Schwerstkranke und sterbende Menschen und Angehörige stehen im Zentrum

15.01.2010 - 12:00

PRESSEMITTEILUNG
Schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen stehen im Zentrum der Hospizbewegung

„Der Deutsche Hospiz und PalliativVerband (DHPV) kann auf bedeutsame Erfolge für die Hospiz- und Palliativarbeit im vergangenen Jahr zurückblicken und sieht sich weiterhin großen Herausforderungen für das neue Jahr gegenüber. Mit den gesetzlichen Neuregelungen wird die Finanzierung der Hospizarbeit und deren notwendiger Ausbau für die kommenden Jahre abgesichert. Patienten in stationären Hospizen dürfen nicht mehr zu einem Eigenbeitrag herangezogen werden. Und mit der Änderung der Approbationsordnung wird die Palliativmedizin Pflichtfach in der ärztlichen Ausbildung. Dies sind wesentliche Schritte zu einer besseren Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen,“ sagte Dr. Birgit Weihrauch, Vorsitzende des DHPV, aus Anlass des diesjährigen Neujahrsempfangs am 15. Januar 2010 vor hochrangigen Vertretern aus Politik, Verbänden und Krankenkassen in Berlin. „Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen weiterhin die Menschen und das Anliegen, sie in dieser letzten Phase ihres Lebens nach ihren individuellen Bedürfnissen zu begleiten“, so Dr. Weihrauch weiter.

Besonders die häusliche Versorgung bedarf dringend des Ausbaus; die vom Gesetzgeber 2007 eingeführte Regelung zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung ist noch längst nicht flächendeckend umgesetzt, auch die allgemeine Versorgung, insbesondere durch Hausärzte und Pflegedienste, bedarf der Weiterentwicklung. Die Hospizbewegung hat maßgeblich zur Entwicklung einer neuen Kultur im Umgang mit Sterben und Tod beigetragen, die die Bedürfnisse der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt. Als Bürgerbewegung bedarf sie auch zukünftig des Engagements vieler Menschen.  
Derzeit gibt es rund 80.000 Ehrenamtliche in der Hospiz- und Palliativarbeit. Die Hospiz- und Palliativeinrichtungen sind Teil der Bürgerbewegung und finanzieren sich zu einem wesentlichen Teil über Spenden.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, als Dachverband von nahezu 1000 Hospiz- und Palliativeinrichtungen im Jahre 1992 gegründet, vertritt deren Interessen und die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswesen. Mitglieder sind alle 16 Landesverbände und zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten der Hospizbewegung und Palliativmedizin.

Die Pressemitteilung als Download (pdf-Datei)

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