Für die existenziellen Sorgen von Kindern und Jugendlichen sensibilisieren

09.06.2017 - 10:00

Heute findet in Bensberg, Bergisch-Gladbach, die 2. Fachtagung „Verlust - kein Thema für Kinder und Jugendliche?“ statt.

„Kinder kennen heute kaum noch ein Sterben im familiären Kontext“, so Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), in seinem Grußwort. „Trotzdem sehen sich Kinder natürlich mit Abschieden konfrontiert. Es ist ein Verdienst dieser Fachtagung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterschiedlichen Lern- und Lebensorte für die existenziellen Sorgen der Kinder und Jugendlichen zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, den Umgang mit Verlust, Trauer, Tod und Sterben zu erlernen.“

Die Vorträge und Workshops richten sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindergärten, Schulen, Jugendarbeit und Jugendhilfe, aus Hospizdiensten, Palliativdiensten und Trauerbegleitung und aus dem Feld der pädagogischen Lehre, Fort- und Weiterbildung. Unter anderem wird das Projekt „Hospiz macht Schule“ vorgestellt, das von Hospizdiensten bereits vielerorts für Grundschülerinnen und Grundschüler angeboten wird.

„Unsere Hospizdienste sind hier ein guter Kooperationspartner für die notwendige Weichenstellung im Sinne einer Gesellschaft, die Krankheit, Tod und Trauer nicht verdrängt und mit schwerstkranken und sterbenden Menschen solidarisch und fürsorglich umgeht“, so Prof. Winfried Hardinghaus. Sinnvoll wäre es zudem, die Themen Sterben, Tod und Trauer, die bisher nur vereinzelt in Unterrichtsfächern wie Ethik, Religion, Philosophie und Deutsch Beachtung finden, verbindlich in die Lehrpläne aufzunehmen.

Die vom Malteser Hilfsdienst e.V., Fachstelle Hospizarbeit, Palliativmedizin & Trauerbegleitung, organisierte Tagung ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem DHPV anlässlich des 25-jährigen Verbandsjubiläums.

Zum Programm.

Pressekontakt
Angela Hörschelmann
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband
Aachener Str. 5
10713 Berlin
Tel.: 030 82 00 758 17
Fax: 030 82 00 758 13
Mail: a.hoerschelmann@dhpv.de
Internet: www.dhpv.de

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