Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Logo

Nummer 111
28. Februar 2018

  DHPV Aktuell
  Bundesweites Informationsmedium für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

ob der vorliegende Koalitionsvertrag zur Wirkung kommt, werden wir am Ende dieser Woche wissen.
Die Hospiz- und Palliativversorgung soll weiter gestärkt werden, nicht zuletzt durch die Kostenübernahme für die Koordination von Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerken. Wie wichtig diese Netzwerke sind, können Sie im aktuellen Bundes-Hospiz-Anzeiger nachlesen, mit Beispielen aus Traunstein, Halle, Hannover und Berlin.

Laut Koalitionsvertrag soll auch die Pflege spürbar verbessert werden, vor allem durch die Schaffung von 8000 Fachkraftstellen für die medizinische Behandlungspflege. Außerdem sollen pflegende Angehörige stärker entlastet und die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und die Prävention in allen Lebensbereichen soll deutlich gestärkt werden.

Hierzu gehört meiner Meinung nach auch das Wissen über Hospiz- und Palliativversorgung und ganz grundsätzlich ein offenerer Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in unserer Gesellschaft. Wie die Erfahrungen – und das 3. Symposium Bildungs-Gut Hospiz – zeigen, können hier Hospiz-Projekte schon Kinder und Jugendliche im Umgang mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer unterstützen und ihnen so ein stabiles Grundgerüst in emotionalen Krisen mit auf den Lebensweg geben. Auf gesellschaftlicher Ebene sorgt das für die notwendige Weichenstellung im Sinne einer Gesellschaft, die Krankheit, Tod und Trauer nicht verdrängt und mit schwerstkranken und sterbenden Menschen solidarisch und fürsorglich umgeht. Denn hospizlichen Umgang lernen heißt, auch fürs Leben lernen.

Für den Vorstand

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus
Vorsitzender

Inhaltsübersicht

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

§ 132g Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase
Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Symposium Bildungs-Gut Hospiz
Ehrensenatorenwürde für Prof. Reimer Gronemeyer
Imland-Klinik kooperiert mit ambulanten Hospizdiensten in Rendsburg, Büdelsdorf und Eckernförde
Forschungsprojekt zu psychischer Belastung und Schutzfaktoren bestimmter Risikogruppen
Neues von der DHPStiftung

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Presseinformationen des DHPV
Der DHPV in den Medien
Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 2018
Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

4. Veranstaltungen

5. Rechtliches

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

§ 132g Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase

Der § 132g wurde durch das Hospiz- und Palliativgesetz neu in das Sozialgesetzbuch V aufgenommen. Danach können zugelassene Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen den Versicherten in den Einrichtungen eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anbieten. Versicherte sollen über die medizinisch-pflegerische Versorgung und Betreuung in der letzten Lebensphase beraten werden und ihnen sollen Hilfen und Angebote der Sterbebegleitung aufgezeigt werden. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen vereinbart mit den Vereinigungen der Träger der genannten Einrichtungen auf Bundesebene das Nähere über die Inhalte und Anforderungen der Versorgungsplanung. Die entsprechenden Verhandlungen und in der Folge das Unterschriftenverfahren sind abgeschlossen. Die Vereinbarung finden Sie hier.

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

Die Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland auf der didacta

Als weltweit größte und Deutschlands wichtigste Bildungsmesse gibt die didacta den perfekten Überblick über Angebote und Trends rund um Erziehung, Bildung und Qualifizierung. Hier konnte die Koordinierungsstelle Pädagoginnen und Pädagogen über die Projekte der Koordinierungsgruppe „Bildungsauftrag Hospiz für Kinder und Jugendliche“ informieren, unterdessen Schülerinnen und Schüler die Messewand der Koordinierungsstelle mit einer Löffelliste gestalteten.

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2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Symposium Bildungs-Gut Hospiz

Am 6. Februar 2018 hat in Berlin das mittlerweile dritte vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSF) geförderte Symposium „Bildungs-Gut Hospiz“ stattgefunden.

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Ehrensenatorenwürde für Prof. Reimer Gronemeyer

Prof. Reimer Gronemeyer, Mitglied im wissenschaftlichen Bereit des DHPV, hat die Ehrensenatorenwürde der Justus-Liebig-Universität Gießen verliehen bekommen.

