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Sibylle Ramm-Gottschalk Stiftung

Sybille Ramm-Gottschalk

 

„Ich hatte eine Form des Engagements für Kranke gefunden,
die mir zusagte." 

Sibylle Ramm-Gottschalk

 

Sibylle Ramm-Gottschalk musste die leidvolle Erfahrung machen, dass ihr Ehemann, "klug und beruflich sehr erfolgreich" an Morbus Alzheimer erkrankte. "Nicht lange, bevor die ersten Symptome offensichtlich wurden, waren wir aus der Kölner Gegend in den Norden gezogen", erinnert sich die äußerst wache und aktive 85-Jährige.

Rund fünf Jahre lang versorgte sie ihren Ehemann - Tag und Nacht und mit immensem Aufwand an körperlicher und psychischer Kraft. Nach dem Tode ihres Ehemannes Mitte der 1990er Jahre war der ehemaligen Richterin eines klar geworden: „Dieser Weg durch eine todbringende Erkrankung soll anderen Menschen in dieser Form erspart bleiben."

Vor etwas mehr als einem Jahr war es dann soweit. Um die Versorgung unheilbar Erkrankter - gleichgültig, welchen Alters, welcher Herkunft oder Religion - zu verbessern und zu stabilisieren, rief Sibylle Ramm-Gottschalk „ihre" Stiftung ins Leben.

Gründliche Überlegungen waren dieser Entscheidung vorausgegangen. Und viel Herzblut hatte sie in das Vorhaben investiert. „Ich hatte eine Form des Engagements für Kranke gefunden, die mir zusagte." Die Hilfe für schwerstkranke Erwachsene, Kinder und an ihrem Lebensende stehende Menschen sollte nicht anonym sein. „Ich wünschte mir die Verquickung von Effizienz, Sachkunde und Herzenswärme."

Das, was sie suchte, fand sie beim 'Katharinen Hospiz am Park' in Flensburg. „Ich war von der Philosophie des Hauses und den dortigen Gegebenheiten sehr angetan." Mit einem Stiftungskapital von 200.000 Euro begab sie sich unter das Dach der 'Katharinen Hospiz Stiftung'. Sie wählte den Weg einer unselbstständigen Stiftung, um besonders von Formalitäten entlastet zu sein.

Die Katharinen Hospiz Stiftung dient als eine Art Plattform: Zu Recht ist die Stifterin stolz auf ihr Werk. „Immerhin bin ich eine Einzelperson; es steht keine große industrielle Organisation hinter mir." Sibylle Ramm-Gottschalk widmet der weiteren Entwicklung „ihrer" Stiftung viel Zeit.

Alle Spenden und Erträge werden insbesondere im Bereich der Ausbildung von ehrenamtlichen Hospizbegleitern eingesetzt. Die Stifterin erfährt in ihren Bemühungen Unterstützung, wie zuletzt durch eine großzügige Spende durch den 'Laufverein e.V. Lokomotive' und ist dafür sehr dankbar. Für alle ein gutes Gefühl.

Weitere Informationen auf der Website der Katharinen Hospiz Stiftung

Der Artikel und das Foto von Sibylle Ramm-Gottschalk wurden von Frau Wenzel zur Verfügung gestellt.

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