DHPV zur ambulanten Sterbehilfe in den Niederlanden

08.02.2012 - 12:00

PRESSEMITTEILUNG

Hospizliche und palliative Betreuung statt Sterbehilfe 
DHPV zur ambulanten Sterbehilfe in den Niederlanden

„Nicht durch eine immer besser organisierte Sterbehilfe, sondern nur durch eine fürsorgliche und kompetente Betreuung und Begleitung durch Hospizbewegung und Palliativmedizin kann schwerstkranken und sterbenden Menschen Angst, Schmerzen und Verzweiflung in einer ihnen häufig ausweglos erscheinenden Situation genommen werden,“ dies sagte Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV). Sie zeigte sich bestürzt über die Meldung, wonach in den Niederlanden zukünftig Teams aus Ärzten und Pflegenden Menschen zuhause aufsuchen werden, um Sterbehilfe zu leisten.

Wenn Menschen in ihrer Verzweiflung um Hilfe zum Sterben bitten, so resultiert dies vielfach daraus, dass sie allein gelassen und nicht ausreichend hospizlich und palliativ versorgt werden. Menschen müssen auf eine menschenwürdige Begleitung und Betreuung vertrauen können. Die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe wäre die falsche Antwort und mit unübersehbaren Folgen für unsere Gesellschaft verbunden; nicht zuletzt entstünde auf alte und kranke Menschen ein so empfundener Druck, anderen nicht zur Last fallen zu wollen. Die Antwort hierauf müssen vor allem die weitere Verbesserung der Situation in vielen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, die Weiterentwicklung und der Ausbau der ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativversorgung sein.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, Dachverband von über 1.000 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen mit inzwischen rund 80.000 Ehrenamtlichen und zahlreichen hauptamtlich Engagierten, wurde im Jahre 1992 gegründet. Er vertritt deren Interessen und die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswe-sen. Zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten der Hospizbewegung und Palliativmedizin sind darüber hinaus Mitglied im DHPV.

Kontakt: Dr. Julia von Hayek, Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit des DHPV

Die Pressemitteilung als Download (pdf-Datei)

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