Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Logo

Nummer 94
21. Juli 2016

  DHPV Aktuell
  Bundesweites Informationsmedium für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

unser Motto für den Welthospiztag 2016 lautet Hospiz- und Palliativversorgung. Stärken. Ausbauen. Vernetzen. Denn wir wollen, dass die Angebote der Hospiz- und Palliativdienste jedem Menschen zur Verfügung stehen, der diese Hilfe benötigt und sie in Anspruch nehmen möchte. Der Welthospiztag, der in diesem Jahr am 8. Oktober stattfindet, ist wieder eine hervorragende Möglichkeit, um über die Möglichkeiten hospizlicher Begleitung und palliativer Versorgung zu informieren. Wir freuen uns sehr, dass viele Hospiz- und Palliativeinrichtungen auch diesmal mit mannigfaltigen Aktionen dafür sorgen, diese Möglichkeiten noch bekannter zu machen. Wir unterstützen Sie mit Materialpaketen, die noch bis zum 12. August bestellt werden können, und mit Material zum Herunterladen.

Hospizarbeit ist vorurteilsfrei, das gilt für Herkunft und Religion, das gilt aber auch für den Lebensweg eines Menschen. Angemessene Begleitung und Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sollte daher auch Menschen im Straf- und Maßregelvollzug zur Verfügung stehen. Der DHPV arbeitet dazu in einer Projektgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Justizvollzugsanstalten und lobt in diesem Jahr den DHPStiftungspreis für entsprechende Projekte aus.

Zu diesen und anderen Themen informieren wir in diesem Newsletter. Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit und eine anregende Lektüre.

Für den Vorstand

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus
Vorsitzender

Inhaltsübersicht

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

§ 39a Abs. 2 SGB V - Förderung der ambulanten Hospizdienste durch den Verband der Privaten Krankenversicherungen e. V. (PKV-Verband)
Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus ist Jury-Mitglied beim Bestattungen.de-Award 2016
Ehrenpreis Wissenschaft 2016 des DHPV
Meister-BAföG: Erfolgsgeschichte gesucht!
Neues von der DHPStiftung

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der DHPV in den Medien
Material zum Welthospiztag
Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Beteiligung des DHPV

5. Rechtliches

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

§ 39a Abs. 2 SGB V - Förderung der ambulanten Hospizdienste durch den Verband der Privaten Krankenversicherungen e. V. (PKV-Verband)

Vor dem Hintergrund des Inkrafttretens des Hospiz- und Palliativgesetzes am 08.12.2015 wurde die Rahmenvereinbarung gem. § 39a Abs. 2 geändert und ist rückwirkend zum 01.01.2016 in Kraft getreten. In der Folge war eine Anpassung des Vertrags zwischen den Hospizorganisationen auf der Bundesebene und dem PKV-Verband erforderlich geworden. Die Gespräche dazu unter Federführung des DHPV wurden zwischenzeitlich abgeschlossen. Der überarbeitete Vertrag mit dem PKV-Verband regelt, dass auch die in der Rahmenvereinbarung gem. § 39a Abs. 2 SGB V neu geregelten Punkte vom PKV-Verband im Rahmen der Förderung berücksichtigt werden. Dazu zählt insbesondere die Sachkostenförderung. Da nun auch die Sachkosten durch den PKV-Verband gefördert werden, ist eine entsprechende Anpassung des Formblatts für den Antrag an den PKV-Verband notwendig. Sobald die Endfassung des Antragsformulars vorliegt, stellt der DHPV das Formular den Mitgliedseinrichtungen zur Verfügung. 

In diesem Zusammenhang weist der DHPV die Mitgliedseinrichtungen noch einmal darauf hin, dass im Rahmen der Antragstellung an den PKV-Verband der Beihilfestatus (Ja/Nein) unbedingt anzugeben ist, auch unabhängig davon, ob sich die jeweilige Beihilfestelle an der Finanzierung beteiligt.

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

Die letzte Arbeitsphase bis zur Verabschiedung der einzelnen Dokumente für eine Nationale Strategie zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland hat begonnen. Nur durch das bemerkenswert engagierte und zielorientierte Agieren der einzelnen Arbeitsgruppenmitglieder auch in der Sommerzeit ist es möglich, weitere Handlungsempfehlungen beim nächsten Runden Tisch Ende August vorzulegen, zu diskutieren und anschließend zu verabschieden. Darüber hinaus werden die bisher vorliegenden Arbeitsergebnisse durch die Geschäftsstelle derzeit auf die Zielerreichung hin überprüft und die bereits konsentierten Arbeitspapiere zusammengefasst.

