Ehrenpreis des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) geht an Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und den Verband der Privaten Krankenversicherung

13.02.2015 - 10:00

Der DHPV hat seinen Ehrenpreis in der Kategorie Strukturen und Rahmenbedingungen an Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und an den Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. vergeben.

„Wir freuen uns, dass die Förderung der ambulanten Hospizarbeit durch die Privaten Krankenversicherungen und die Beihilfestellen in Trägerschaft des Bundes nun vertraglich geregelt ist. Das ist ein großer Fortschritt, um die Strukturen und Rahmenbedingungen der ambulanten Hospizarbeit zu stärken und zu verbessern“, so Benno Bolze, der als Geschäftsführer des DHPV die Verhandlungen für den Verband geführt hat.

Für Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière nahm Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe den Preis entgegen: „Im Namen von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière danke ich dem DHPV für sein Engagement bei der Förderung der Tätigkeit der ehrenamtlichen Helfer in der ambulanten Hospizarbeit für Menschen am Ende ihres Lebens. Wir freuen uns, dass es gelungen ist, eine allen Seiten gerecht werdende Vereinbarung zur Beteiligung der Bundesbeihilfe an dieser gesellschaftlich wichtigen Aufgabe zu finden.“

„Wir haben heute in unserer Gesellschaft einen breiten Konsens, dass Palliativmedizin nicht nur gute medizinische Versorgung bedeutet, sondern auch Sterben in Würde“, so Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes. „Deshalb sind wir froh, nun gemeinsam einen Weg gefunden zu haben, um diese besondere und vor allem vom Ehrenamt getragene Versorgung durch die Private Krankenversicherung unterstützen zu können. Hierfür unsererseits einen Ehrenpreis entgegen nehmen zu dürfen, freut uns sehr.“

Die Arbeit der ambulanten Hospizdienste steht für die Solidarität mit Menschen in einer existenziellen Lebenskrise und die Bereitschaft, einen Beitrag zu einem würdevollen Sterben zu leisten. Die ambulanten Dienste stellen sicher, dass schwerstkranke Menschen medizinisch und pflegerisch gut versorgt werden, Nähe erleben und Kontakte pflegen können, dass sie Unterstützung finden und so mit der eigenen Krankheit, ihrem Sterben und dem bevorstehenden Tod nicht allein bleiben. Damit ist dieses Angebot vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um ein Verbot der gewerblichen und organisierten Formen der Beihilfe zum Suizid eine Alternative zu Maßnahmen oder Forderungen nach einer vorzeitigen Lebensbeendigung und damit ein Angebot, das eine den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen entsprechende Begleitung und Versorgung gewährleistet.

Hintergrund:
Seit 2001 verleiht der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. für herausragendes Engagement jährlich Ehrenpreise an Menschen, Organisationen und Institutionen, die sich in der Hospiz- und Palliativarbeit für Bedürfnisse und Wünsche schwerstkranker und sterbender Menschen einsetzen.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) ist die bundesweite Interessenvertretung der Hospizbewegung sowie der zahlreichen Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie als selbstverständlicher Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1000 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Kontakt: Angela Hörschelmann, a.hoerschelmann@dhpv.de, Telefon: 030 82 00 578 17

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