Der Wissenschaftliche Beirat
Der Wissenschaftliche Beirat des DHPV dient der Vernetzung von Theorie und Praxis, von Wissenschaft und Forschung mit den Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung, die in den sechzehn Landesarbeitsgemeinschaften organisiert sind.
Die Berufung in den wissenschaftlichen Beirat geschieht durch den Vorstand des Deutschen DHPV. Dem Beirat gehören derzeit folgende Professorinnen und Professoren an:
Prof. Dr. Rochus Allert (Vorsitzender)
Professur für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Krankenhausmanagement im Fachbereich Gesundheitswesen der Katholischen Hochschule NRW in Köln; langjährige Erfahrung in der Geschäftsführung von Krankenhäusern, Altenheimen, Sozialstation und Hospiz sowie in der Bildungsarbeit; Schwerpunktsetzung auf Praxisinnovationen, Bundes- und Landesmodellprojekte im Gesundheitswesen (Erstes Hospizbundesmodellprojekt, Palliativeinheiten, geriatrische Rehabilitation, Seniorenbetreuung); von den ersten Anfängen der Hospizbewegung mit der Sicherung der Hospizfinanzierung über den Bundesgesetzgeber befaßt; Forschung zu den Erfolgsfaktoren der Hospizarbeit, zu Kosten und Finanzierung und zur Hospizgesamtkonzeption sowie zur Verankerung im System der sozialen Sicherung der Bundesrepublik Deutschland.
Weiterführende Informationen: http://www.katho-nrw.de
Prof. Dr. Michael Ewers MPH
Pflege- und Gesundheitswissenschaftler und seit 2009 Universitätsprofessor für Gesundheitswissenschaften und ihre Didaktik an der Charité - Universitätsmedizin Berlin, zuvor Professor für Gesundheitswissenschaften an der Hochschule München und langjähriger Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld sowie am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.
Arbeitsschwerpunkte: Pflege- und Versorgungsforschung zu Fragen der Bewältigung chronischer Krankheit, insbesondere in deren Spätphasen, zur häuslichen Pflege und Versorgung Schwerkranker (z.B. "High-Tech Home Care", "End-of-Life Care") zur Steuerungsfragen der Gesundheitsversorgung (Case Management/Care Management, Pathway Management) sowie die gesundheitswissenschaftliche Bildungsforschung zu Fragen der Akademisierung und Qualifizierung der Gesundheitsberufe - insbesondere der Pflege - und zu edukativen Aufgaben der Gesundheitsberufe (Information, Beratung und Anleitung von Patienten/Angehörigen).
Der Zugang zur Hospiz- und Palliativarbeit erfolgte bereits Ende der 1980er-Jahre über das Engagement zum Thema HIV/Aids. Die in diesem Bereich traditionell starke partnerschaftliche Einbindung der Patientenselbsthilfe in die Gestaltung der Gesundheitsversorgung ist mir bis heute ein wichtiges Anliegen.
Weiterführende Informationen: http://www.ewers-ecc.de und http://medpfleg-paed-wiss.charite.de.
Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer
geb. 1939, Studium der Theologie in Hamburg, Heidelberg und Edinburgh, lutherischer Pfarrer in Hamburg. 1975 Professur für Soziologie an der Universität in Gießen. Themenschwerpunkte sind die Soziologie der Entwicklungsländer, Alter und Gesellschaft, Menschen mit Demenz und Gesellschaft, die Integration moderner Gesellschaften, sowie Modernisierungsprozesse religiöser und sozialer Institutionen.
Weitere Tätigkeiten sind unter anderem Mitleiter des Graduiertenkollegs Palliative Care am IFF Wien, Mitglied der Arbeitsgruppe Sterbebegleitung im hessischen Sozialministerium sowie Vorstandsvorsitzender der Aktion Demenz e.V. "Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz". Darüber hinaus Autor und Herausgeber von zahlreichen Büchern, darunter „Ist Altern eine Krankheit? Wie wir die gesellschaftlichen Herausforderungen der Demenz bewältigen“ (zusammen mit Rüdiger Dammann, 2009) und „Sterben in Deutschland. Wie wir dem Tod wieder einen Platz in unserem Leben einräumen können“ (2008).
Weiterführende Informationen: http://www.reimergronemeyer.de
Univ. Prof. Mag. Dr. Andreas Heller M.A.
