Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Logo

Nummer 62
31. August 2013

  DHPV Aktuell
  Bundesweites Informationsmedium für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

der Welthospiztag am 12. Oktober rückt näher. Wie wir durch die Umfrage bei unseren Mitgliedseinrichtungen wissen, werden viele diesen Tag für Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art nutzen. Das freut uns sehr, denn zur Verbreitung und gesellschaftlichen Verankerung der Hospizidee als Gesamtkonzept der Hospiz- und Palliativversorgung muss unsere Maxime heißen: „Tu Gutes und rede darüber!“ Der Welthospiztag ist hier ein ausgezeichneter Anlass. Wie wir Sie bei der Durchführung  unterstützen können, lesen Sie unter „Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“.

Neben den Anzeigen, die sich viele von Ihnen gewünscht haben, um in der regionalen Presse auf den Welthospiztag und ihre Einrichtung aufmerksam zu machen – und die in Zusammenarbeit mit einer Agentur meines Erachtens wunderbar aufmerksamkeitsstark und frisch sind –, haben wir auch ein Motto für den diesjährigen Welthospiztages entwickelt. Es lautet: „Ein gelungenes Leben heißt auch, in Würde zu sterben.“

Mit der Umsetzung der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland" sind wir hier auf einem guten Weg. Am 11. September findet als Startschuss für die dritte Phase der Charta in Berlin auf Einladung des Interfraktionellen Gesprächskreises Hospiz ein öffentlicher Runder Tisch statt. Im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages soll diskutiert werden, wie die nächsten Schritte zu einer Nationalen Strategie für Deutschland aussehen können und sollen und wie die Ziele der Charta nachhaltig und umfassend mit Unterstützung der Politik umgesetzt werden können.

Es bleibt also spannend!

Ihre

Marlene Rupprecht, MdB
Vorstandsvorsitzende des DHPV



Inhaltsübersicht

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

Ergebnisse des Projektes "TrauErleben" vorgestellt

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Nachrichten der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung
- Fragebogenaktion der AG „Hospiz und Schule“
- Projekt Hospizarbeit und Obdachlosigkeit
- Bewerbungsfrist für den DHPStiftungspreis endet
- Vermächtnis von Brigitte Rühl
- Termine

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der neue Bundes-Hospiz-Anzeiger ist da
Presseinformation
Der DHPV in den Medien
Neues zum Welthospiztag

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Einbeziehung des DHPV

5. Internes

Zum 70. Geburtstag von Frau Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Schirmherrin des DHPV

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

Ergebnisse des Projektes „TrauErLeben“ vorgestellt

Am 28. August 2013 wurden in Berlin die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Wirkungen von Trauerbegleitung im Rahmen der emotionalen und sozialen Bewältigung von tiefgehenden und komplizierten Trauerprozessen“ – kurz: „TrauErLeben“ – vorgestellt (siehe auch DHPV 61). Im Rahmen der umfassenden Fragebogenerhebung bei 680 Trauernden und 319 Trauerbegleitern konnte in Deutschland erstmals empirisch nachgewiesen werden, dass eine qualifizierte Trauerbegleitung Trauernden nach dem Tod eines Angehörigen oder Freundes hilft und ihnen den Weg „zurück ins Leben“ ebnen kann.

Grundsätzlich auffallend im Projekt „TrauErLeben“ ist die große Bedeutung, die Trauernde dem Zuhören, der Akzeptanz ihrer Trauer und dem Austausch untereinander als Wirkungsfaktoren geben. Wir wissen aber, dass Akzeptanz und Verständnis für trauernde Menschen nicht in allen Bereichen unserer Gesellschaft gegeben sind und das wir ein Klima brauchen, in dem Trauernde mit ihren Bedürfnissen angenommen werden und entsprechende Angebote zur Begleitung erhalten. Die Studie, durchgeführt von Prof. Dr. Michael Wissert und seinem Team von der Hochschule Ravensburg-Weingarten, zeigt deutlich, dass die dazu erforderlichen Ressourcen bereit gestellt werden müssen.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) hat das „TrauErLeben“ als Kooperationspartner unterstützt. Das Projekt war im September 2012 Gegenstand der Beratungen der gemeinsamen Sitzung des Vorstandes des DHPV mit den Vertreterinnen und Vertretern der Landesverbände bzw. Landesarbeitsgemeinschaften. Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitgliedsorganisationen, die sich an der Erhebung beteiligt haben.

