Details zur Veranstaltung
Die Veranstaltung vermittelt einen kompakten und praxisnahen Einblick in Trauer im Kontext neurodivergenter Lebensrealitäten. Im Fokus steht das Verständnis dafür, wie Trauer bei Menschen mit Autismus und/oder ADHS oft anders verarbeitet, erlebt und ausgedrückt wird, als wir das vielleicht gewohnt sind oder es gelernt haben und dass diese Unterschiede weder falsch noch defizitär sind, sondern individuelle Formen der Bewältigung darstellen.
Ziel ist es dabei, Missverständnisse und Missinterpretationen auf allen Seiten zu verringern, um emotionale Verletzungen und deren Folgen vermeidbar zu machen.
Die Teilnehmenden erhalten eine verständliche Orientierung zu typischen Besonderheiten in Wahrnehmung, Emotionsregulation und Verhalten. Dabei geht es weniger um Theorie als um ein grundlegendes Einordnen und Wiedererkennen eigener oder fremder Reaktionen. Ziel ist es, als begleitende oder auch als betroffene Person Sicherheit zu gewinnen im Umgang mit Trauer, die nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entspricht.
Ergänzend zu den fachlichen Impulsen gibt es einfache Übungen, die zur Selbstwahrnehmung Stabilisierung und Reflexion anregen. Darüber hinaus werden konkrete praktische Handlungsoptionen vorgestellt, die im Alltag, im familiären Umfeld oder im professionellen Kontext unterstützen und Sicherheit schaffen können. Diese sollen helfen, Menschen mit ADHS und/oder Autismus passend zu begleiten und Missverständnisse zu vermeiden.
Die Veranstaltung richtet sich an Fachpersonen, Angehörige, Betroffene und Interessierte und bietet Raum für Lernen, Entlastung und neue Perspektiven. Die Teilnehmenden können erwarten, nach diesem Workshop Trauer in neurodivergenten Zusammenhängen besser zu verstehen und handlungsfähiger damit umzugehen.
Uhrzeit: 9:00 - 16:45 Uhr