Gemeinsam in die Zukunft

24.03.2012 - 12:00

PRESSEMITTEILUNG

Gemeinsam in die Zukunft – Gelebte Solidarität mit sterbenden Menschen notwendiger denn je

„Die jüngste Debatte um aktive Sterbehilfe zeigt wiederholt, dass wir mehr denn je die gelebte Solidarität mit sterbenden Menschen brauchen. Die Hospizbewegung hat sich von Beginn gegen Sterbehilfe und stattdessen für eine sehr gute, den Wünschen und Bedürfnissen der sterbenden Menschen entsprechende Versorgung eingesetzt. Auch in Zukunft müssen wir uns gemeinsam für den Auf- und Ausbau der Hospiz- und Palliativarbeit stark machen,“ so Dr. Erich Rösch, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Hospiz- und PalliativVerbands Sachsen-Anhalts (HPV), Mitglied im DHPV, am 24.3. in Stendal. Pfarrer Ulrich Paulsen, Vorsitzender des HPV, betonte: „Wir als Verband sind heute in Sachsen-Anhalt selbstverständlicher Partner in der Politik und im Gesundheitswesen. Gemeinsam mit ihnen und unserem Bundesverband müssen wir die Schaffung der Voraussetzungen für ein würdevolles Sterben mit Nachdruck verfol-gen.“

Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Hospizvereine, -initiativen und stationärer Hospize hatten sich 2002 in Sachsen-Anhalt zusammengefunden, um den Landesverband als gemeinsame Interessensvertretung zu gründen. „Seitdem setzen wir uns in unserem Bundesland erfolgreich für ein würdevolles und selbstbestimmtes Sterben ein“, so Pfarrer Paulsen weiter. Bereits vor der Gründung des Landesverbandes kamen aus Sachsen-Anhalt wesentliche Impulse für die bundesdeutsche Hospizbewegung, die insbesondere mit dem Namen von Pfarrer Heinrich Pera, Gründer des Hospizdienstes Halle und Mitgründer des DHPV, verknüpft sind. Er gilt als Pionier in der Hospizbewegung. „Die Geschichte der Hospizbewegung ist vor allem die Geschichte zahlreicher engagierter Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland. Um auch in Zukunft den Belangen der schwerstkranken und sterbenden Menschen gerecht zu werden, braucht es auch weiterhin dieses ehrenamtliche Engagement sowie das Enga-gement herausragender Persönlichkeiten in der Gesellschaft,“ so Dr. Rösch. Am 18. Oktober 2012 feiert der DHPV mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus der Hospiz- und Palliativarbeit sowie mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft sein 20-jähriges Bestehen. Informationen hierzu sind auf der Internetseite des DHPV eingestellt.

Der Hospiz- und Palliativverband Sachsen-Anhalt e.V. vertritt innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt die Interessen von 5 stationären Hospizen und 20 ambulanten Hos-pizdiensten, einer Palliativstation und zwei ambulanten Kinderhospizdiensten. Als Mitglied im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband ist er Bindeglied zwischen Bundes-verband und örtlich engagierten Mitgliedern. Mehr als 600 ausgebildete einsatzbereite Ehrenamtliche sind innerhalb Sachsen-Anhalts im hospizlichen Sinne aktiv. Weitere Informationen auf der Internetseite des Verbandes (www.hospiz-sachsen-anhalt.de)

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, Dachverband von über 1.000 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen mit inzwischen rund 80.000 Ehrenamtlichen und zahlreichen hauptamtlich Engagierten, wurde im Jahre 1992 gegründet. Er vertritt deren Interessen und die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswesen. Zahlreiche Organisationen und Persönlichkei-ten der Hospizbewegung und Palliativmedizin sind darüber hinaus Mitglied im DHPV. Weitere Informationen auf der Internetseite des DHPV (www.dhpv.de).

Kontakt: Ulrich Paulsen, Vorsitzender des HPV Sachsen-Anhalt

Kontakt: Dr. Julia von Hayek, Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit des DHPV

Die Pressemitteilung als Download (pdf-Datei)

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