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Hafner Dietzen Kinderstiftung

Ernst Hafner

 

"Obwohl meine Frau und ich keine Kinder hatten,
lagen uns Kinder sehr am Herzen.
Schon lange vor ihrem krankheitsbedingten Tod waren wir uns einig,
dass ich später eine Stiftung für bedürftige Kinder gründen würde.
Auch meine Schwester Gisela Dietzen unterstützte meinen Stiftungswunsch mit wertvollen Ideen.
Als meine Schwester im Dezember 2008 nach schwerer Krankheit starb,
rief ich die Hafner Dietzen Kinderstiftung ins Leben."

Ernst Hafner, Stifter

 

Schon früh engagierten sich Ernst Hafner und seine Frau für bedürftige Kinder. Aus den persönlichen Erfahrungen des Stifters mit Krankheit und Tod wuchs der Wunsch, eine eigene Stiftung zu gründen, um dauerhaft die Arbeit eines Kinderhospiz zu unterstützen. Die Hafner Dietzen Kinderstiftung engagiert sich heute u.a. für das Kinderhospiz St. Nikolaus im Allgäu, eine Anlauf- und Erholungsstätte für Familien mit unheilbar erkrankten Kindern und Jugendlichen. Hier wird die gesamte Familie im Leben, im Sterben und über den Tod des Kindes hinaus begleitet. Die Betreuung der kranken Kinder bringt die Eltern oft an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit. Viele dieser Krankheiten erstrecken sich über einen sehr langen Zeitraum. Das Kinderhospiz in Bad Grönenbach wird für diese Familien zu einem Ort, an dem sie wieder Kraft tanken können.

Im Kinderhospiz St. Nikolaus steht die respektvolle Unterstützung und liebevolle Begleitung des erkrankten Kindes im Mittelpunkt ebenso wie die seiner gesunden Geschwister und der Eltern. Ein interdisziplinäres Team betreut die kranken Kinder in enger Absprache mit den Eltern. Es begleitet auch die Familien in dieser schwierigen letzten Lebensphase und hilft ihnen dabei den schmerzhaften Verlust zu verarbeiten. Alltägliche Verpflichtungen gibt es hier nicht. Eltern und Geschwister dürfen sich ganz dem sterbenden Kind und ihrer Trauer über den Verlust widmen. Die Stiftung trägt mit ihren Fördermitteln dazu bei, die Familienaufenthalte zu ermöglichen. Denn die Kassen in Deutschland decken die Kosten nur unvollständig ab.

Mit seiner Stiftung will Ernst Hafner in unserer Gesellschaft auch eine bewusstere Haltung zu Sterben und Tod sowie einen menschlichen Umgang mit Leiden und Trauer erreichen.

Die Hafner Dietzen Kinderstiftung wurde zunächst mit einem Grundstockvermögen in Höhe von 60.000 Euro ausgestattet. Daraus und aus zusätzlichen Spenden des Stifters ergab sich allein im letzten Jahr eine Fördersumme für St. Nikolaus von über 5.000 Euro. „Auch über meinen Tod hinaus möchte ich dazu beitragen, dass diese segensreiche Einrichtung betroffenen Familien helfen kann. Daher wird mein gesamtes Vermögen per Testament in die Stiftung eingebracht.", so Herr Hafner.

Zitat einer Mutter:
"Man wird aufgefangen im Kinderhospiz St. Nikolaus und dort abgeholt, wo man gerade steht. St. Nikolaus ist nicht nur gut für das erkrankte Kind, sondern gut für die ganze Familie. Besonders als Mutter auch mal umsorgt zu werden, nicht selber versorgen zu müssen, gibt einem die Möglichkeit loszulassen, sich selber auch mal fallen zu lassen."
Frau K., Mutter von Emma

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