Stellungnahme des DHPV zur Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz am 23.09.2015 zu den Anträgen bzw. Gesetzentwürfen zur Regelung der Sterbehilfe

22.09.2015 - 08:00

Anlässlich der Anhörung im Deutschen Bundestag zum Thema "Sterbebegleitung" hat der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) seine Position in einer Stellungnahme erläutert und hat diese den Mitgliedern des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestags zur Verfügung gestellt. Besonderer Fokus liegt auf der rechtlichen Einordnung der verschiedenen Anträge, von denen der DHPV den Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung der Gruppe um die Abgeordneten Michael Brand und Kerstin Griese ausdrücklich begrüßt.

Der DHPV lehnt alle Formen der gewerblichen und organisierten Beihilfe zum Suizid ab. Eine Normalisierung der Beihilfe zum Suizid würde den Druck auf kranke und alte Menschen erhöhen, anderen nicht zur Last fallen zu wollen und kann in einer solidarischen Gesellschaft nicht gewollt sein. Der assistierte Suizid wird vor diesem Hintergrund auch nicht als eine ärztliche Aufgabe angesehen. Eine Kriminalisierung der Angehörigen, die in einer ihnen ausweglos erscheinenden Situation Beihilfe zum Suizid leisten, wird vom DHPV jedoch nicht gefordert. Der DHPV befürwortet darüber hinaus ein Verbot der Werbung für alle Formen der Beihilfe zum Suizid.

Zur Stellungnahme.

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