Änderung der Apothekenbetriebsordnung

03.02.2012 - 12:00

PRESSEMITTEILUNG

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) begrüßt die Änderung der Apothekenbetriebsordnung: Weichenstellung für eine Verbesserung der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen

„Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband begrüßt ausdrücklich, dass mit der Änderung der Apothekenbetriebsordnung der Weg für eine weitere Verbesserung der Schmerztherapie für schwerstkranke und sterbende Menschen zu Hause eröffnet wird. Damit werden die Bedingungen für ein Sterben zu Hause deutlich verbessert. Für eine entsprechende Regelung hat sich der DHPV gemeinsam mit seinen Partnern intensiv eingesetzt“, so Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands anlässlich der vom Bundesgesundheitsministerium am 1. Februar 2012 bekannt gegebenen Änderung der Apothekenbetriebsordnung.

Ärztinnen und Ärzten soll es im Rahmen der ambulanten Versorgung zukünftig erlaubt werden, Patientinnen und Patienten mit unerträglichen Schmerzen die notwendigen Schmerzmittel zur Überbrückung in Krisensituationen zu überlassen. Dies ist Ärztinnen und Ärzten bisher nicht erlaubt. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Apotheken, nachts, an Feiertagen und an Wochenenden kommt es in der Notfallsituation daher immer wieder zu Problemen hinsichtlich einer ausreichenden Verfügbarkeit der notwendigen Schmerzmittel bei schwerstkranken und sterbenden Menschen. In der Novelle der Apothekenbetriebsordnung werden nun die Weichen für gesetzliche Neuregelungen gestellt. „Die Bundesregierung hat mit der Novelle in dieser Frage einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Jetzt müssen weitere Schritte in der Umsetzung folgen“, so Dr. Weihrauch weiter. Der Bundesrat muss der Änderung zunächst zustimmen. Im weiteren müssen dann zeitnah Änderungen des Betäubungsmittelrechts sowie weitere Änderungen der Apothekenbetriebsordnung vorgenommen werden.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, Dachverband von über 1.000 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen mit inzwischen rund 80.000 Ehrenamtlichen und zahlreichen hauptamtlich Engagierten, wurde im Jahre 1992 gegründet. Er vertritt deren Interessen und die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswesen. Zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten der Hospizbewegung und Palliativmedizin sind darüber hinaus Mitglied im DHPV.

Kontakt: Dr. Julia von Hayek, Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit des DHPV

Die Pressemitteilung als Download (pdf-Datei)

Zurück