Leistungen der stationären Hospize kostenlos

22.01.2010 - 12:00

PRESSEMITTEILUNG
Leistungen der stationären Hospize für schwerstkranke und sterbende Menschen kostenlos – Aussagen, dass mehr als die Hälfte der stationären Hospize sich nicht an die Gesetzeslage halten, sind falsch

“Es ist eine große Errungenschaft, dass Patientinnen und Patienten in stationären Hospizen keinen Eigenanteil mehr übernehmen müssen“, dies sagte Dr. Birgit Weihrauch, Vorsitzende des DHPV.
Der DHPV hatte im letzten Jahr die entsprechende Gesetzesinitiative initiiert.
Durch Darstellungen in den Medien war in den letzten Tagen der Eindruck erweckt worden, dass eine große Zahl von stationären Hospizen weiterhin einen Eigenanteil von Patienten erhebt. Dies entspricht nicht den Tatsachen und führt zu einer erheblichen Verunsicherung von Patientinnen und Patienten, die in einer für sie ohnehin schwierigen Situation auf die Hilfe der stationären Hospize angewiesen sind.

Die gesetzliche Neuregelung sieht insbesondere vor, dass Patientinnen und Patienten in stationären Hospizen von einem Eigenanteil befreit werden. Dieser Anteil wird seit dem 23.07.2009 von den Kranken- und Pflegekassen zusätzlich übernommen. Obwohl dies für die Kostenträger mit Mehrausgaben verbunden ist, wurde die Neuregelung von den Kostenträgern zügig umgesetzt. Sofern die Regelung in Einzelfällen von stationären Hospizen nicht zeitnah umgesetzt wurde, ist zwischenzeitlich eine Klarstellung erfolgt.

Die Hospizeinrichtungen sind dafür angetreten, den Menschen zu helfen und sie in ihrer existenziellen Notlage zu unterstützen. Es ist daher ganz im Interesse der Hospize, dass Patientinnen und Patienten entsprechend den Vorgaben des Gesetzgebers von Eigenbeiträgen entlastet sind.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, als Dachverband von nahezu 1000 Hospiz- und Palliativeinrichtungen im Jahre 1992 gegründet, vertritt deren Interessen und die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswesen. Mitglieder sind alle 16 Landesverbände und zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten der Hospizbewegung und Palliativmedizin.

Die Pressemitteilung als Download (pdf-Datei)

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