Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Logo

Nummer 90
24. März 2016

  DHPV Aktuell
  Bundesweites Informationsmedium für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

seit Verabschiedung des Hospiz- und Palliativgesetzes (HPG) geht es darum, die Neuerungen aus dem HPG in die Tat umzusetzen. Hierfür haben wir in den letzten Monaten mit allen Beteiligten wichtige Gespräche geführt. Die Verhandlungen zur Überarbeitung der Rahmenvereinbarung gem. § 39a Abs. 2 SGB V für die ambulante Hospizarbeit waren nicht ganz einfach, haben aber zu guten Ergebnissen geführt. Hier werden nun die Voraussetzungen der Förderung sowie Details zu Inhalt, Qualität und Umfang der ambulanten Hospizarbeit geregelt. Zu allen Neuerungen hat der DHPV eine Handreichung herausgegeben, in der Fragen zum Förderhöchstbetrag, zu den zu berücksichtigenden Sachkosten, zu Vorfinanzierungszeiten, Begleitungen im Krankenhaus, Kosten für die Aus-, Fort- und Weiterbildung, zum Verhältnis von Haupt- und Ehrenamt u.a.m. erklärt werden. Die Handreichung kann beim DHPV kostenlos angefordert werden (s.u.).

Im Moment sind wir in den Verhandlungen zu den Rahmenvereinbarungen für die stationären Einrichtungen. Auch hier sind wir optimistisch, zu einem ähnlich guten Ergebnis zu kommen und halten Sie auf dem Laufenden.

Bis dahin wünschen wir Ihnen eine schöne Osterzeit im Kreise Ihrer Familie und Freunde. Und wenn das Wetter zu schlecht sein sollte für einen ausgedehnten Osterspaziergang, empfehle ich die Lektüre der aktuellen hospiz zeitschrift, die sich diesmal der Wechselwirkung zwischen Krankheit, Sterben, Tod einerseits und Medien, Kunst und Kultur andererseits widmet.

Zunächst aber viel Freude bei der Lektüre unseres Newsletters!

Für den Vorstand

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus
Vorsitzender

Inhaltsübersicht

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

Neue Rahmenvereinbarung zu § 39a Abs. 2 SGB V
Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Bundesverdienstkreuz für Prof. Winfried Hardinghaus
Aktuelle Zahlen zur Hospiz- und Palliativarbeit
Deutscher Alterspreis Bosch Stiftung
Der vdek-Zukunftspreis 2016
Umfrage Anhaltende Trauer als neue Diagnose?
Neues von der DHPStiftung

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der DHPV in der Presse
3. Fachtagung für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Beteiligung des DHPV

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

Neue Rahmenvereinbarung zu § 39a Abs. 2 SGB V

Die Verhandlungen zur Überarbeitung der Rahmenvereinbarung gem. § 39a Abs. 2 SGB V für die ambulante Hospizarbeit sind abgeschlossen. Zu den Änderungen in der Rahmenvereinbarung hat der DHPV eine Handreichung und als Anlage zur Handreichung eine Musterkooperationsvereinbarung bezüglich der Zusammenarbeit zwischen ambulanten Hospizdiensten und Krankenhäusern erarbeitet.

Ebenfalls neu herausgegeben hat der DHPV ein Verzeichnis, in dem die Beihilfestellen ersichtlich sind, die bisher dem Vertrag zwischen den Hospizorganisationen und der Bundesrepublik Deutschland - vertreten durch das Bundesministerium des Innern - beigetreten sind.

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Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

Über 16.000 Institutionen und Einzelpersönlichkeiten, darunter auch zahlreiche Politiker auf allen Ebenen, haben die Charta seit ihrer Verabschiedung im September 2010 unterzeichnet. Dies geschah vor allem auch bei vielen eindrucksvollen regionalen Veranstaltungen, auf denen die Charta vorgestellt und über ihre Inhalte diskutiert wurde. Diese Veranstaltungen sind nicht nur wunderbare Beispiele für die engagierte, ganz praktische Unterstützung des Charta-Prozesses vor Ort, sie sind auch eine großartige Gelegenheit für die Hospiz- und Palliativbewegung, die eigene Arbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Nutzen auch Sie diese Gelegenheit und helfen sie so dabei, 20.000 Stimmen für die Charta zu erreichen. Gerne unterstützt Sie die Geschäftsstelle der Charta in Ihrem Engagement für eine Charta-Veranstaltung.

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2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Bundesverdienstkreuz für Prof. Winfried Hardinghaus

Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV sowie Ärztlicher Leiter der Palliativstation des Marienhospitals Osnabrück (Niels-Stensen-Kliniken) und der Palliativmedizin am Franziskus- Krankenhaus Berlin, ist für seine Verdienste um die Hospiz- und Palliativarbeit mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet worden.

Der DHPV gratuliert seinem Vorsitzenden ganz herzlich zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes!

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Prof. Hardinghaus erhält das Bundesverdienstkreuz

Aktuelle Zahlen zur Hospiz- und Palliativarbeit





Die Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland hat in den letzten Jahren eine intensive Weiterentwicklung erfahren. Diese Entwicklung verlief nicht in allen Bundesländen bzw. Regionen in gleicher Weise. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband hat vor diesem Hintergrund eine Datenerhebung durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage geben einen Überblick über die Verteilung der stationären Hospize für Erwachsene, der stationären Hospize für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie der Palliativstationen bzw. -einheiten in Deutschland 
(Stand Februar 2016).

