Presseinfo: Stellenwert guter Pflege würdigen und Rahmenbedingungen verbessern

11.05.2018 - 09:00

Zum Tag der Pflege, der jährlich am 12. Mai stattfindet, fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) den weiteren Ausbau der hospizlich-palliativen Begleitung in Pflegeeinrichtungen und eine entsprechende Unterstützung der Pflegenden.

Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV: „Gute hospizliche Begleitung und palliative Versorgung ist nur möglich, wenn ausreichend und gut ausgebildetes Personal zur Verfügung steht. Hier ist die Politik in der Pflicht, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Die im Koalitionsvertrag genannten 8000 Stellen können hier nur ein Anfang sein.“

Seit dem Inkrafttreten des Hospiz- und Palliativgesetzes im Dezember 2015 können sich stationäre Pflegeeinrichtungen (ebenso wie Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen) entscheiden, ihre Bewohnerinnen und Bewohnern über die Möglichkeiten der hospizlichen und palliativen Versorgung und Begleitung aufzuklären – Stichwort gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase.

„Trotzdem braucht es weitergehende Regelungen, die die personelle Ausstattung, die Arbeitsbedingungen, aber auch die Bezahlung in der Altenpflege in den Blick nehmen sowie die Diskussion in der Gesellschaft über den Stellenwert guter Pflege anstoßen“, so Hardinghaus.

Erfreulich sei die steigende Zahl von Einrichtungen, die durch ein entsprechendes Leitbild und zunehmend auch durch die Kooperation mit ambulanten Hospizdiensten ihre Bewohnerinnen und Bewohner am Lebensende individuell begleiten und unterstützen. In Anbetracht des demografischen Wandels dürfe man sich hier nicht auf das Engagement von Einzelpersonen und -einrichtungen zurückziehen, sondern müsse die notwendigen strukturellen Verbesserungen zügig und flächendeckend durchsetzen.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. ist seit 1992 die bundesweite Interessenvertretung der Hospizbewegung sowie zahlreicher Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der Landesverbände in den 16 Bundesländern sowie weiterer überregionaler Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit und als selbstverständlicher Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1100 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Pressekontakt.

Zurück