Würde und Selbstbestimmung stehen im Mittelpunkt

25.06.2010 - 12:00

PRESSEMITTEILUNG
Schwerstkranke und sterbende Menschen benötigen eine sehr gute Versorgung und Begleitung - Würde und Selbstbestimmung stehen im Mittelpunkt

„Die Hospizbewegung setzt sich von Beginn an dafür ein, dass schwerstkranke und sterbende Menschen eine sehr gute, ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechende, Versorgung und Begleitung erhalten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Lebensqualität und das Selbstbestimmungsrecht und nicht eine Lebensverlängerung um jeden Preis“, dies sagte Dr. Birgit Weihrauch, Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands, vor dem Hintergrund der heutigen Entscheidung des Bundesgerichtshofes. 

Durch das im letzten Jahr verabschiedete Gesetz zur Regelung der Patientenverfügung wurde das Recht auf Selbstbestimmung der Betroffenen als ein grundlegendes Element hospizlichen Handelns gestärkt. Damit Betroffene das Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen können, müssen die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sein. Dazu zählt ein flächendeckendes Angebot zur Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Dazu hat der Gesetzgeber in den letzten Jahren entscheidende Weichen gestellt - insbesondere durch den Rechtsanspruch auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Die Umsetzung geht leider bisher nur sehr langsam voran. “Hier müssen wir im Sinne der Betroffenen alles daran setzen, möglichst zügig zur Umsetzung der gesetzlichen Regelungen zu kommen“, so Dr. Birgit Weihrauch weiter. 

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, als Dachverband von nahezu 1000 Hospiz- und Palliativeinrichtungen im Jahre 1992 gegründet, vertritt deren Interessen und die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswesen. Mitglieder sind alle 16 Landesverbände und zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten der Hospizbewegung und Palliativmedizin.

Die Pressemitteilung als Download (pdf-Datei)

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