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Tagung „Sterben nach Plan?“ zu § 132g SGB V / Gesundheitliche Versorgungsplanung

17.04.2019 - 11:00

Am 28. Juni 2019 lädt der DHPV zusammen mit seinem wissenschaftlichen Beirat zur Tagung „Sterben nach Plan?“ nach Berlin ein, um mit Blick auf § 132g SGB V das Spannungsfeld zwischen der Planbarkeit des Sterbens und dem Umgang mit existenziellen Unsicherheiten zu beleuchten.

Zum Hintergrund: Der § 132g wurde durch das Hospiz- und Palliativgesetz (2015) neu in das Sozialgesetzbuch V aufgenommen. Danach können zugelassene Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen den Versicherten in den Einrichtungen eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anbieten. Versicherte sollen über die medizinisch-pflegerische Versorgung und Betreuung in der letzten Lebensphase beraten werden und ihnen sollen Hilfen und Angebote der Sterbebegleitung aufgezeigt werden.

Im Juni 2017 hatte der DHPV zu einem ersten Entwurf zur „Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V über die Inhalte und Anforderungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase“ – vorgelegt vom GKV Spitzenverband – Stellung genommen und dort Änderungs- und Ergänzungsbedarfe formuliert (LINK zur Stellungnahme).

Am 01.01.2018 trat die „Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V über Inhalte und Anforderungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase“ in Kraft (LINK zur Vereinbarung).

Im November 2018 fand in Kooperation von DHPV und seinem wissenschaftlichen Beirat ein internes Fachgespräch zum Thema Advance Care Planning / Gesundheitliche Versorgungsplanung gem. § 132 g SGB V statt, bei dem Prof. Dr. Thomas Klie einen ersten Entwurf für ein Moratorium zu ACP / GVP zur Diskussion stellte.

Die Tagung am 28.06.2019 will die Debatte verbreitern und aus hospizlicher Sicht qualifizieren. Dabei geht es um internationale Perspektiven, um das Spannungsfeld von Sicherheitserwartungen und Vorsorgeaspekten sowie um die gemeinsame Diskussion, wie die weitere Umsetzung des § 132g Abs. 3 SGB V aus hospizlicher Perspektive gestaltet werden sollte.

Die Teilnahmegebühr beträgt 90,00 Euro. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Programm und Anmeldung (Stand 02.05.2019).  

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