Lehrstuhinhaber für Palliative Care und OrganisationsEthik an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF Wien) der Universität Klagenfurt, Graz, Wien, Leiter des Internationalen Universitätslehrganges Palliative Care/MAS und des interdisziplinären DoktorandInnen- und Wissenschaftskollegs. Darüber hinaus Internationale Gutachtertätigkeit und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart. Als geschäftsführender Herausgeber verantwortlich für die Zeitschrift Praxis Palliative Care und als Hauptherausgeber für die Buchreihe Palliative Care und Organisationsethik, Lambertus Verlag Freiburg (1999 ff. 21 Bde).
Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Konzept von Palliative Care und Hospizarbeit, Integration von Palliative Care in unterschiedlichen Versorgungssettings, Paliative Care und Hospizarbeit als zivilgesellschaftliche Sorgekultur, Prozesse ethischer Entscheidungsfindung in und zwischen Organisationen (Organisationsethik).
Weiterführende Informationen auf der Website der Universität Klagenfurt.
Prof. Dr. Gerhard Höver
Studium der Katholischen Theologie, Lateinischen Philologie und der Sozialwissenschaften in Bonn, Promotion 1981, Habilitation 1986. Von 1988 bis 1989 Professor für Moraltheologie an der Universität des Saarlandes; seit 1989 Professor für Moraltheologie an der Universität Bonn. Von 1998 bis 2000 Dekan der Kath.-Theologischen Fakultät, 2000-2004 Prodekan, 2009-2010 Dekan.
Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Handlungstheorie und Ethik, transzendentale Logik und Kategorien der Freiheit, Menschenwürde und Menschenrechte, Ethik des Lebens
Derzeitige Projekte im Bereich vom Hospiz und Palliativmedizin:
- Sterbebegleitung – Vertrauenssache! Eine selbstkritische Standortbestimmung aus der Sicht von Palliativmedizin und Hospizarbeit
- On pain and ethics (zus. mit Prof. Dr. J. Giordano, Washington D. C.)
Weiterführende Informationen: http://www.ktf.uni-bonn.de/Einrichtungen/moraltheologisches-seminar
Prof. Dr. jur. Thomas Klie
Studium der Evangelischen Theologie, Soziologie und Rechtswissenschaft, seit 1988 Professor für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg, Forschungsschwerpunkte sínd Soziale Gerontologie und Pflege, Zivilgesellschaft, Rechtssachenforschung; rechtswissenschaftliche Schwerpunkte sind Sozialrecht (Herausgabe des Lehr- und Praxiskommentars zum SGB XI; Mitkommentator SGB XII), Betreuungsrecht (Herausgabe des Heidelberger Kommentars zum Betreuungs- und Unterbringungsrecht), Pflegerecht, Heimrecht (Mitkommentator des Heimgesetzes).
Unter anderem Leiter des Zentrums für Zivilgesellschaftliche Entwicklung (ZZE) an der EH; Mitglied des Wissenschaftskollegs Palliative Care und Organisationsethik und Gastprofessur an der Universität Klagenfurt IFF, der FH Bern und der UNAM in Windhoek; Leiter des Steinbeis Transferzentrums Geros an der EH; Leiter des AGP (Alter. Gesellschaft. Partizipation – Institut für angewandte Sozialforschung im FIVE e.V.) an der EH; Verantwortlicher für die Kontaktstudiengänge im IFW der EH: Palliative Care, Case Management, Berufsbetreuung; zudem KDA-Kurator (Kuratorium Deutsche Altershilfe), Wissenschaftlicher Beirat beim DZA (Deutsches Zentrum für Altersfragen) von 1999-2009, Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Alzheimergesellschaft.
Schriftführer der Zeitschriften Betreuungsmanagement und Case Management und Mitherausgeber der Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Weiterführende Informationen: http://www.agp-freiburg.de
Dr. med. Klaus Maria Perrar
Facharzt für Psychiatrie mit Zusatzbezeichung Psychotherapie sowie Palliativmedizin. Breite klinische Erfahrung in der Behandlung von Menschen mit Demenz. Zunächst Forschungstätigkeit im Bereich der Krankenpflegetätigkeit in der Psychiatrie (Arbeitsgruppe Arbeit und Gesundheit des Instituts für Medizinische Statistik und Dokumentation an der RWTH Aachen; Direktor: Univ.-Prof. Dr. R. Repges), ab 1990 hauptsächlich in der gerontopsychiatrischen Abteilung der LVR-Klinik Düren, von 2001 bis 2009 leitender Oberarzt. Anfang 2010 Oberarzt am Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Raymond Voltz).
