Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Logo

Nummer 122
29. Februar 2019

  DHPV Aktuell
  Bundesweites Informationsmedium für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

als Dachverband ist es eines unser zentralen Anliegen, die vielfältigen Aspekte der Hospiz- und Palliativarbeit im Sinne der Hospizidee weiterzuentwickeln. Dazu hatten wir in jüngster Vergangenheit vielfach Gelegenheit. So waren wir am 20. Februar zu einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages eingeladen. Hier haben wir uns deutlich gegen die Erarbeitung eines Gesetzes ausgesprochen, das schwer und unheilbar Erkrankten den Erwerb eines Betäubungsmittels für eine Selbsttötung ermöglicht (siehe unter 1).

Außerdem haben wir uns kritisch mit den Kooperationsvereinbarungen in der besonders qualifizierten und koordinierten palliativ-medizinischen Versorgung (BQKPMV) auseinandergesetzt, um ambulanten Hospizdiensten bei Bedarf die notwendigen Entscheidungskriterien an die Hand zu geben.

Bereits Ende letzten Jahres haben wir uns kritisch zu den Bestrebungen geäußert, in der neuen Internationalen Klassifikation der Erkrankungen (ICD-11) die Diagnose der „Anhaltenden Trauerstörung“ aufzunehmen, und stattdessen vorgeschlagen, den Begriff „Belastungsstörung nach Verlust“ zu verwenden. Eine erfreuliche Nachricht erreicht uns zum Thema Trauer aus Niedersachsen. Hier hat die Landesregierung gerade 100.000 Euro für Fortbildungsangebote in der Trauerarbeit zur Verfügung gestellt.

Wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativarbeit auf europäischer und internationaler Ebene werden sicher auch vom EAPC-Kongress ausgehen, der im Mai stattfindet. Ich möchte Ihnen das anschließende internationale Symposium „Das Ehrenamt in der Hospiz- und Palliativversorgung“ ans Herz legen, zu dem der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Dachverband Hospiz Österreich und die EAPC Task Force on Volunteering herzlich einladen. Alle Infos finden Sie in diesem Newsletter.

Ich wünsche eine erkenntnisreiche Lektüre.

Für den Vorstand

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus
Vorsitzender

P.S. Wenn die Links nicht funktionieren, öffnen Sie den Newsletter bitte online, indem Sie ganz oben links über unserem Logo klicken.

Inhaltsübersicht

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

DHPV gegen staatlich gesicherte Suizidbeihilfe
Kritische Abwägung zu Kooperationsvereinbarungen nach BQKPMV

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Internationales Symposium Ehrenamt / EAPC-Kongress in Berlin
Sozialministerium Niedersachsen fördert Trauerarbeit mit 100.000 Euro
Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar
Auftakt zur Umsetzung der Charta in Brandenburg
DHPStiftungpreis vergeben

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Presseinformationen des DHPV
Der DHPV in den Medien
6. Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

4. Veranstaltungen

5. Rechtliches

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

DHPV gegen staatlich gesicherte Suizidbeihilfe

Der DHPV hat sich entschieden gegen die Erarbeitung eines Gesetzes ausgesprochen, das schwer und unheilbar Erkrankten den Erwerb eines Betäubungsmittels für eine Selbsttötung ermöglicht. Ein solcher Gesetzentwurf, der die Abgabe eines entsprechenden Medikaments durch eine Bundesoberbehörde wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorsieht, läuft allen Bemühungen des Gesetzgebers zuwider, die hospizliche und palliativmedizinische Versorgung am Lebensende zu verbessern und weiterzuentwickeln.

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Kritische Abwägung zu Kooperationsvereinbarungen nach BQKPMV

Der DHPV hat im Papier "Kritische Abwägung zu Kooperationsvereinbarungen nach BQKPMV" insbesondere die Möglichkeiten und Risiken von Kooperationsvereinbarungen mit ambulanten Hospizdiensten abgewogen.

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2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Internationales Symposium Ehrenamt / EAPC-Kongress in Berlin

Am 25. Mai 2019 findet in Berlin das internationale Symposium „Das Ehrenamt in der Hospiz- und Palliativversorgung“ statt, zu dem der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Dachverband Hospiz Österreich und die EAPC Task Force on Volunteering herzlich einladen.

