Details zur Veranstaltung
Menschen äußern auch in palliativer Begleitung den Wunsch, ihr Leben (und Leiden) möge durch einen schnell herbeigeführten Tod zu einem vorzeitigen Ende kommen. Sie sprechen vielleicht von Nicht-mehr-Können und Nicht-mehr-Weiterleben-Wollen oder bitten um ein Medikament oder eine „Spritze“, damit es endlich vorbei sei…!
Solche Äußerungen sind für Behandelnde irritierend und lösen Verunsicherung aus.
Die S 3-Leitlinie „Palliativmedizin bei Menschen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ widmet sich dem Phänomen der Todeswünsche ausführlich. Der patient:innenzentrierten und ergebnisoffenen Kommunikation mit den Patienten:innen kommt dabei eine zentrale Funktion zu. Gekonnte Kommunikation über ein schwieriges Thema braucht umfangreiches theoretisches Wissen und vor allem Training.
In der zweitägigen Schulung wird aktuelles Wissen zu relevanten Begrifflichkeiten, Ursachen und Formen von Todeswünschen, Suizidalität, Suizidprävention, psychologischen Unterstützungsmöglichkeiten sowie zur Dynamik in Teams und Familien vermittelt. Umfangreiche Unterrichtsmaterialien werden zur Verfügung gestellt. Die Kompetenz, einfühlsam und klar mit Betroffenen zu geäußerten Todeswünschen zu kommunizieren und persönlich und im Team damit achtsam umzugehen, wird in simulierten Gesprächssituationen mit Schauspieler:innen eingeübt. Die Teilnehmenden bekommen Feedback und Hilfestellung und wachsen so in eine größere Sicherheit im Umgang mit diesen komplexen Phänomenen hinein. Die Schulung soll Mitarbeitende in der spezialisierten Palliativversorgung (u. a. auf Palliativstationen, in der SAPV, stationären Hospizen oder Palliativdiensten in Krankenhäusern) befähigen, ihr Wissen an Kollegen:innen weiterzugeben und vor Ort entsprechende Schulungen zu gestalten.