Details zur Veranstaltung
Mit-Betroffen, Mit-Begleiten – Sorgende Angehörige im Fokus professioneller Versorgung
Im Verlauf einer schweren oder lebensverkürzenden Erkrankung übernehmen Angehörige viele Rollen gleichzeitig: Sie begleiten, pflegen, organisieren, übersetzen, entscheiden mit und vermitteln – und versuchen zugleich, mit der eigenen Angst, Unsicherheit und Trauer umzugehen.
Fachkräfte erleben Angehörige als Wissens- und Verantwortungsträger, als Unterstützer und Vermittler. Manchmal aber auch als fordernd, kontrollierend, gereizt, überinformiert oder schwer erreichbar.
Hinter diesen Verhaltensweisen stehen häufig Bedürfnisse und Emotionen, die im Versorgungsalltag wenig Raum haben: Sorge, Hilflosigkeit, Schuld, Scham, Wut, Überforderung, Hoffnung, Kontrollverlust – und eine Trauer, die oftmals lange vor dem Tod beginnt.
Der Fachtag lädt dazu ein, die Perspektive zu wechseln:
Was erleben Angehörige? Was brauchen sie? Wie können ihnen die verschiedenen Professionen im palliativ-hospizlichen Setting begegnen, ohne die erkrankte oder sterbende Person aus dem Mittelpunkt zu verlieren? Und wie geht es den professionell und ehrenamtlich Begleitenden selbst in diesen Situationen?
Fachliche Impulse und der interprofessionelle Austausch geben den Teilnehmenden Anregungen für ihre tägliche Praxis und die weitere Arbeit mit Angehörigen.
Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aller Berufsgruppen, die ambulant oder stationär schwer oder lebensverkürzend erkrankte Menschen und ihre Angehörigen begleiten und versorgen, sowie an ehrenamtlich Begleitende.