20 Jahre Kinderhospizarbeit

10.02.2010 - 12:00

PRESSEMITTEILUNG
20 Jahre Kinderhospizarbeit – DHPV begrüßt die Entwicklung in Deutschland

„Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Es muss unser aller Anliegen sein, diesen Familien in ihrer schwierigen Situation, die mit großen Unsicherheiten und Ängsten verbunden ist, solidarisch zur Seite zu stehen. Betroffene Familien benötigen den Zugang zu einer fürsorglichen und zugleich professionellen Hospiz- und Palliativversorgung“, dies sagte Dr. Birgit Weihrauch, Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), anlässlich des 20jährigen Bestehens des Deutschen Kinderhospizvereins e.V., das mit einer Diskussionsveranstaltung am 10. Februar 2010 im Deutschen Bundestag begangen wird. Zu dieser Veranstaltung hatten der Bundestagspräsident, Prof. Dr. Norbert Lammert, und der Deutsche Kinderhospizverein e.V. gemeinsam eingeladen.

Die Kinderhospizarbeit hat in den vergangenen rund 20 Jahren in Deutschland eine beachtliche Aufbauarbeit geleistet. Derzeit gibt es in Deutschland neun stationäre Kinderhospize, 71 ambulante Kinderhospizdienste und eine große Zahl Ehrenamtlicher, die sich hier engagieren. Die Kinderhospizarbeit steht aber auch in der Zukunft vor großen Herausforderungen. Mit den umfassenden Ge­setzes­änderungen sind in der letzten Legislaturperiode die Grundlagen für eine stabile Finanzierung und den weiteren Ausbau der Kinderhospiz-und-Palliativarbeit geschaffen worden. Die Rahmenvereinbarungen mit den Krankenkassen stehen kurz vor dem Abschluss. „Wir sehen hierin sehr gute Chancen, den speziellen Herausforderungen in der Kinderhospizarbeit auch in Zukunft gerecht zu werden“, so Weihrauch weiter. Der Deutsche Kinderhospizverein ist Mitglied im DHPV und macht damit deutlich, dass die Kinderhospizarbeit sich als Teil der Hospizarbeit insgesamt versteht. Der DHPV bedankt sich ausdrücklich für die geleistete Arbeit und die gelungene Kooperation.

Der DHPV, als Dachverband von nahezu 1000 Hospiz- und Palliativeinrichtungen im Jahre 1992 gegründet, vertritt deren Interessen und die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswesen. Mitglieder sind alle 16 Landesverbände und zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten der Hospizbewegung und Palliativmedizin.

Die Pressemitteilung als Download (pdf-Datei)

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