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Deutscher Alterspreis Bosch Stiftung

Nachdem die Robert Bosch Stiftung mit dem Deutschen Alterspreis 2015 beispielgebende Initiativen für ein altersfreundliches Stadtleben ausgezeichnet hat, sucht sie dieses Jahr zum Thema „Vielfältig Wohnen!“ die besten Ideen im und für das Alter. Der Deutsche Alterspreis ist mit insgesamt 120.000 € dotiert und steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Manuela Schwesig.
Bewerbungen sind bis zum 26. April 2016 ausschließlich über unser Online-Bewerberportal möglich.

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Der vdek-Zukunftspreis 2016

Der Einsendeschluss für den vdek-Zukunftspreis 2016 zum Thema "Alterung der Migrationsgeneration" - Interkulturelle Versorgungskonzepte für eine sich verändernde Seniorengeneration" rückt näher: Noch bis zum 10. April 2016 können Bewerber ihre Unterlagen beim Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) einreichen. Gesucht werden innovative Konzepte und Best-Practice-Projekte in den Bereichen Prävention, medizinische Versorgung und Pflege von älteren Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Zur Bewerbung aufgefordert sind insbesondere Projekte, die aufzeigen, wie Sprach- oder andere Zugangsbarrieren abgebaut werden können und sich die interkulturelle Kommunikation bzw. Interaktion im Gesundheitswesen verbessern lässt. Die besten Ideen werden mit einem Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro ausgezeichnet.

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Umfrage Anhaltende Trauer als neue Diagnose?

Das Institut für Psychologie an der Humboldt-Universität in Berlin hat ein wissenschaftliches Forschungsprojekt gestartet. Ziel der Studie ist es zu erfahren, wie Praktiker/-innen im Gesundheits- und psychosozialen Bereich zu einer Aufnahme der anhaltenden Trauerstörung als neue Diagnose stehen. Die WHO ruft ausdrücklich zu einer breiten und multidisziplinären Mitwirkung an der Überarbeitung der ICD auf. Auch die Trauerforschung könnte von einem intensiveren Austausch mit der Praxis profitieren. Diese Studie soll durch Ihre wertvolle praktische Erfahrung und Expertise einen Beitrag hierzu leisten.

Zur Teilnahme aufgefordert sind alle, die eine Berufsausbildung im Gesundheits- oder psychosozialen Bereich abgeschlossen haben und über mindestens ein halbes Jahr praktische Berufserfahrung verfügen. Die Befragung dauert ca. 20 Minuten und erfolgt anonym. Die Teilnahme ist bis zum 31.03.2016 möglich.

Link zur Online-Umfrage

Kontakt: leonie.dietl@hu-berlin.de

Neues von der Hospiz- und PalliativStiftung

Benefizkonzertes des Bundespräsidenten

Am 19. März 2016 fand in Bamberg das Benefizkonzert des Bundespräsidenten statt. Im Joseph-Keilberth-Saal der Bamberger Konzerthalle spielten die Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Jonathan Nott Werke von Mozart, Smetana und Mahler.

Ein Teil der Erlöse aus dem Konzert kommt der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung und dem Hospizverein Bamberg zugute. Bundespräsident Gauck sagte in seiner Rede: "Es gehört ganz wesentlich zu unserer Kultur, dass wir alle in Würde leben und sterben können. Dazu gehört die Hilfe für Menschen in Not. Dazu gehört auch die liebevolle und verlässliche Begleitung auf dem letzten Weg, den niemand allein und verlassen gehen soll."

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3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der DHPV in den Medien

18.03.2016 Neue Osnabrücker Zeitung
Engagement in der Sterbebegleitung. Hardinghaus erhält Verdienstkreuz in Osnabrück (Link)

02.03.2016 GMX / Web.de
Arbeit im Hospiz: Wie wird Sterbenden geholfen?
Über die Lebensqualität von Sterbenden, die Vorbereitung auf den Tod und den angemessenen Umgang mit Angehörigen (Link)

3. Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Storytelling und Hospiz/Palliativarbeit

Unter dem Motto „Total sozial – Social Media in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit?!“ findet am Montag, 20. Juni 2016 in der Zeit von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr in Berlin die 3. Fachtagung für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Hospiz- und Palliativeinrichtungen statt.

Hier finden Sie detaillierte Informationen, das Anmeldeformular in Word und als PDF, sowie eine Auswahl an Hotels in der Nähe des Veranstaltungsortes.

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Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger (1/2016) zum Schwerpunktthema „Ehrenamtliche Hospizarbeit" ist erschienen. Wir berichten u.a. über zwei Projekte, die sich der Zukunft des Ehrenamtes widmen, auch in der Hospizarbeit eine wichtige Frage. Wo seht ihr die Herausforderungen für ehrenamtliche Hospizarbeit in der Zukunft? Außerdem Erfahrungsberichte Ehrenamtlicher, ein Bericht über den Neujahrsempfang des DHPV und seiner Stiftung und über das aktuelle Aachener Hospizgespräch.
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Hospiz zeitschrift 1/2016 zum Thema Medien, Kunst und Kultur ist erschienen. Der gesellschaftliche Umgang mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer spiegelt sich immer auch in Kunst und Kultur wider – und umgekehrt. Die vorliegende hospiz zeitschrift widmet sich dieser Wechselwirkung. Die Beiträge gehen einer „neuen Sichtbarkeit des Todes“ und den Veränderungen der Trauerkultur durch das Internet und die sozialen Medien nach. Sie beleuchten die künstlerische Produktivität im Angesicht des Todes, geben einen Überblick über die künstlerischen Therapien in der Hospiz- und Palliativarbeit und stellen spannende Projekte aus der Praxis vor.
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4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Beteiligung des DHPV

5. Internationalen Sylter Palliativtage
9. bis 12. April auf Sylt
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Berliner Stiftungswoche
19. Bis 29. April 2016 in Berlin
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Messe „Leben und Tod“
29. und 30. April in Bremen
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