Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Logo

Nummer 119
31. Oktober 2018

  DHPV Aktuell
  Bundesweites Informationsmedium für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

der Welthospiztag am 13. Oktober war auch in diesem Jahr wieder Anlass für Kolleginnen und Kollegen im ganzen Land, von Eckernförde im Norden bis Grenzach-Wyhlen im Süden, aus A wie Ansbach und Z wie Zwiesel, um im direkten Gespräch mit interessierten Bürger*innen auf die Situation von schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen aufmerksam zu machen. Wir möchten allen danken, die mit Infoständen, Tagen der offenen Tür, Fortbildungs- und Fachveranstaltungen oder kulturellen Events über die Möglichkeiten hospizlicher Begleitung und palliativer Versorgung informiert haben. Und wir freuen uns über das große Presseecho zu diesem Tag und dem Motto „Weil du wichtig bist!“.

Der DHPV hatte im Oktober als Stimme der Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland Gelegenheit, sowohl beim ersten Treffen des Interfraktionellen Gesprächskreises Hospiz der aktuellen Legislaturperiode als auch bei der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages zum Entwurf des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes seine Empfehlungen einzubringen. Hier ist vor allem zu nennen, dass das Zulassungsverfahren auf der Basis einer Bundesrahmenvereinbarung im Wesentlichen den Vorschlägen des DHPV entspricht.

Der vor uns liegende November gilt allgemein als Trauermonat. Allerheiligen, Totensonntag, Volkstrauertag sowie Buß- und Bettag sind nicht nur Anlass für das Gedenken und die Trauer um liebe Verstorbene, er dient auch dazu, sich der eigenen Sterblichkeit bewusst zu werden und unseren Umgang mit den Lebenden zu hinterfragen. So ist der November auch der Monat, der immer wieder zeigt, dass der Tod zum Leben gehört.

Für den Vorstand

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus
Vorsitzender

Inhaltsübersicht

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

DHPV für Bundesrahmenvereinbarung zur SAPV
Treffen des Interfraktionellen Gesprächskreises Hospiz
Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Weltärztebund lehnt Tötung auf Verlangen weiter ab
Neues von der DHPStiftung

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Presseinformationen des DHPV
Der DHPV in den Medien
Welthospiztag 2018 – Rückschau
Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

4. Veranstaltungen

5. Rechtliches

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

DHPV für Bundesrahmenvereinbarung zur SAPV

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband war am 10.10.2018 als Vertreter der Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages zum Entwurf des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes geladen. Im Rahmen der Anhörung begrüßte der DHPV noch einmal ausdrücklich die Neuregelung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV, § 132d SGB V neu), die ein Zulassungsverfahren auf der Basis einer Bundesrahmenvereinbarung vorsieht und damit im Wesentlichen den Vorschlägen des DHPV entspricht. Der DHPV regte ein möglichst zeitnahes Inkrafttreten der Regelung an, um die derzeit bestehende Rechtsunsicherheit zu beenden und den flächendeckenden Ausbau der SAPV-Versorgung zeitnah voranzubringen. Außerdem forderte er, dass die Bundesrahmenvereinbarung zur SAPV – wie auch bei den ambulanten Hospizdiensten und stationären Hospizen – mindestens alle 4 Jahre überprüft werden sollte, um sie an aktuelle Versorgungs- und Kostenentwicklungen anzupassen.

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Treffen des Interfraktionellen Gesprächskreises Hospiz

Am 9. Oktober hat sich unter Beteiligung des DHPV der erste Interfraktionelle Gesprächskreis Hospiz und Palliativversorgung (IFG) dieser Legislaturperiode getroffen. Tagesordnungspunkte waren u.a. der Koalitionsvertrag (insbesondere Kostenübernahme für die Koordination von Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerken), der aktuelle Sachstand der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (Zulassungsverfahren auf der Grundlage einer Bundesrahmenvereinbarung), die Umsetzung des Hospiz- und Palliativgesetzes (Palliativdienste im Krankenhaus, Umsetzung des § 132g SGB V, Häusliche Krankenpflege-Richtlinie).

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Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

Sind Sie schon Umsetzungspartner? Für konkrete Arbeiten, Projekte und Initiativen, welche die Charta und ihre Handlungsempfehlungen umsetzen, vergibt die Koordinierungsstelle die Kennzeichnung (Branding) "Initiative zur Umsetzung der Charta und ihrer Handlungsempfehlungen".

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Die Koordinierungsstelle wird in der Zukunft Projekte, welche die Kennzeichnung (Branding) erhalten haben, über Facebook und über die Website der Koordinierungsstelle vorstellen. Folgen Sie der Facebook-Seite der Koordinierungsstelle, um mehr über die Initiativen der Charta zu erfahren, inspirierende Beispiele zu sammeln und als zukünftiger Umsetzungspartner mehr Präsenz für Ihre Arbeit und für Ihre Einrichtung in der Öffentlichkeit zu erzielen.  