Das Symposium ist Teil des 16. Weltkongresses der European Association for Palliative Care (EAPC), der vom 23. bis 25. Mai 2019 stattfindet. Für den Gesamtkongress werden noch freiwillige Helfer*innen gesucht. Alle, die einen Tag z.B. an der Einlasskontrolle, im Saaldienst oder bei der Wegeführung und Orientierung helfen, erhalten freien Eintritt für den gesamten Kongress (das Rahmenprogramm ist davon ausgenommen). Rückmeldungen bitte bis zum 8. März 2019.

Im Rahmen des EAPC Kongresses wird außerdem ein Fotowettbewerb zum Thema "New images of Palliative Care" veranstaltet. Teilnehmen können alle, die mögen. Einsendeschluss ist der 16. April 2019.

Ankündigung Symposium. // Anmeldung Symposium.

EAPC Kongress. // Infos für freiwillige Helfer*innen.

Infos zum Fotowettbewerb.

Sozialministerium Niedersachsen fördert Trauerarbeit mit 100.000 Euro

Trauernde beim Verlust eines geliebten Menschen zu begleiten, ist ein elementarer Bestandteil der Hospizarbeit. Um diese Angebote zu unterstützen, stellt die Landesregierung Niedersachsens dem Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung erstmals 100.000 Euro für Fortbildungsangebote in der Trauerarbeit zur Verfügung.

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Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar

Auf die Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzender Erkrankung und ihren Familien aufmerksam machen - das ist das Ziel des „Tages der Kinderhospizarbeit“. Die diesjährige zentrale Veranstaltung fand unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Armin Laschet im Krönungssaal im Rathaus in Aachen statt. Mehr als 300 Gäste wurden von Moderatorin Anne Gesthuysen durch das Programm geführt.

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Auftakt zur Umsetzung der Charta in Brandenburg

Am 29.04.2019 organisiert die LAG Hospiz Brandenburg mit Unterstützung der Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland eine Auftakt-Veranstaltung in Potsdam zur Umsetzung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Brandenburg. Unter Beteiligung von Staatssekretär Stefan Zierke (BMFSFJ), Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, OB Potsdam Mike Schubert sowie verschiedener brandenburgischer Verbände soll her die Charta in einem offiziellen Akt unterzeichnet werden.

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DHPStiftungspreis vergeben

Das Ambulante Hospiz Hochwald und das St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil wurden in einer Feierstunde mit dem 3. Preis der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung (DHPStiftung) ausgezeichnet.

Presseinformation.

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Presseinformationen des DHPV

20.02.2019 - Keine staatlich gesicherte Suizidbeihilfe!
Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) spricht sich entschieden gegen die Erarbeitung eines Gesetzes aus, das schwer und unheilbar Erkrankten den Erwerb eines Betäubungsmittels für eine Selbsttötung ermöglicht („Rechtssicherheit für schwer und unheilbar Erkrankte in einer extremen Notlage schaffen“, Deutscher Bundestag, Drucksache 19/4834).

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08.02.2019 - Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit: Selbstbestimmtes Leben heißt auch selbstbestimmtes Wohnen
Zum Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit am 10. Februar fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) umfassende Teilhabe für schwerstkranke und sterbende Jugendliche und junge Erwachsene durch den Ausbau von geeigneten Wohnformen.

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Der DHPV in den Medien

Trierischer Volksfreund - 27.02.2019
Ehrenamtliche begleiten Schwerkranke // Der Stiftungspreis des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes geht in den Hochwald. (Link)

Altenheim - 22.02.2019
Kritik des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands / Betäubungsmittel für eine Selbsttötung erlaubt?
Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) hat sich in einer Pressemitteilung "entschieden gegen die Erarbeitung eines Gesetzes, das schwer und unheilbar Erkrankten den Erwerb eines Betäubungsmittels für eine Selbsttötung ermöglicht" ausgesprochen. (Link)

dpa/APOTHEKE ADHOC - 20.02.2019
Tötungsmittel vom BfArM: FDP fordert gesetzliche Klarstellung // Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) hält die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts für verfassungswidrig und spricht als Empfehlung aus, von der Erarbeitung eines entsprechenden Gesetzentwurfes abzusehen. (Link)