Weiere Tätigkeiten sind Vorsitzender des Alzheimer-Gesellschaft Kreis Düren und Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften (DGGPP, DGP, DGGG, DED) sowie Lehrbeauftragter der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie. Hauptautor des Lehrbuches: Gerontopsychiatrie für Pflegeberufe und Mitautor des Curriculum: Mit-Gefühlt des DHPV. Darüber hinaus Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Zeitschrift: Pflegen: Palliativ. Forschungs- und Lehrschwerpunkt: Demenz und Palliativmedizin.
Weiterführende Informationen: http://www.palliativzentrum-koeln.de
Prof. Dr. Lukas Radbruch
Klinik für Palliativmedizin, Universitätsklinikum Bonn
1985 Medizinstudium in Bonn, Facharztausbildung Anästhesiologie. Bis 2003 am Universitätsklinikum Köln, dort von 1995 bis 2003 Leitung der Schmerzambulanz der Klinik für Anästhesiologie. Im Februar 2003 Übernahme des neu eingereichten Lehrstuhls für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Aachen. Im Juli 2010 Wechel auf den Lehrstuhl für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Bonn. Damit verbunden die Leitung der Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Bonn und die Leitung des Zentrums für Palliativmedizin des Malteser Krankenhauses Bonn / Rhein-Sieg. Seit 2007 Präsident der European Association for Palliative Care (EAPC).
Forschungsschwerpunkte sind die Schmerztherapie und Symptomkontrolle. Neuere Publikationen liegen auch zu ethischen Fragestellungen vor (Erwartungen und Motivationen von Patienten mit Sterbewunsch) sowie zur Bedarfsermittlung (Weißbuch der EAPC zu Standards und Normen der Palliativversorgung).
Weiterführende Informationen: http://www.malteser.de
Prof. Dr. Werner Schneider
geb. 1960, Dr. phil., Dipl.-Soz., bis 1988 Studium der Soziologie, Psychologie und Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 1993 Promotion zum Thema "Streitende Liebe - Zur Soziologie familialer Konflikte" und 1999 Habilitation in 'Soziologie' zum Thema "»So tot wie nötig - so lebendig wie möglich!« Sterben und Tod in der fortgeschrittenen Moderne. Eine Diskursanalyse der öffentlichen Diskussion um den Hirntod in Deutschland"; seit 2003 Professor für Soziologie unter Berücksichtigung der Sozialkunde an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg.
Die Arbeitsgebiete umfassen: Familiensoziologie, Soziologie der Lebensphasen und privaten Lebensformen (insbes. Kindheit/Jugend), Wissenssoziologie, Kultursoziologie und Medizin-/Gesundheitssoziologie, dabei vor allem Medizintechnik und Körper sowie Sterben, Tod und sozialer Wandel, Diskursforschung: Diskurstheorie/ analyse und qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung; Forschungsarbeiten u.a. zur ambulanten Hospizarbeit und zur SAPV-Praxis sowie zum gesellschaftlichen Umgang mit Sterben und Tod.
Weiterführende Informationen: http://www.philso.uni-augsburg.de
Prof. Dr. Karin Wilkening
Promovierte Diplompsychologin (Uni Tübingen/ Uni Frankfurt) seit 1994 mit einer Professur (Sozialgerontologie) an der Fakultät Soziale Arbeit der Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel (FH Braunschweig/ Wolfenbüttel). Seit 1997 Lehrbeauftragte für Praxisfelder der Gerontopsychologie an der Universität Zürich, externes Mitglied des dortigen Zentrums für Gerontologie (ZfG) und seit 2009 des Arbeitskreises Religionsgerontologie sowie seit 2008 der Transdisziplinären Arbeitsgruppe Spiritualität und Krankheit (TASK).
Nach der Geburt dreier Kinder und dem Tod des ältesten Sohnes 1981 zunächst ehren- und hauptamtliche Beratung und Begleitung von Menschen in Lebenskrisen (Trauernde/ pflegende Angehörige); 1990-94 Aufbau einer gerontopsychiatrischen Fachbegleitung für Sozialstationen beim Caritasverband Hannover; Gründungsmitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sowie der LAG Hospiz Niedersachsen; Publikationen zu Grenzerfahrungen und Versorgungsfragen am Lebensende (insbesondere Sterben & Demenz in Altenpflegeeinrichtungen), sowie Sozialethik und Spiritualität/Religiosität im Alter.
Weiterführende Informationen: http://www.ostfalia.de