Wichtiges Signal für kultursensible Hospizarbeit

07.09.2017 - 12:00

Bundesseniorenministerin Dr. Katarina Barley hat heute zusammen mit Prof. Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz-und PalliativVerbands (DHPV), und weiteren Vertretern der Hospiz- und Palliativarbeit den Ambulanten Lazarus Hospizdienst und das Stationäre Lazarus Hospiz im Berliner Stadtteil Wedding besucht. Zentrales Thema des gemeinsamen Gesprächs war die ehrenamtliche Begleitung und Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen mit Migrationshintergrund.

Dazu die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Katarina Barley: "Mit ihrer lebensbejahenden Unterstützung schaffen ehrenamtlich Engagierte für Angehörige und Betroffene die Möglichkeit, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ich unterstütze deshalb den Ausbau einer Hospiz- und Palliativarbeit, die auch auf die Herkunft der Patientinnen und Patienten eingeht. Gleichzeitig wollen wir den Zugang und die aktive ehrenamtliche Beteiligung in der Hospizarbeit verbessern."

Die Begleitung und Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen nimmt im Rahmen der Hospiz- und Palliativarbeit einen immer größer werdenden Stellenwert ein.

"Für unsere Arbeit ist es von großer Bedeutung, durch kultursensible Hospizarbeit die Besonderheiten der betroffenen Menschen noch stärker in den Blick nehmen“, so Prof. Hardinghaus. „Das geht nicht ohne das Ehrenamt. Nur wenn wir ausreichend ehrenamtlich engagierte Menschen finden, ist es möglich, allen Betroffenen den Zugang zu den Angeboten der Sterbebegleitung zu ermöglichen und auch in diesem Bereich die gesellschaftliche Chancengleichheit zu fördern.“ Vor diesem Hintergrund hatte der DHPV bereits im Jahr 2013 seinen Stiftungspreis für beispielhafte kultursensible Hospizarbeit vergeben. Der Ambulante Hospizdienst Lazarus gehörte hier mit seinem Projekt "Am Lebensende fern der Heimat – Transkulturelle Sterbebegleitung" zu den Preisträgern.

Der Weiterentwicklungsbedarf in der Hospiz- und Palliativversorgung für Menschen mit Migrationshintergrund und aus anderen Kulturkreisen wird auch in der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ und deren Handlungsempfehlungen thematisiert. Träger der Charta sind der DHPV, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und die Bundesärztekammer.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt die Umsetzung der Charta durch Förderung der Koordinierungs- und Vernetzungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland (www.koordinierung-hospiz-palliativ.de).

Gruppenbild v.l.n.r. Kathrin Hackmann (Koordinatorin Ambulanter Hospizdienst Lazarus), Martin Wulff (Geschäftsführer Hoffnungstaler Stiftung Lobetal), Elizabeth Schmidt-Pabst (Koordinatorin Ambulanter Hospizdienst Lazarus), Ilka Piepgras (ehrenamtliche Hospizbegleiterin), Dr. Katarina Barley (Bundesfamilienministerin), Prof. Winfried Hardinghaus (Vorsitzender des DHPV), Dr. Bernd Oliver Maier (Vizepräsident der DGP), Pastorin Friedericke Winter (Geschäftsführerin Hoffnungstaler Stiftung Lobetal), Anette Adam (Leiterin des stationären Lazaraus Hospizes) / © DHPV

Deutscher Hospiz- und PalliativVerband (DHPV)
Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) ist seit 1992 die bundesweite Interessenvertretung der Hospizbewegung sowie zahlreicher Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie als selbstverständlicher Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1100 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Pressekontakt
Angela Hörschelmann
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband
Aachener Str. 5
10713 Berlin
Tel.: 030 82 00 758 17
Fax: 030 82 00 758 13
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