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Fachgruppen

Vor dem Hintergrund der sich ändernden gesellschaftlichen Strukturen, der zunehmenden Bedeutung unheilbarer Erkrankungen sowie der Diskussion über den Umgang mit Sterben und Tod  in unserer Gesellschaft steht die Hospizbewegung vor immer neuen, wichtigen Aufgaben. Um auch für die zukünftige Hospiz- und Palliativarbeit tragfähige Konzepte und Strukturen zu gestalten, hat der DHPV Fachgruppen zu ausgewählten Themenfeldern eingerichtet.

Bei Fragen zu den einzelnen Fachgruppen erreichen Sie die Leiter_innen direkt über die angegebene Email-Adresse. Auf Grund der Neuwahlen zum Vorstand des DHPV wird die Leitung der Fachgruppen zurzeit neu geregelt. Informationen zur Leitung der Fachgruppen und Kontakt werden im Moment akualisiert (Stand 1.12.2014)

Ambulante Hospizarbeit
Die Arbeit der Fachgruppe hat derzeit drei Schwerpunkte. Zum einen befassen wir uns mit der aktuellen Situation der ambulanten Hospizdienste mit den Schwerpunkten Finanzierung und Qualitätsentwicklung (z.B. Fachkräftemangel). Zum Zweiten betrachten wir neue Entwicklungen wie neue Projekte (z.B. Online-Beratung) oder neue Zielgruppen bei Ehrenamtlichen und Begleiteten. Und zum Dritten sind die damit verbundenen Perspektiven der ambulanten Hospizdienste in der sich entwickelnden Hospiz- und Palliativlandschaft unser Thema.

Leitung: Ulrich Kreutzberg, Koordinator und Geschäftsführer der Hospizarbeit Braunschweig e.V., Beisitzer im Vorstand des DHPV, Erich Lange, Koordinator und Geschäftsführer der Hospizbewegung im Kreis Warendorf e.V., Geschäftsführender Vorstand des DHPV.

Kontakt: kreutzberg@hospizarbeit-braunschweig.de

Ambulante Palliativversorgung (SAPV / AAPV)
Zu den Aufgaben dieser Fachgruppe gehört die Entwicklung von Konzepten und Strategien zur Umsetzung der AAPV (allgemeinen ambulanten Palliativ-Versorgung) und SAPV (spezialisierten ambulanten Palliativ-Versorgung) mit dem Ziel, zeitnah national eine flächendeckende ambulante Palliativ-Versorgung zu erreichen.

Leitung: Paul Herrlein ist Geschäftsführer vom St. Jakobus Hospiz in Saarbrücken und Vorsitzender der LAG Hospiz Saarland.

Kontakt: paul.herrlein@stjakobushospiz.de

Bildung
Text folgt

Leitung: Gerda Graf

Ehrenamt
Das Ehrenamt ist seit Beginn der Hospizarbeit in den 1980er Jahren die tragende Säule der Hospizarbeit. Die Fachgruppe geht der Frage nach, wie sich Ehrenamt in der Hospizarbeit im Zuge des gesellschaftlichen Wandels – Stichworte hier sind die Professionalisierung der Hospiz- und Palliativversorgung oder das Ringen um ehrenamtlich Engagierte im Wettbewerb mit anderen Mitbewerbern – verändern und verbessern muss, um für möglichst viele, die sich engagieren wollen, attraktiv zu sein, zu bleiben, zu werden. Und das nicht nur bei der direkten Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen, sondern auch in der Vorstands- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Fachgruppe steht interessierten Ehrenamtlichen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Verbänden, der Politik sowie der Öffentlichkeit als Ansprechpartner auf Bundesebene zur Verfügung.

Leitung: Gisela Textor, Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins und verantwortlich für den ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst, ein ambulantes Kinderhospiz, ein SAPV-Team und ein stationäres Hospiz mit 10 Betten, Vorsitzende der LAG Hospiz Rheinland-Pfalz, Beisitzerin im Vorstand des DHPV.

Kontakt: textor@hospizinkoblenz.de

Hospiz- und Palliativarbeit für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Die Fachgruppe beschäftigt sich mit den besonderen Belangen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Hospiz- und Palliativarbeit. Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Qualitätsentwicklung der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Die Fachgruppe erarbeitet Stellungnahmen zu aktuellen Themen sowie Konzepte und Grundlagen der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Die Implementierung der erarbeiteten Konzepte sowie deren wissenschaftliche Begleitung in der Umsetzung sind handlungsleitende Ziele.

Leitung: Marcel Globisch, M.A. Soziologe, Leiter für Inhalte und Entwicklung im Deutschen Kinderhospizverein e.V., Beisitzer im Vorstand des DHPV.

Kontakt: marcel.globisch@deutscher-kinderhospizverein.de

Hospizkultur und Palliativmedizin in stationären Pflegeeinrichtungen

Die multidisziplinär zusammengesetzte Fachgruppe verfolgt das Ziel, Hospizkultur und Palliative Care-Kompetenzen nachhaltig in Pflegeeinrichtungen zu integrieren. Sie bearbeitet Strategien und Konzepte zur Weiterentwicklung der Versorgungslandschaft im Sinne der Verzahnung von Bildung mit Organisationsentwicklung sowie der Kooperation und Vernetzung mit relevanten Partnerinnen und Partnern. Praxis und Theorie sowie vorhandene regionale und überregionale Lösungsansätze in Projekten, Institutionen und Kommunen bilden die Grundlage des Engagements.