Hier finden Sie die Presseinformation, Informationen zu den Kooperationspartnern sowie eine Kurzfassung der Ergebnisse.

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Nachrichten aus der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung

Fragebogenaktion der AG „Hospiz und Schule“
Herzlichen Dank an alle Einrichtungen und Dienste, die sich an der Fragebogenaktion der AG „Hospiz und Schule“ beteiligt haben. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die sich in  diesen Tagen getroffen hat, haben sich einen ersten Überblick über Ihre Angaben verschafft. Erste Ergebnisse werden wir voraussichtlich im nächsten Bundes-Hospiz-Anzeiger veröffentlichen. Der Fragebogen kann aber auch weiterhin bei Uta Bolze (u.bolze@dhp-stiftung.de) im Stiftungsbüro angefordert werden. Bitte beteiligen Sie sich zahlreich!

Hospizarbeit und Obdachlosigkeit
Wie werden schwerstkranke und sterbende obdachlose Menschen betreut?
Wer kümmert sich um sie? Wie können sie von den Angeboten der Hospizarbeit erreicht werden? Im Projekt „Hospizarbeit und  Obdachlosigkeit“ will die DHPStiftung die Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung auch wohnungslosen Menschen zugänglich machen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war eine Gesprächsrunde am 5. August 2013 in Hamburg im Pik As, einer Übernachtungsstätte für obdachlose Männer.
Weitere Informationen hier.

Achtung! Die Bewerbungsfrist für den DHPStiftungspreis endet am 15. September
Die Deutsche Hospiz- und PalliativStiftung prämiert mit dem im Jahr 2012 erstmalig vergebenen DHPStiftungspreis in diesem Jahr Projekte, die zur nachhaltigen Entwicklung kultursensibler Hospiz- und Palliativarbeit in den Kommunen beitragen sowie die Mitarbeit von ehrenamtlich Engagierten fördern. Die Begleitung und Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihrer Angehörigen aus den verschiedensten Kulturkreisen nimmt im Rahmen der Hospiz- und Palliativarbeit einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Daher ist es von Bedeutung, für diese Arbeit tragfähige Konzepte (weiter) zu entwickeln, die die Besonderheiten der betroffenen Menschen noch stärker in den Blick nehmen. Wir sind uns sicher, dass in vielen Einrichtungen und Diensten bereits entsprechende Konzepte umgesetzt werden und möchten alle aufrufen, sich über diesen Bewerbungsbogen bis zum 15. September zu bewerben.
Die ausführliche Ausschreibung und die Bewerbungsrichtlinien können Sie hier nachlesen.

Vermächtnis von Brigitte Rühl
Anfang des Jahres verstarb Brigitte Rühl aus Voerde. In ihrem Testament hat sie die Deutsche Hospiz- und PalliativStiftung mit einem Vermächtnis bedacht, um die Arbeit der Stiftung zu unterstützen. Wir danken Frau Rühl und werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Veranstaltungen der DHPAkademie

Hospiz macht Schule
7. und 8. November in Berlin
Weitere Informationen unter 030/ 82 00 758 16 oder unter u.bolze@dhp-stiftung.de

Keine Angst vor Pressearbeit

12. Dezember in Dresden
Anmeldeformular

Fundraising im Hospizverein - „Schätze“ entdecken, heben und mehren
20. September in Dresden
Anmeldeformular
9. November in Nürnberg
Anmeldeformular

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bundes-Hospiz-Anzeiger 4/2013 ist erschienen
Der Bundes-Hospiz-Anzeiger, Heft 4/2013 ist erschienen. Schwerpunkt des neuen Heftes ist die Allgemeine Ambulante Palliativversorgung (AAPV). Eine gute AAPV braucht gute Netzwerkarbeit. Lesen Sie im neuen Heft, welche unterschiedlichen Erfahrungen in den Regionen gemacht wurden und werden, welche Schlüsse daraus gezogen werden können und wie gute Vernetzung gelingen kann.

