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Die Hospiz-Zeitschrift 48

Bedürfnisse am Lebensende

Die Hospiz-Zeitschrift
Ausgabe 48
2011/2

Gibt mir nichts, was ich mir wünche, sondern was ich brauche. Dieser Vers aus einem Gebet von Antoine de Saint-Exupéry gilt ganz besonders am Lebensende. Doch was brauchen Menschen am Lebensende? Wovon hängen die Bedürfnisse ab? Wie bringen wir dies in Erfahrung? Wir sind in unserem hospiz zeitschrift-Schwerpunkt diesen Fragen nachgegangen.

Inhalt

hospiz wissen

Selbstbestimmung am Lebensende
Werner Schneider

„Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden…“
Marie-Luise Bödiker

Geschlechterspezifische Aspekte: Bedürfnisse am Lebensende
Elisabeth Reiginger

Bedürfnisse in der letzten Lebensphase: Erfahrungen aus dem Kinder-Hospiz
Lars Naumann

Wenn ein Kind über den Regenbogen geht…
Ute Nerge

„Dass man als Mensch behandelt wird, nicht als Stück.“
Anette Biskup, Waltraud Fritze, Gabriele Jancke, Brigitte Schüle

hospiz gespräch

„Nur für Geld tue ich diese Arbeit nicht“
Veronika Schönhofer-Nellessen

hospiz gedanke

Zur Würde des Menschen in der Lebensphase seines Sterbens: Wie wollen wir sterben?
Alexander Sturm

hospiz praxis

Hospiz in Praxis
Ulrike Schmid

Bedürfnisse am Lebensende: als Psychologin auf der Palliativstation
Relinde Das Gupta

Das Tischtuch haben wir dann irgendwann abgeschafft
Ulrike Schmid

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Hospizarbeit und Palliativversorgung stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Es geht um die Wünsche und Bedürfnisse schwerstkranker und sterbender Menschen und der ihnen Nahestehenden, um ihre Rechte und darum, diesen auch zur  Geltung zu verhelfen. Der kranke Mensch selbst führt die Regie. Dies ist oberstes Gebot für alle in der Hospiz- und Palliativversorgung Tätigen. Wie aber gelingt es den Sterbebegleiterinnen und -begleitern, diese Wünsche und Bedürfnisse, Ängste, Sorgen und Nöte in ihrer unterschiedlichkeit und Individualität und auch in ihrer Veränderlichkeit im Verlaufe einer Begleitung wahrzunehmen, um das eigene Handeln, soweit dies möglich ist, daran orientieren zu können. Schwerstkranken Menschen zu ermöglichen, den ‚eigenen Tod’ sterben zu können, wie Rilke dies in seinen Versen ausdrückt, ist ein wesentliches Ziel der Hospizbewegung.

„Oh Herr, gib jedem seinen eigenen Tod, das Sterben, das aus jenem Leben geht, darin er Liebe hatte, Sinn und Not.“ (Rainer Maria Rilke)

Bedürfnisse am Lebensende – diese Ausgabe der Hospiz-Zeitschrift widmet sich diesem Thema unter verschiedenen Blickwinkeln: es geht um die spirituellen Bedürfnisse, Wünsche an die Pflege, die speziellen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen und die Nöte der Angehörigen und Nahestehenden; und es geht auch darum, schwerstkranke und sterbende Menschen darin zu unterstützen, das Gesunde und das Starke in sich selbst wahrnehmen und darauf vertrauen zu können.

Ihnen, den Leserinnen und Lesern wünsche ich eine interessante und fachlich anregende Lektüre dieser neuen Ausgabe der Hospiz-Zeitschrift und hoffe, dass Sie darauf Gewinn und Unterstützung für Ihre tägliche Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden Menschen ziehen mögen.

Ihre Birgit Weihrauch
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.