Hospiz- und Palliativgesetz – HPG: Auch ambulante Hospizarbeit stärker fördern!

24.03.2015 - 10:00

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) begrüßt den durch das Bundesministerium für Gesundheit vorgelegten Referentenentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland (Hospiz- und Palliativgesetz – HPG).

Neben dem vorgesehenen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung ist die im Entwurf festgestellte Notwendigkeit einer besseren Information der Versicherten über Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung ein besonders wichtiger Punkt. „Nur wer gut informiert ist, kann die letzte Lebensphase selbstbestimmt gestalten“, so Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV. „Allerdings geht es bei einem solchen Beratungsgespräch nicht allein um Faktenwissen, sondern auch um emotionale Begleitung. Deshalb schlagen wir vor, diese Beratungsangebote bei den dafür ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ambulanten Hospizdienste anzubinden.“

Der DHPV begrüßt weiterhin, dass stationären Palliativeinrichtungen gesetzlich das Recht eingeräumt werden soll, einseitig gegenüber den Kostenträgern zu erklären, ob sie krankenhausindividuelle Entgelte als besondere Einrichtung vereinbaren möchten.

Zu begrüßen ist das Vorhaben, die finanzielle Förderung ambulanter Hospizdienste zeitnaher zu realisieren. Hiervon profitieren ambulante Dienste, die neu gegründet werden. „Dies löst aber nicht die Probleme bestehender Hospizdienste, deren zu erbringender Spendenanteil für Sachkosten immer größer wird. Dazu besteht Nachbesserungsbedarf im Gesetzentwurf“, so Benno Bolze, Geschäftsführer des DHPV. Zu einer umfassenden Begleitung am Lebensende gehört neben der medizinischen und pflegerischen Versorgung auch die psychosoziale und spirituelle Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen. Diese Unterstützung leisten die ambulanten Hospizdienste und die dort tätigen, gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Rahmen der Förderung ambulanter Hospizdienste werden bisher ausschließlich Personal- und Schulungskosten für die Vorbereitung der Ehrenamtlichen berücksichtigt. Alle weiteren Kosten (z. B. Fahrtkosten der Ehrenamtlichen) müssen durch Spenden erbracht werden.   

Kontakt: Angela Hörschelmann, a.hoerschelmann@dhpv.de, Telefon: 030 82 00 578 17

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