Gleichbleibend stark ist die bundesweite Nachfrage nach Informationsmaterialien zur Charta und zum aktuellen Geschehen des Projektes. Insbesondere wird von zahlreichen Interessierten nachgefragt, wann die Handlungsempfehlungen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Veröffentlichung ist für Oktober 2016 vorgesehen.

Ferner berät und unterstützt die Geschäftsstelle weiterhin gerne Institutionen und Einrichtungen zu Veranstaltungen, bei denen die Charta unterzeichnet werden soll.

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2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus ist Jury-Mitglied beim Bestattungen.de-Award 2016

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands, ist in diesem Jahr Jury-Mitglied beim Bestattungen.de-Award 2016. „Ich freue mich sehr, dabei zu sein. Der Award kann mit dabei helfen, Tod und Trauer im Sinne der Hospizidee verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und diese Themen weiter zu enttabuisieren“, so Professor Hardinghaus. Zum ersten Mal in der Award-Historie werden dabei neben den traditionellen Friedhöfen auch Bestattungswälder gewürdigt, die als letzte Ruhestätte immer mehr an Bedeutung gewinnen. Friedhofsverwaltungen und Träger der Bestattungswälder können sich noch bis zum 31. Juli 2016 bewerben.

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Ehrenpreis Wissenschaft 2016 des DHPV

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. verleiht auch im Jahr 2016 den DHPV-Ehrenpreis "Wissenschaft". Eingereicht werden können Masterarbeiten sowie abgeschlossene und unpublizierte Dissertationen und Habilitationen in deutscher Sprache von Einzelpersonen oder eigenständige, bislang nicht veröffentlichte, wissenschaftliche Werke, die von einer oder mehreren Personen erarbeitet worden sind. Die Themen sollen sich auf das breite Feld hospizlicher und palliativer Versorgung beziehen.

Bewerbungen können bis 31.08.2016 erfolgen.

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Neues von der Hospiz- und PalliativStiftung

Die Deutsche Hospiz- und PalliativStiftung lobt ihren Stiftungspreis 2016 für Projekte aus, die bereits in der Hospiz- und Palliativarbeit für Menschen im Straf- und Maßregelvollzug engagiert sind und die zu einer Verbesserung der hospizlich-palliativen Begleitung und Versorgung von Menschen im Straf- und Maßregelvollzug beitragen. Weiterhin kommen Projekte in Frage, in deren Rahmen Sorge getragen wird, dass bei einer möglichen Entlassung eines sterbenden Menschen aus dem Vollzug eine weitere Versorgung gesichert ist. Anträge können ab sofort bis zum 31.10.2016 eingereicht werden.

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Die DHPStiftung sucht eine/n Fundraiser/in. Zu den Aufgaben gehören die Konzeption und Realisierung von Projekten zur Gewinnung und Bindung von Spendern und Zustiftern, die Weiterentwicklung des Fundraisingkonzepts der Stiftung, Unterstützung des Stiftungsvorstands sowie die Budgetplanung und -kontrolle.

Stellenausschreibung.

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der DHPV in den Medien

02.07.2016 Gesundheitsstadt Berlin
Die WHO will eine länger als üblich anhaltende Trauer in den Katalog psychischer Störungen aufnehmen. Dagegen positioniert sich der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) entschieden. Trauer solle nicht als Krankheit missverstanden werden. (Link)

CAREkonkret Nr. 25/16
Zum Stand der Hospiz- und Palliativversorgung, v.a. in Bayern
Nachgefragt bei Benno Bolze

Der DHPV hat seine Präsenz in den sozialen Medien weiter ausgebaut. Er informiert jetzt über die Plattformen Facebook, Twitter, Xing und Google+ über seine Projekte und über Neuigkeiten aus der Hospiz- und Palliativarbeit.

