Kinder- und Jugendhospizarbeit braucht Unterstützung

10.02.2017 - 12:00

Anlässlich des Tages der Kinderhospizarbeit betont Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), den besonderen Bedarf bei der Begleitung von Kinder und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen und deren Familien.

„Der Unterstützungsbedarf ist bei Kindern und Jugendlichen anders und muss eigenen Regeln folgen“, so Hardinghaus. "Vor allem muss die ambulante Versorgung weiter ausgebaut werden, damit die Betroffenen zu Hause die notwendige Unterstützung bekommen. Weiterhin ist es wichtig, dass in den aktuell zu verhandelnden Rahmenvereinbarungen konkrete Regelungen für die stationäre Kinder- und Jugendarbeit in Bezug auf Leistung und Qualität in stationären Kinder- und Jugendhospizen, etwa ausreichend Personal und eine dem Versorgungskonzept entsprechende Ausstattung festgeschrieben werden.“

Die Kinderhospizarbeit hat in Deutschland in mehr als 25 Jahren viel geleistet. Heute gibt es in Deutschland 133 ambulante Kinderhospizdienste, 16 stationäre Kinderhospize, 29 Dienste, die eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung anbieten (SAPV), 2 Palliativstationen für Kinder und eine große Zahl ehrenamtlich Engagierter.

Weitere Informationen
Der Tag der Kinderhospizarbeit, der immer am 10. Februar stattfindet, macht auf die besonderen Bedürfnisse und die belastende Situation der betroffenen Kinder und ihrer Familien aufmerksam und würdigt zugleich die Arbeit der zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hospiz- und Palliativversorgung.
www.deutscher-kinderhospizverein.de

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) vertritt seit 1992 die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen. Er ist die bundesweite Interessenvertretung der Hospizbewegung sowie der zahlreichen Hospiz -und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie als selbstverständlicher Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1000 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Kontakt: Angela Hörschelmann, Telefon 030 82 00 758 17, a.hoerschelmann@dhpv.de

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