Die Fachgruppe steht Verbänden, der Politik sowie der Öffentlichkeit als Ansprechpartner auf Bundesebene zur Verfügung und vermittelt ggf. relevante Kontakte in die regionale hospizlich-palliative Versorgungslandschaft.

Leitung: Dirk Müller, MAS Palliative Care, Projektleiter Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie vom Unionhilfswerk, Vorsitzender Hospiz- und PalliativVerband Berlin e.V.

Kontakt: dirk.mueller@unionhilfswerk.de

Palliativstationen / Hospiz- und Palliativversorgung im Krankenhaus
Die Fachgruppe hat die Förderung der Hospiz- und Palliativarbeit in Krankenhäusern zum Ziel. Dazu zählen auch die Erarbeitung von Konzepten zur Etablierung der Hospiz- und Palliativarbeit in Krankenhäusern sowie die Erarbeitung von Stellungnahmen vor dem Hintergrund ethisch-rechtlichen Fragestellungen. Die Fachgruppe ist direkter Ansprechpartner für die Mitglieder des DHPV sowie an der Umsetzung der Hospiz- und Palliativarbeit im Krankenhaus interessierte Krankenhäuser.

Leitung: Dr. Rainer Prönneke, Chefarzt der Inneren Klinik der Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift in Braunschweig.

Kontakt: medizin@marienstift-braunschweig.de

Spiritualität und Ethik in der Hospizarbeit
Die Fachgruppe Spiritualität und Ethik besteht aus sieben Mitgliedern und befasst sich mit grundlegenden und aktuellen Themen und Fragestellungen. So ist die Debatte um Aktive Sterbehilfe und assistierten Suizid ebenso relevant wie die Frage danach, was Spiritualität im Kontext der Hospizarbeit für einzelne Beteiligte und Betroffene ist und bedeutet. Die Fachgruppe erarbeitet Stellungnahmen und Arbeitshilfen, die dann den Mitgliedern des Verbandes zur Verfügung gestellt werden können.

Leitung: Torsten Ernst, Vorstandsvorsitzender der Anhaltischen Diakonissenanstalt, theologischer Geschäftsführer des Diakonissenkrankenhauses Dessau und der Anhaltischen Hospiz- und Palliativgesellschaft, Beisitzer im Vorstand des DHPV.

Kontakt: ternst@ada-Dessau.de

Stationäre Hospize

Zu den Aufgaben der Fachgruppe gehören u.a. die Erarbeitung von Leistungs- und Qualitätsmerkmalen (LQM) auf Grundlage der Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 1 SGB V, die Unterstützung und Beratung von Mitgliedseinrichtungen bei Vergütungsverhandlungen mit den Kostenträgern, die Bedarfsplanung stationärer Hospize und die Entwicklung von Modellen für die Hospizversorgung in bevölkerungsarmen Regionen. 

Leitung: Marlies Wegner, Geschäftsführerin Hospiz Haus Celle, marlies.wegner@hospiz-haus-celle.de

Mitglieder:
Dorothea Becker, Ricam Hospiz, Berlin, dbecker@ricam.de,
Erich Lange, Hospizbewegung im Kreis Warendorf e.V., Ahlen, e.lange@hospizbewegung-wef.de,
Lothar Lorenz, Hospiz Advena + St. Ferrutius, Wiesbaden, lothar.lorenz@hospizium-gmbh.de,
Frank Schöberl, Hospiz Louise, Heidelberg, frank.schoeberl@hpvbw.de,
Hans-Christoph Wisch, Christliches Hospiz "Haus Geborgenheit", Hans-Christoph.Wisch@diako-harz.de
Leonhard Wagner, Christophorus Hospiz Verein, leonhard.wagner@chv.org

Trauer
Der wertschätzende Umgang mit Trauer, die würdige Unterstützung Angehöriger von Schwerstkranken und die Sensibilisierung im Allgemeinen für die Chancen, die in einem Zulassen von Trauer liegen, sind Anliegen der Fachgruppe Trauer. So wurde im so genannten Trauermonat November (2013) eine Presseinformation unter der Überschrift "Der Trauer Zeit und Raum geben" veröffentlicht. Sie wendet sich vor allem gegen Bestrebungen, lang anhaltende Trauer als seelische Störung zu verstehen, da z.Zt. psychiatrische Erkrankungen neu klassifiziert werden. Diese Problematik wird weiterhin schwerpunktmäßig bearbeitet. Des Weiteren ist die Diskussion, ob und wie Trauerbegleitung als förderfähige Leistung anerkannt werden soll, nicht abgeschlossen (Förderung nach § 39a SGB V).

Leitung: Kläre Winhuysen, Koordinatorin der Omega- Regionalgruppe Vreden, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der Hospizorganisation Omega - mit dem Sterben leben e.V.  Gelsenkirchen, Trauerbegleiterin, Beisitzerin im Vorstand des DHPV.

Kontakt: omega-vreden@web.de