DHPV fordert in allen Krankenhäusern die Gewährleistung hospizlicher Begleitung und palliativer Versorgung

29.04.2015 - 14:00

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) begrüßt das heute durch den Kabinettsbeschluss auf den Weg gebrachte Hospiz- und Palliativgesetz. „Es ist gut, dass die von uns geforderten Nachbesserungen im Bereich der ambulanten Hospizarbeit im Wesentlichen übernommen wurden“, so Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV. Anlässlich der Erörterung des HPG am 13. April 2015 hatte der DHPV unter anderem gefordert, dass die von ambulanten Hospizdiensten in Krankenhäusern erbrachten Sterbebegleitungen finanziert werden und dass den ambulanten Diensten nicht nur Personal-, sondern auch die Sach- und Verwaltungskosten erstattet werden.

„Die meisten Menschen sterben nach wie vor im Krankenhaus. Deshalb ist die Verbesserung der sogenannten allgemeinen Palliativversorgung im Krankenhaus sehr wichtig. Dieser Punkt ist im neuen Gesetz bisher nicht berücksichtigt. Hier besteht Nachbesserungsbedarf.“, so Benno Bolze, Geschäftsführer des DHPV. Es ist notwendig, dass auch in Krankenhäusern ohne Palliativstation die hospizliche Begleitung und palliative Versorgung gewährleistet wird, etwa durch palliative Konsiliardienste sowie gute Kenntnisse der Grundlagen hospizlicher Begleitung und palliativer Versorgung. „Das gilt nicht nur für Ärzte und Pflegende“, so Bolze. Der Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen gehört zur täglichen Arbeit  eines jeden Krankenhauses und betrifft alle im Krankenhaus tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – von der Reinigungskraft bis hin zum Ärztlichen Direktor.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) ist die bundesweite Interessenvertretung der Hospizbewegung sowie zahlreicher  Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie als selbstverständlicher Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1000 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Hier finden Sie die Version des HPG vom 29.04.2015 (Kabinettvorlage).


Kontakt: Angela Hörschelmann, a.hoerschelmann@dhpv.de, Telefon: 030 82 00 578 17

Zurück