Dr. Udo Kratel, Vorstandsmitglied des DHPV fragt in seiner Bestandsaufnahme zur AAPV, welche Versorgung wir am Ende des Lebens wirklich brauchen und was wir heute vorfinden. Dr. Ulrich Grabenhorst zeigt Chancen und Risiken der notwendigen Verzahnung von AAPV und SAPV auf. Als Verantwortlicher für die Stadt Mönchengladbach und den Kreis Viersen berichtet er über die dort gesammelten Erfahrungen. Götz Schubert, Botschafter der DHPStiftung, spricht im Interview über seine Erfahrungen mit Krankheit, Sterben und Tod eines nahe stehenden Menschen. Im großen Sommer-Interview außerdem die Schirmherrin des DHPVs und ehemalige Bundesjustizministerin Frau Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, die im August ihren 70. Geburtstag feierte (siehe auch Internes).

Presseinformationen
Zur Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojektes „Wirkungen von Trauerbegleitung im Rahmen der emotionalen und sozialen Bewältigung von tiefgehenden und komplizierten Trauerprozessen“ – kurz: „TrauErLeben“ – haben DHPV, DGP und der Bundesverband Trauerbegleitung eine Presseinformation veröffentlicht.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF.
Hier finden Sie Informationen zu den Kooperationspartnern des Projektes.
Hier finden Sie eine Kurzfassung der Ergebnisse.

Der DHPV in den Medien
Zahlreiche Medien haben über die Ergebnisse der Studie "TrauErleben" berichtet. Hier eine Auswahl:

ZEIT online: Trauerbegleitung lindert Belastungen nach einem Todesfall (Link)
Die WELT: Trauerbegleitung lindert Belastungen nach einem Todesfall (Link)
epd: Fachleute fordern bessere Trauerbegleitung (Link)
Deutsches Ärzteblatt: Qualifizierte Begleitung hilft Trauernden, den Tod eines Angehörigen oder Freundes besser zu bewältigen (Link)

Welthospiztag 2013
Den Welthospiztag am 12. Oktober möchten wir nutzen, um die Belange der Hospiz- und Palliativbewegung einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Unsere Umfrage zu Veranstaltungen anlässlich zurückliegender Hospiztage und des diesjährigen Welthospiztages haben fast 100 Einrichtungen beantwortet. Veranstaltungen, die in diesem Jahr geplant sind, gehen von der Aktion Hospizlicht über Infostände, Fortbildungs- und Fachveranstaltungen über Filmvorführung, Konzerte, Lesungen, Figurentheater, Märchen, Kabarett, Bands, Ausstellungen bis hin zu Tagen der offenen Tür und dem Aufgreifen des Themas Hospiz in Gottesdiensten.

Wir freuen uns über die zahlreiche Rückmeldungen und lassen Ihnen in den nächsten Tagen das versprochene Material bzw. einen Link zu diesem zukommen. Unser Motto des diesjährigen Welthospiztages lautet: „Ein gelungenes Leben heißt auch, in Würde zu sterben.“ Gemeinsam mit einer Agentur haben wir sehr schöne Anzeigen entwickelt. Außerdem gibt es Material, um Ihnen  das Erstellen einer Presseinformation zu erleichtern sowie Tipps zur Organisation einer Veranstaltung zur „Charta für schwerstkranke und sterbende Menschen in Deutschland“ durchzuführen.

Wir sind uns sicher: Das wird ein „bunter“ Welthospiztag – der die Hospizidee durch die unterschiedlichsten Aktionen und Veranstaltungen noch bekannter macht.

Für alle Einrichtungen, die sich noch beteiligen wollen: Hier finden Sie den Fragebogen als Word-Dokument sowie als PDF. Oder lassen Sie uns einfach Ihre Kontaktdaten wissen. Wir machen Ihnen das Material dann gerne zugänglich.

