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DHPV gegen staatlich gesicherte Suizidbeihilfe

21.02.2019 - 09:00

Der DHPV hat sich entschieden gegen die Erarbeitung eines Gesetzes ausgesprochen, das schwer und unheilbar Erkrankten den Erwerb eines Betäubungsmittels für eine Selbsttötung ermöglicht. Ein solcher Gesetzentwurf, der die Abgabe eines entsprechenden Medikaments durch eine Bundesoberbehörde wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorsieht, läuft allen Bemühungen des Gesetzgebers zuwider, die hospizliche und palliativmedizinische Versorgung am Lebensende zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Vielmehr birgt ein solches Gesetz die Gefahr, dass sich schwerkranke Menschen genötigt fühlen, statt menschlicher Zuwendung und medizinischer Versorgung Angebote zur assistierten Selbsttötung in Anspruch zu nehmen. In seiner Stellungnahme macht der DHPV deutlich, dass er für eine etwaig notwendige sachverständige Beurteilung im Rahmen eines solchen Bescheidungsverfahrens nicht zur Verfügung stünde. Am Lebensende bedürfe es nicht eines erleichterten, staatlich unterstützten Erwerbs einer tödlich wirkenden Substanz, sondern einer gesamtgesellschaftlichen Umsorgung unter engmaschigem und letztverlässlichem Einbezug der Hospizarbeit und Palliativversorgung.

Presseinfo.

Stellungnahme.

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