Details zur Veranstaltung
Der Wunsch, angesichts subjektiv als unerträglich empfundenen Leids zu sterben, wird von Patient*innen auch in der Palliativversorgung und hospizlichen Begleitung geäußert. Ein solcher Todeswunsch stellt für alle in der Versorgung Tätigen eine Herausforderung dar. Unsicherheit, Sprach- und Hilflosigkeit sind meist erste Reaktionen.
Ziel des Kurses ist es, Sicherheit im Umgang mit Todeswünschen zu vermitteln. Die Teilnehmer*innen lernen mögliche Auslöser, Hintergründe und Funktionen von Todeswünschen zu unterscheiden sowie Todeswunsch und akute Suizidalität zu differenzieren. Ein wichtiger Bestandteil sind aktuelle Forschungsergebnisse sowie rechtliche Fragestellungen insbesondere hinsichtlich der beruflichen Sorgfaltspflichten. Im Mittelpunkt des Kurses steht ein moderiertes Kommunikationstraining. Die Teilnehmer reflektieren dabei neben der Reaktion des Patienten auch die eigene Haltung und hilfreiche Strategien zum Selbstschutz.
Inhalte:
- Wie erkenne ich Sterbewünsche?
- Wie kann ich auf Sterbewünsche reagieren?
- Was können Ziele eines Gesprächs über Sterbewünsche sein?
- Welche Hintergründe, Bedeutungen und Funktionen können Sterbewünsche haben?
- Wie verhalten sich Sterbewunsch und Lebenswille zueinander?
- Welche Handlungsoptionen zum Umgang mit Todeswünschen gibt es?