Presseerklärung des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) zur gesetzlichen Regelung für ein Verbot der Beihilfe zum Suizid

10.01.2014 - 12:00

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) begrüßt die Initiative des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe zu einer gesetzlichen Regelung für ein Verbot der Beihilfe zum Suizid. Ein entsprechendes Gesetz muss aber ein umfassendes Verbot regeln.

"Der DHPV begrüßt die Initiative des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe zu einer gesetzlichen Regelung für ein Verbot der Beihilfe zum Suizid. Eine entsprechende Regelung muss aber sowohl ein Verbot der gewerblichen und organisierten Beihilfe zum Suizid als auch die Werbung für solche Gelegenheiten umfassen", so Benno Bolze, Geschäftsführer des DHPV. Der DHPV hatte dies in  der Vergangenheit bereits gefordert, damals aus Anlass eines Referentenentwurfs, der die alleinige Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung zum Ziel hatte.

Zusätzlich zu einem eindeutigen Verbot der genannten Formen der Suizidbeihilfe ist eine Information der Menschen über die Möglichkeiten der Hospizarbeit und der Palliativmedizin notwendig. “Der Wunsch, sein Leben zu beenden, hat Gründe. Häufig ist es die Angst vor Schmerzen, die Angst vor dem Alleinsein oder die Angst, anderen zur Last zu fallen. Dies gilt es, ernst zu nehmen. Die Hilfe kann aber in einer solchen Situation nicht in einer organisierten Form der Beihilfe zum Suizid bestehen, sondern in Solidarität, Mitmenschlichkeit und Zuwendung", so Bolze weiter.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) setzt sich seit mehr als 20 Jahren für den Auf- und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung ein und vertritt die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen. Der DHPV ist die bundesweite Interessensvertretung der Hospizbewegung sowie zahlreicher Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie als Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1000 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Kontakt:
Angela Hörschelmann, Tel.: 030/8200758-17; Mail: a.hoerschelmann@dhpv.de

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