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Lange Zeit wurde der Zugang zur Hospiz- und Palliativversorgung vor allem für Patient:innen mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen ermöglicht, während Patient:innen mit anderen Erkrankungen oft nicht diesen Zugang fanden. „Das ist doch gar kein Palliativpatient“ kann man auch heute noch hören, wenn ein solcher Patient mit chronischer Erkrankung in der spezialisierten Palliativversorgung angemeldet wird.
Andererseits sind für die Hospiz- und Palliativversorgung von chronischen lebenslimitierenden Erkrankungen nicht alle Erfahrungen aus der Versorgung von Tumorerkrankungen zu übertragen. Lukas Radbruch berichtet über die unterschiedlichen Schwerpunkte in der Versorgung von neurologischen Erkrankungen, Lungenerkrankungen und Herzinsuffizienz.
Bei anderen Erkrankungen ist der Stellenwert der Hospiz- und Palliativversorgung noch unklar, zum Beispiel bei Menschen mit Demenz oder in letzter Zeit bei schweren Post-Covid-Fällen. Die Herausforderungen aus den Grenzbereichen erweitern das Spektrum der Hospiz- und Palliativversorgung, erfordern aber auch neue Versorgungskonzepte.