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Weltärztebund lehnt Tötung auf Verlangen weiter ab

Die World Medical Association (WMA) hat ihr Nein zur Tötung auf Verlangen und zur Beihilfe zum Suizid bekräftigt. Bei der jüngsten General­versammlung in Island Anfang Oktober wurde ein Ansuchen der kanadischen und niederländischen Ärztekammern abgelehnt, wonach die WMA offiziell eine „neutrale Position“ gegenüber aktiver Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid einnehmen solle.

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DHPStiftungspreis – Hospizarbeit und allgemeine Palliativversorgung im Krankenhaus

Die DHPStiftung vergibt ihren Stiftungspreis in diesem Jahr an Projekte, die die Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen in Krankenhäusern sowie die Verwirklichung einer Hospizkultur und Palliativkompetenz dort zum Ziel haben. Diesem Gedanken folgend, richtet sich der DHPStiftungspreis 2018 an Palliativ-, Konsiliar-, Hospiz- und sog. Liaisondienste in Krankenhäusern selbst, aber auch an ambulante Hospizdienste und weitere kooperierende Projekte. Einsendeschluss ist der 15.11.2018.

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3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Presseinformationen des DHPV

10.10.2018 – Presseinfo zum Welthospiztag
Mehr Fachkräfte und mehr Ehrenamt für Pflege und Zuwendung am Lebensende

Am 13. Oktober war Welthospiztag. Unter dem Motto „Weil du wichtig bist!“ machte der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) auf die Lebenswirklichkeit von schwerstkranken und sterbenden Menschen aufmerksam. Für eine bessere Pflege und mehr Zuwendung sind in Zukunft sowohl mehr Pflegefachkräfte als auch mehr ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter notwendig.

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Der DHPV in den Medien

30.10.2018 Die WELT
Letzte-Hilfe-Kurse sollen auf Sterbebegleitung vorbereiten
Dortmund/Schleswig (dpa) - Mit flächendeckenden Schulungen zur Sterbebegleitung will der Palliativmediziner Georg Bollig mehr Menschen einen würdevollen Tod in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Gemeinsam mit weiteren Kollegen hat Bollig das Konzept der Letzten-Hilfe-Kurse entwickelt. In vierstündigen Seminaren sollen Interessierte «das kleine Einmaleins des Sterbens» lernen. (Link)

30.10.2018 inFranken.de
Palliativmedizin
Wie begleitet man einen Sterbenden? Letzte-Hilfe-Crashkurs bereitet Sterbebegleiter vor
Mund-zu-Mund-Beatmung, Druckverband: Grundwissen zur Ersten Hilfe haben die meisten. Doch wie man einen Sterbenden würdevoll begleiten kann, überfordert die meisten. Mit Letzte-Hilfe-Kursen will ein Palliativmediziner das ändern - möglichst flächendeckend. (Link)

30.10.2018 Westdeutsche Zeitung
Letzte-Hilfe-Kurse sollen auf Sterbebegleitung vorbereiten
NRW: Letzte-Hilfe-Kurse sollen auf Sterbebegleitung vorbereiten
Dortmund/Schleswig Mit flächendeckenden Schulungen zur Sterbebegleitung will der Palliativmediziner Georg Bollig mehr Menschen einen würdevollen Tod in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Gemeinsam mit weiteren Kollegen hat Bollig das Konzept der Letzten-Hilfe-Kurse entwickelt. (Link)

30.10.2018 SPIEGEL ONLINE
Beim Sterben begleiten - Die letzte Hilfe
In Würde zu Hause zu sterben - das wünschen sich die meisten Menschen. Die Angehörigen stehen dieser Aufgabe oft hilflos gegenüber. Letzte-Hilfe-Kurse sollen das ändern. (Link)

30.10.2018 sh:z
Palliativmedizin: Letzte Hilfe: Ein Kurs für Sterbebegleiter
„Ein solches Projekt kann dazu dienen, Berührungsängste abzubauen und uns helfen, das Thema Tod und Sterben verständlich zu machen“, sagt Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes. Zwar lasse sich in den letzten Jahren eine stärkere gesellschaftliche Beschäftigung mit den Themen Sterbebegleitung und Hospizwesen beobachten. „Es gibt aber immer noch Informationsdefizite“, sagt Hardinghaus. (Link)

14.10.2018 Leafly
Der Welthospiztag 2018 fand am 13. Oktober unter dem Motto „Weil du wichtig bist!“ statt. Heute schlägt der DHPV anlässlich des Deutschen Hospiztages eine Brücke zum internationalen Motto „Because I matter“ und stellt die gelebte Erfahrung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in das Zentrum des Welthospiztages 2018. (Link)

