Tötung auf Verlangen bei einem Kind in Belgien ist ein Skandal!

19.09.2016 - 09:10

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) verurteilt die aktive Sterbehilfe für ein schwerstkrankes Kind in Belgien.

„Kinder und Jugendliche brauchen besonderen Schutz, auch und gerade, wenn sie schwer krank sind. Ihre Tötung kann niemals eine Lösung sein!“, so Benno Bolze, Geschäftsführer des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV).

Der DHPV hatte bereits im Jahr 2014 die Entscheidung der Abgeordnetenkammer Belgiens zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe auch für Kinder und Jugendliche massiv kritisiert.

„Aktive Sterbehilfe bei einem Kind, wie sie in Belgien laut Medienberichten jetzt erstmals zur Anwendung gekommen ist, ist eine Entscheidung gegen die Schwächsten der Gesellschaft. Sie widerspricht jeglicher Vorstellung von Mitmenschlichkeit. Die Gesellschaft muss dafür Sorge tragen, dass den betroffenen Kindern und Jugendlichen umfangreiche Hilfen und Unterstützung der Hospiz- und Palliativversorgung geben werden, aber keine aktive Sterbehilfe“, so Bolze weiter.

Hintergrund
Mitte Dezember 2013 hatte der belgische Senat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der es ermöglichen soll, dass aktive Sterbehilfe auch bei Kindern rechtlich zulässig ist. Mit der Zustimmung der Abgeordneten des Justizausschusses des Parlaments im Januar 2014 hatte das Vorhaben eine weitere politische Hürde genommen und wurde im Februar 2014 von der Abgeordnetenkammer Belgiens verabschiedet.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) vertritt die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen. Er ist die bundesweite Interessensvertretung der Hospizbewegung sowie zahlreicher Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit, so auch des Deutschen Kinderhospizvereins, sowie als Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1000 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Kontakt: Angela Hörschelmann, a.hoerschelmann@dhpv.de, Telefon: 030 82 00 758 17

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