Deutschlandfunk Mikrokosmos Kulturreportage - 15.02.2019
Leben und Sterben im Hospiz // Wie will ich sterben? Mit dieser Frage will sich wohl kaum jemand auseinandersetzen. Aber zum Leben gehört das Sterben dazu – eine Weisheit, die vielleicht nirgends deutlicher wird als im Hospiz. Jakob Schmidt im Ricam Hospiz und im Gespräch mit Prof. Winfried Hardinghaus (ab Minute 29:30) (Link)

Deutsche Welle - 12.02.2019
Паллиативная помощь в Германии: от ухода на дому до хосписа
In Russland diskutiert man zurzeit Änderungen der Palliativgesetzgebung. Die Deutsche Welle berichtet aus diesem Anlass über die Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland. (Link)

6. Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die diesjährige Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit findet am 20. Mai 2019 in Berlin zum Schwerpunkt „Bildhaft kommunizieren“ statt. Es geht um sprachliche, technische und rechtliche Aspekte rund ums Bild. Unter der Rubrik „Best Practice“ sind alle Teilnehmer*innen eingeladen, ihre Projekte aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vorzustellen und ihre Erfahrungen mit den anderen Kolleg*innen zu teilen. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

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Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

Bundes-Hospiz-Anzeiger 1/2019
Der aktuelle Bundes-Hospiz-Anzeiger widmet sich dem Thema "Essen und Trinken". Beiträger*innen sind Dr. Herbert Kaiser (Essen und Trinken am Lebensende), Ruprecht Schmidt (Küchenleitung Hamburg Leuchtfeuer Hospiz, Essen heißt: „Ich lebe noch“), Gabriele Klünder (Mundpflege in der Palliativversorgung), Ulrich Wehr (Kochende Witwer) und Claudia Sütfeld (Pudding ist Seelsorge).

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Hospiz zeitschrift 4/2018 "Am Ende zählt der Mensch?"
Die Beiträge dieser hospiz zeitschrift spiegeln das notwendige Ringen um den Umgang mit den unlösbaren Spanungsfeldern der Hospiz- und Palliativarbeit wider. Sie spüren den Zutaten der Sorgekultur mit ihren strukturellen Voraussetzungen in Netzen und Organisationen nach, der Zeit, der Achtsamkeit, der Resonanzfähigkeit.

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Sonderheft der hospiz zeitschrift - Zwischenbilanz und Ausblick zum HPG und gesetzlichen Regelungen
Vor drei Jahren wurde im Deutschen Bundestag das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) in Deutschland beschlossen. HPG und die Koalitionsvereinbarung schreiben eine Entwicklung fort, die mit den ersten rein ehrenamtlichen Hospizdiensten in den 1980er Jahren zunächst ganz ohne gesetzlichen Rahmen ihren Anfang genommen hat. Seither zeigt sich, wie sehr sich Hospizidee und Gesetzgebung beeinflussen. Das endet nicht mit dem HPG und nicht in der jetzigen Legislaturperiode. Das vorliegende Heft will daher eine Zwischenbilanz ziehen und einen Ausblick wagen.

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4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Beteiligung des DHPV

8. Internationale Sylter Palliativtage
Fortbildung - Weiterbildung - Palliative Care - Palliativpflege - Palliativmedizin - Hospiz
23. bis 26. März 2019, Westerland Sylt
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End of life: Jewish Perspectives. Vom Umgang mit dem Älterwerden und dem Alter
28. bis 31. März 2019, München
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LEBEN UND TOD. Forum, Messe, Fachkongress
10. und 11. Mai 2019, Bremen
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16th World Congress of the EAPC
Global palliative care – shaping the future
23. bis 25. Mai 2019, Berlin
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Internationale Symposium „Das Ehrenamt in der Hospiz- und Palliativversorgung“
25. Mai 2019 in Berlin
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37. Deutsche Evangelische Kirchentag
19. bis 23. Juni 2019, Dortmund
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Deutsches Kinderhospizforum
8. und 9. November 2019
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5. Rechtliches

Rechtliches: Widerruf einer Patient*innenverfügung bei Demenz

Eine Patient*innenverfügung kann jederzeit formlos widerrufen werden (§ 1901a Abs. 1 S. 3 BGB). Betreuende Personen müssen demnach nicht nur prüfen, ob eine wirksame Patient*innenverfügung vorliegt und ob diese auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zutrifft, sondern sie müssen schauen, ob die Verfügung nicht formlos – also schriftlich, mündlich oder auch durch Gesten wie Kopfschütteln - widerrufen worden ist.

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