrücken und Vorsitzender der LAG Hospiz Saarland e.V.

Kontakt: paul.herrlein@stjakobushospiz.de

Bildung

Text folgt

Leitung: Gerda Graf

Kontakt: graf-hoppermanns@t-online.de

Ehrenamt

Das Ehrenamt ist seit Beginn der Hospizarbeit in den 1980er Jahren die tragende Säule der Hospizarbeit. Die Fachgruppe geht der Frage nach, wie sich Ehrenamt in der Hospizarbeit im Zuge des gesellschaftlichen Wandels – Stichworte hier sind die Professionalisierung der Hospiz- und Palliativversorgung oder das Ringen um ehrenamtlich Engagierte im Wettbewerb mit anderen Mitbewerbern – verändern und verbessern muss, um für möglichst viele, die sich engagieren wollen, attraktiv zu sein, zu bleiben, zu werden. Und das nicht nur bei der direkten Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen, sondern auch in der Vorstands- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Fachgruppe steht interessierten Ehrenamtlichen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Verbänden, der Politik sowie der Öffentlichkeit als Ansprechpartner auf Bundesebene zur Verfügung.

Leitung: Gisela Textor, Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins und verantwortlich für den ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst, ein ambulantes Kinderhospiz, ein SAPV-Team und ein stationäres Hospiz mit 10 Betten, Vorsitzende der LAG Hospiz Rheinland-Pfalz, Beisitzerin im Vorstand des DHPV

Kontakt: textor@hospizinkoblenz.de

Hospiz- und Palliativarbeit für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Die Fachgruppe beschäftigt sich mit den besonderen Belangen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Hospiz- und Palliativarbeit. Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Qualitätsentwicklung der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Die Fachgruppe erarbeitet Stellungnahmen zu aktuellen Themen sowie Konzepte und Grundlagen der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Die Implementierung der erarbeiteten Konzepte sowie deren wissenschaftliche Begleitung in der Umsetzung sind handlungsleitende Ziele.

Leitung: Marcel Globisch, M.A. Soziologe, Leiter für Inhalte und Entwicklung im Deutschen Kinderhospizverein e.V., Beisitzer im Vorstand des DHPV

Kontakt: marcel.globisch@deutscher-kinderhospizverein.de

Hospizkultur und Palliativmedizin in stationären Pflegeeinrichtungen

Die multidisziplinär zusammengesetzte Fachgruppe verfolgt das Ziel, Hospizkultur und Palliative Care-Kompetenzen nachhaltig in Pflegeeinrichtungen zu integrieren. Sie bearbeitet Strategien und Konzepte zur Weiterentwicklung der Versorgungslandschaft im Sinne der Verzahnung von Bildung mit Organisationsentwicklung sowie der Kooperation und Vernetzung mit relevanten Partnerinnen und Partnern. Praxis und Theorie sowie vorhandene regionale und überregionale Lösungsansätze in Projekten, Institutionen und Kommunen bilden die Grundlage des Engagements.

Die Fachgruppe steht Verbänden, der Politik sowie der Öffentlichkeit als Ansprechpartner auf Bundesebene zur Verfügung und vermittelt ggf. relevante Kontakte in die regionale hospizlich-palliative Versorgungslandschaft.

Leitung: Dirk Müller, MAS Palliative Care, Projektleiter Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie vom Unionhilfswerk, Vorsitzender Hospiz- und PalliativVerband Berlin e.V., Beisitzer im Vorstand des DHPV

Kontakt: dirk.mueller@unionhilfswerk.de

Palliativstationen / Hospiz- und Palliativversorgung im Krankenhaus

Die Fachgruppe hat die Förderung der Hospiz- und Palliativarbeit in Krankenhäusern zum Ziel. Dazu zählen auch die Erarbeitung von Konzepten zur Etablierung der Hospiz- und Palliativarbeit in Krankenhäusern sowie die Erarbeitung von Stellungnahmen vor dem Hintergrund ethisch-rechtlichen Fragestellungen. Die Fachgruppe ist direkter Ansprechpartner für die Mitglieder des DHPV sowie an der Umsetzung der Hospiz- und Palliativarbeit im Krankenhaus interessierte Krankenhäuser.

Leitung: Dr. Rainer Prönneke, Chefarzt der Inneren Klinik der Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift in Braunschweig

Kontakt: medizin@marienstift-braunschweig.de

Spiritualität und Ethik in der Hospizarbeit

Die Fachgruppe Spiritualität und Ethik befasst sich mit grundlegenden und aktuellen Themen und Fragestellungen. Im Vordergrund der aktuellen Arbeit steht die Erstellung einer Handreichung zu Spiritualität in der Hospizarbeit. Ebenfalls wurde die Debatte um aktive Sterbehilfe und assistierten Suizid geführt. Die Fachgruppe erarbeitet Stellungnahmen und Arbeitshilfen, die dann den Mitgliedern des Verbandes zur Verfügung gestellt werden können.

Leitung: Torsten Ernst, Vorstandsvorsitzender der Anhaltischen Diakonissenanstalt, theologischer Geschäftsführer des Diakonissenkrankenhauses Dessau und der Anhaltischen Hospiz- und Palliativgesellschaft, Beisitzer im Vorstand des DHPV

Kontakt: ternst@ada-Dessau.de

Stationäre Hospize

Zu den Aufgaben der Fachgruppe gehören u.a. die Erarbeitung von Leistungs- und Qualitätsmerkmalen (LQM) auf Grundlage der Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 1 SGB V, die Beratung von Mitgliedseinrichtungen bei Vergütungsverhandlungen mit den Kostenträgern, die Bedarfsplanung stationärer Hospize und die Entwicklung von Modellen für die Hospizversorgung in bevölkerungsarmen Regionen.

Leitung: Marlies Wegner, Geschäftsführerin Hospiz Haus Celle

Kontakt: marlies.wegner@hospiz-haus-celle.de

Trauer

Der wertschätzende Umgang mit Trauer, die würdige Unterstützung Angehöriger von schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie die Sensibilisierung im Allgemeinen für die Chancen, die in einem Zulassen von Trauer liegen, sind Anliegen der Fachgruppe Trauer. Verdeutlicht wurde die Prägnanz dieser Themen durch die Veröffentlichung einer Stellungnahme gegen die Aufnahme der „anhaltenden Trauerstörung“ als eigenständige psychische Störung, wie sie für die Überarbeitung der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD 10, Kapitel V) durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), vorgeschlagen wurde. Die Stellungnahme wendet sich vor allem gegen Bestrebungen, lang anhaltende Trauer als seelische Störung zu verstehen und damit einem natürlichen Trauerprozess die Individualität zu nehmen. Des Weiteren richtet sich der Fokus der Fachgruppe darauf, Trauerbegleitung als förderfähige Leistung nach § 39a SGB V anerkennen zu lassen. Hierzu sowie zu Indikatoren und Maßstäben der Aus- und Fortbildung zur Trauerbegleitung sind Handreichungen in Bearbeitung.

Leitung: Kläre Winhuysen, Koordinatorin der Omega- Regionalgruppe Vreden, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der Hospizorganisation Omega - mit dem Sterben leben e.V.  Gelsenkirchen, Trauerbegleiterin, Beisitzerin im Vorstand des DHPV

Kontakt: omega-vreden@web.de