Pressemitteilungen des DHPV finden Sie auf der Internetseite des DHPV unter Aktuelles/Presse.

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Einbeziehung des DHPV

"Von der Charta zur Nationalen Strategie"
11. September 2013 in Berlin

Berliner Runde zur Zukunft der Pflege

26. September 2013 in Berlin
Weitere Informationen

8. Fachtagung Palliative Geriatrie
11. Oktober 2013 in Berlin
Weitere Informationen

20 Jahre Hospizbewegung Düren-Jülich

12. Oktober 2013


Hospizarbeit am Wendepunkt – Geschichte und Zukunft der Hospizbewegung in Deutschland
24. / 25. Oktober 2013 an der Evangelische Akademie Tutzing

5. Deutsches Kinderhospizforum
8. / 9. November 2013 in Essen
Weitere Informationen

Vor-denken & Weg-bereiten
8. November 2013 in Essen


97. Aachener Hospizgespräch

15. November 2013 in Aachen


Einen umfangreichen Veranstaltungskalender finden Sie auf unserer Website. Dort haben Sie als registrierte Nutzerin/Nutzer zudem die Möglichkeit, Ihre Veranstaltung kostenlos und selbstständig bei uns einzustellen.

5. Internes

Zum 70. Geburtstag von Frau Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Schirmherrin des DHPV

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) gratuliert Frau Prof. Dr. Herta Däubler- Gmelin ganz herzlich zu ihrem 70. Geburtstag, den sie am 12. August 2013 feierte.
Mit den Glückwünschen verbindet der DHPV den Dank an Frau Däubler-Gmelin für ihr langjähriges Engagement als Schirmherrin des Verbands und damit für die Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland.
 
Frau Däubler-Gmelin ist seit 1965 Mitglied der SPD und wurde 1972 in den Deutschen Bundestag gewählt. Im Rahmen ihrer politischen Tätigkeit hat Frau Däubler-Gmelin verschieden Aufgaben übernommen und Ämter bekleidet. So war sie u.a. von 1980 bis 1983 Vorsitzende des Rechtsausschusses des Bundestags, von 1983 bis 1993 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und von 1998 bis 2002 Bundesministerin der Justiz.

Im Jahr 2001 wurde sie die Schirmherrin der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz (BAG Hospiz), heute DHPV. In enger Zusammenarbeit mit dem Verband hat sie ein Jahr später den Interfraktionellen Gesprächskreis Hospiz im Deutschen Bundestag gegründet, den sie bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag im Jahr 2009 leitete. In diese Zeit fielen eine ganze Reihe von Gesetzesänderungen, die für die Hospiz- und Palliativarbeit von großer Bedeutung sind, und an denen Frau Däubler-Gmelin nicht nur mitgewirkt hat, sondern auch maßgeblich zur Realisierung der Gesetzesänderungen beigetragen hat. Zu nennen sind hier vor allem die Änderung des § 39a SGB V im Jahr 2007 sowie die Neuregelung des § 39a SGB V im Jahr 2009, wodurch die Finanzierung der ambulanten Hospizdienste auf eine neue Grundlage gestellt wurde sowie die Patientinnen und Patienten in stationären Hospizen von einem Eigenanteil an den Kosten befreit wurden. Weiterhin wurden in dieser Zeit die §§ 37b und 132d in das SGB V aufgenommen, die den Anspruch schwerstkranker und sterbender Menschen auf Leistungen der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) regeln. Bei den genannten gesetzlichen Regelungen war Frau Däubler-Gmelin die Stärkung der Rahmenbedingungen für das Ehrenamt, wie es u.a. in der Verpflichtung für die SAPV-Teams zur Zusammenarbeit mit den ambulanten Hospizdiensten zum Ausdruck kommt, besonders wichtig.

Der DHPV bedankt sich noch einmal bei Frau Däubler- Gmelin für ihr vielfältiges Engagement für die Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland und wünscht für die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit. Der DHPV freut sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit seiner Schirmherrin.   


 

 
     
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