Material zum Welthospiztag – Bestellungen bis 12. August möglich

Aufgrund der großen Resonanz steht jetzt fest, dass wir die Materialpakete produzieren werden. Wir freuen uns über weitere Bestellungen, die wir in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigen werden, solange der Vorrat reicht. Bitte schicken Sie uns Ihre Bestellung bis 12. August per Mail an g.cannizzaro@dhpv.de. Hier erhalten Sie außerdem den Link auf das Online-Material.

Materialübersicht.

Bitte geben Sie uns auch zu den von Ihnen geplanten Veranstaltungen zum Welthospiztag Bescheid, damit wir sie in unsere WHT-Karte eintragen können (Mail an g.cannizzaro@dhpv.de).

Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

hospiz zeitschrift 2/2016 zum Schwerpunkt "Sorge tragen für das Alter"

Hospizkultur bedarf eines ethischen Diskurses, der auch Sorge trägt für das Alter. Die aktuelle Hospizzeitschrift belebt die Diskussion in vielerlei Hinsicht. Die Bedürfnisse der Menschen im Alter werden ebenso thematisiert wie die Entwicklung organisatorischer Strukturen. Im Praxisteil spiegeln sich Realität, Visionen und Supervision. Den Schlusspunkt setzt die Ehrenpreisträgerin des DHPV, Frau Afonin, mit ihren Theaterprojekten.

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Bundes-Hospiz-Anzeiger

Der Schwerpunkt des aktuellen Bundes-Hospiz-Anzeigers (3/2016) ist das Thema „Hospiz und Migration“. Die Beiträge widmen sich u. a. der Frage, wie sich die Arbeit für Flüchtlinge und die Hospiz- und Palliativarbeit verbinden lassen und voneinander profitieren können. Heft 4/2016 widmet sich dem Thema „Männer in der Hospizarbeit“. Es erscheint Mitte August.

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4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Beteiligung des DHPV

Was braucht eine gute Hospiz- und Palliativversorgung?
19. August in Damme
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20 Jahre Thüringer Hospiz- und Palliativverband (THPV) e.V.
3. September in Erfurt
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Bürgerfest des Bundespräsidenten
9. und 10. September in Berlin
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11. Fachtagung Palliative Geriatrie
30. September in Berlin
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2. Hospiz- und Palliativkongress Baden-Württemberg
11. Oktober in Stuttgart
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Letzte Hilfe – Umsorgen und begleiten am Lebensende
21. Oktober 2016 in München
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Saarländischer Hospiztag 2016
29. Oktober in Homburg/Saar
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5. Rechtliches

Kein Unfallversicherungsschutz zwischen dem Telearbeitsplatz im „Homeoffice“ und Küche

Das Bundessozialgericht hat mit Urteil vom 05.07.2016 (B 2 U 5/15 R) entschieden, dass kein Unfallversicherungsschutz zwischen dem Telearbeitsplatz im „Homeoffice“ und Küche besteht.

Die Klägerin, die in ihrer eigenen Wohnung an einem Telearbeitsplatz arbeitete, stürzte beim Gang zur Küche und verletzte sich. Das Bundessozialgericht stellte nunmehr klar, dass kein Arbeitsunfall vorliegt, da der Weg von der Arbeitsstätte zur Küche kein „Betriebsweg“, sondern dem persönlichen Lebensbereich zuzuordnen sei. Den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung sei es – so die Begründung des Gerichts – außerhalb der Betriebsstätten ihrer Mitglieder (d.h. den Arbeitgebern) kaum möglich, präventive, gefahrenreduzierende Maßnahmen zu ergreifen. Daher sei es sachgerecht, das vom häuslichen und damit persönlichen Lebensbereich ausgehende Unfallrisiko den Versicherten und nicht der gesetzlichen Unfallversicherung zuzurechnen.

Anders bewertete das Bundessozialgericht die Weihnachtsfeier einer Abteilung eines Betriebes (Urteil vom 05.07.2016; B 2 U 19/14 R), obwohl die Klägerin sich auch hier außerhalb des Betriebes – auf einer Wanderung – verletzte. Das Bundessozialgericht bestätigte in diesem Fall das Vorliegen eines Arbeitsunfalles.

Die Presseberichte zu beiden Entscheidungen (Medieninformation Nr. 14/16 und 15/16) finden Sie auf der Seite des Bundessozialgerichts www.bundessozialgericht.de.

 
     
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