Zum Tag des Ehrenamts: Ohne Ehrenamt ist die Begleitung und Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen nicht möglich

05.12.2014 - 12:00

Zum heutigen Tag des Ehrenamtes dankt der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) allen Ehrenamtlichen, die durch ihr Engagement sterbende Menschen und ihre Angehörigen in Deutschland unterstützen. Sie stehen für die Solidarität mit Menschen in einer existenziellen Lebenskrise und die Bereitschaft, einen Beitrag zu einem würdevollen Sterben zu leisten.

„Dem Engagement von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern ist es zu verdanken, dass in den 1980iger Jahren die ersten Hospizinitiativen in Deutschland überhaupt entstanden“, so Benno Bolze, Geschäftsführer des DHPV. „Und heute – vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über ein Verbot gewerblicher und organisierter Formen der Beihilfe zum Suizid sowie eine ärztliche Beihilfe zum Suizid – zeigen ehrenamtliche Hospizmitarbeiterinnen und Hospizmitarbeiter, was liebevolle und zugewandte Begleitung am Lebensende vermag.“

Die meisten der Ehrenamtlichen engagieren sich direkt in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen. Sie bringen Zeit mit, gehen auf die Ängste der Menschen in der letzten Lebensphase ein. „Die Debatte um die Beihilfe zum Suizid hat wieder deutlich gemacht“, so Bolze, „dass ein ‚Ich möchte nicht mehr leben’ in aller Regel heißt ‚Ich möchte so nicht mehr leben’, d.h. mit der Angst vor Schmerzen und Apparaten, mit der Angst alleine zu sein oder anderen zur Last zu fallen.“

Diese psychosoziale Begleitung bedeutet für die schwerstkranken und sterbenden Menschen, Nähe erleben und Kontakte pflegen zu können, Unterstützung zu finden sowie die Möglichkeiten zu haben, über die Krankheit, das Sterben und den bevorstehenden Tod und die damit verbundenen Gefühle zu reden und mit ihnen umgehen zu können.
Weiterhin engagieren sich Ehrenamtliche in der Hospizbewegung in Vorständen, in der Öffentlichkeitsarbeit, der Verwaltung, sie übernehmen Koordinationsaufgaben, Schulungen, sie beraten und unterstützen in Vereinen, auch dies ist ein unverzichtbares Element der Hospizarbeit. "Auch den Ehrenamtlichen, die sich in diesen Bereichen engagieren, möchten wir an dieser Stelle herzlich danken", so Bolze.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) vertritt die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen. Er ist die bundesweite Interessensvertretung der Hospizbewegung sowie der zahlreichen Hospiz -und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie als selbstverständlicher Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1000 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Angela Hörschelmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.
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