Neuregelungen zur Organspende

25.05.2012 - 12:00

PRESSEMITTEILUNG

Bundestag beschließt Neuregelungen zur Organspende – Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband fordert transparente Informationen über die Organspende und eine umfassende Begleitung der Betroffenen

„Die heutige Entscheidung des Deutschen Bundestags ist von großer Bedeutung für jede und jeden einzelnen von uns; jeder muss sich mit den Fragen der Organspende ganz persönlich auseinandersetzen. Das setzt umfassende Informationen voraus, die allen zur Verfügung stehen müssen. Niemand darf bei seiner Entscheidung beeinflusst oder unter Druck gesetzt werden und jede Entscheidung ist zu respektieren“, so Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands, anlässlich der heutigen Entscheidung im Deutschen Bundestag zu den Neuregelungen zur Organspende.

Ziel der Neuregelungen ist es u.a., dass sich mehr Menschen als bisher zur Organspende bereit erklären um mehr Menschen, die auf ein Spenderorgan warten, eine Chance zum Weiterleben zu geben. Im Mittelpunkt der Gesetzesänderung steht die Einführung der “Entscheidungslösung“. Diese sieht vor, dass sich jede Bürgerin und jeder Bürger eigenverantwortlich und regelmäßig mit einer möglichen Organspende auseinandersetzt und seine Entscheidung dazu dokumentiert.

„Bei einer Entscheidung für eine Organspende muss der Betroffene nicht nur darauf vertrauen können, dass er im konkreten Fall entsprechend dem höchsten Stand der medizinischen Erkenntnisse behandelt und versorgt wird, sondern auch darauf, dass seine Angehörigen und Freunde in einer für sie äußerst schweren Situation unterstützt und begleitet werden,“ so Dr. Birgit Weihrauch weiter. Vor dem Hintergrund der für die Angehörigen mit einer solchen Situation verbundenen großen Belastungen fordert der DHPV die Verantwortlichen auf, für eine umfassende Begleitung von Angehörigen und Freunden Sorge zu tragen.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, Dachverband von über 1.000 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen mit inzwischen rund 80.000 Ehrenamtlichen und zahlreichen hauptamtlich Engagierten, wurde im Jahre 1992 gegründet. Er vertritt deren Interessen und die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswesen. Zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten der Hospizbewegung und Palliativmedizin sind darüber hinaus Mitglied im DHPV.

Kontakt: Dr. Julia von Hayek, Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit des DHPV

Die Pressemitteilung des DHPV als Download (pdf-Dokument)

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