13.10.2018 Ärzte Zeitung online
Stärkung der Altenpflege hilft Sterbenden
BERLIN. Die Qualität der Hospizversorgung steht und fällt mit der Bezahlung in der Altenpflege. Darauf hat der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) zum Welthospiztag hingewiesen. "Gegen den Fachkräftemangel hilft nur ein gesellschaftlicher Wandel hin zur Wertschätzung des helfenden Berufes, und das heißt auch ein besseres Entgelt und bessere Arbeitsbedingungen", sagte der DHPV-Vorsitzende Professor Winfried Hardinghaus. (Link)

11.10.2018 Altenpflege online
"Weil du wichtig bist!": Samstag ist Welthospiztag
Am kommenden Samstag, den 13. Oktober, wird der Welthospiztag begangen. Vor diesem Hintergrund fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) unter dem Motto "Weil du wichtig bist!" mehr Pflegefachkräfte und mehr ehrenamtliche Hospizbegleiter für die Pflege und Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. (Link)

Welthospiztag 2018 – Rückschau

Zum Welthospiztag 2018 haben überall in Deutschland zahlreiche Veranstaltungen stattgefunden. Auch in der Presse haben der Tag, der über die Hospiz- und Palliativarbeit informieren will, sowie das diesjährige Motto „Weil du wichtig bist!“ eine große Resonanz gefunden. Hier finden Sie eine Auswahl der Berichterstattung.

Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

Sonderheft der hospiz zeitschrift - Zwischenbilanz und Ausblick zum HPG und gesetzlichen Regelungen

Vor drei Jahren wurde im Deutschen Bundestag das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) in Deutschland beschlossen. HPG und die Koalitionsvereinbarung schreiben eine Entwicklung fort, die mit den ersten rein ehrenamtlichen Hospizdiensten in den 1980er Jahren zunächst ganz ohne gesetzlichen Rahmen ihren Anfang genommen hat. Seither zeigt sich, wie sehr sich Hospizidee und Gesetzgebung beeinflussen. Das endet nicht mit dem HPG und nicht in der jetzigen Legislaturperiode. Das vorliegende Heft will daher eine Zwischenbilanz ziehen und einen Ausblick wagen.

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Bundes-Hospiz-Anzeiger "Fort- und Weiterbildung" erschienen

Der aktuelle Bundes-Hospiz-Anzeiger (5/2018) widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema "Fort- und Weiterbildung". Die Beiträge fragen nach der Entwicklung der Weiterbildung im hospizlich-palliativen Bereich (Kern, von Schmude), stellen ein Projekt zur Sicherung der Nachhaltigkeit in der Weiterbildung in stationären Pflegeeinrichtungen vor (Schönhofer-Nellessen), zeigen, wie man durch Bildung in der Kinder- und Jugendhospizarbeit für das Leben stärken (Wirtz) und berichten über das Curriculum „Aufbaukurs für Ehrenamtliche in der Behindertenhilfe (Meyer, Hecke, Münch).

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Hospiz zeitschrift 3/2018 "Wie wir sterben wollen"

Die aktuelle hospiz zeitschrift beleuchtet verschiedene Aspekte, die zu einem "guten" Sterben beitragen können, von der Symptomlinderung über die Orientierung an der jeweils individuellen Lebensqualität bis hin zur rechtzeitigen Auseinandersetzung mit den eigenen Vorstellungen zum Lebensende.

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4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Beteiligung des DHPV

47. Workshop Medizinethik: Wie lange habe ich noch? Zum Umgang mit Fragen nach verbleibender Lebenszeit
3. November 2018, Evangelische Akademie zu Berlin, Französische Friedrichstadtkirche, 10:00-15:00 Uhr
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8. Internationale Sylter Palliativtage
Fortbildung - Weiterbildung - Palliative Care - Palliativpflege - Palliativmedizin - Hospiz
23. bis 26. März 2019, Westerland Sylt
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LEBEN UND TOD. Forum, Messe, Fachkongress
10. und 11. Mai 2019, Bremen
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16th World Congress of the EAPC
Global palliative care – shaping the future
23. bis 25. Mai 2019, Berlin
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37. Deutsche Evangelische Kirchentag
19. bis 23. Juni 2019, Dortmund
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Deutsches Kinderhospizforum
November 2019
Informationen folgen.

5. Rechtliches

Rechtliches: Entschädigung wegen Diskriminierung bei kirchlichem Arbeitgeber

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) sprach einer konfessionslosen Bewerberin eine Entschädigung i.H.v. ca. 4.000,00 EUR zu, da sie von einem Werk der Evangelischen Kirche bei einer Bewerbung mangels Religionszugehörigkeit abgelehnt wurde (Urteil vom 25.10.2018, Az.: 8 AZR 501/14; noch nicht veröffentlicht). Das Urteil des BAG ist als eine Umsetzung der Entscheidung des EuGH vom 11.09.2018 (C-68) zu sehen. Der EuGH hatte dort entschieden, dass die Kündigung eines katholischen Chefarztes durch ein katholisches Krankenhaus wegen erneuter Eheschließung nach der Scheidung eine verbotene Diskriminierung aufgrund der Religion darstellen kann.

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