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Imland-Klinik kooperiert mit ambulanten Hospizdiensten in Rendsburg, Büdelsdorf und Eckernförde

In den Imland-Kliniken Rendsburg und Eckernförde kamen ehrenamtliche Mitarbeiter von Hospizdiensten bisher jedoch nur selten zum Einsatz. Der Grund: Es herrschte rechtliche Unsicherheit, ob Pflegekräfte den Hospizdienst rufen dürfen. Ein neuer Kooperationsvertrag räumt diese Unklarheit aus. Die Imland-Kliniken in Rendsburg und Eckernförde schlossen ihn zum Jahresbeginn mit dem Ambulanten Hospizdienst Rendsburg, dem Verein Häusliche Hospiz Büdelsdorf sowie der Hospiz-Initiative Eckernförde.

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Forschungsprojekt zu psychischer Belastung und Schutzfaktoren bestimmter Risikogruppen

Am Lehrstuhl für Klinische Psychologie der Universität des Saarlandes forscht eine junge Kollegin zurzeit zum Thema berufsbedingte Traumatisierung. Hier sollen auch Beschäftigte im Hospiz- und Palliativbereich in den Blick genommen werden. Wer sich angesprochen fühlt, ist eingeladen, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen.

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Neues von der Hospiz- und PalliativStiftung

Im feierlichen Rahmen hat Benno Bolze, Geschäftsführer des DHPV und seiner Stiftung, am 06.02.2018 den DHPStiftungspreis für die sektorenübergreifende Vernetzung der Hospiz- und Palliativversorgung an das Netzwerk Hospiz e.V. und gGmbH in Traunstein übergeben.

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3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Presseinformationen des DHPV

10.02.2018 – Abschied nehmende Kinder im Fokus
Anlässlich des Tages der Kinderhospizarbeit am 10. Februar betont Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), die Notwendigkeit, die Gesellschaft weiter für die Belange von lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren.

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06.02.2018 – Stabiles Grundgerüst in emotionalen Krisen
Anlässlich der mittlerweile dritten vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Fachtagung „Bildungs-Gut Hospiz“ betont der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) den präventiven Ansatz von Projekten, die Kindern und Jugendlichen im Rahmen der schulischen Ausbildung die Auseinandersetzung mit Verlust, Trauer, Tod und Sterben ermöglichen.

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Der DHPV in den Medien

09.02.2018 - Traunsteiner Tagblatt
Vorbildliche Begleitung Schwerstkranker gewürdigt (Link)

08.02.2018 - Paussauer Neue Presse
Vorbildliche Arbeit des Netzwerk Hospiz mit Preis gewürdigt (Link)

03.02.2018 - Badische Zeitung
Hospize schenken den Eltern wertvolle Zeit (Link)

Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 2018

Die mittlerweile 5. Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die am 11. Juni 2018 in Berlin stattfindet, widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema „Bewegung / Bewegendes / Bewegtes“, von der politischen Lobbyarbeit, über das Geschichtenerzählen in der klassischen Pressearbeit, hin zum Mitnehmen von Menschen durch den Newsletter und durch die immer wichtiger werdenden Bewegtbilder. Wir freuen uns wieder auf einen intensiven und erkenntnisreichen Tag.

Infos und Anmeldung.

Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

Bundes-Hospiz-Anzeiger zum Schwerpunkt "Regionale Hospiz- und Palliativnetzwerke

Der aktuelle Bundes-Hospiz-Anzeiger (1/2018) widmet sich dem Schwerpunktthema „Regionale Hospiz- und Palliativnetzwerke“. Mit einer Einführung von Dr. Birgit Weihrauch und Beiträgen zur vorbildlichen Netzwerkarbeit in Traunstein, Halle, Hannover und Berlin sowie einem Interview mit Vertreter*innen des Deutschen Städte- und Deutschen Landkreistages zur grundlegenden Bedeutung regionaler Netzwerke für eine qualitativ hochwertige und nachhaltig wirksame Hospiz- und Palliativversorgung.

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Hospiz zeitschrift 4/2017 "Gespräche mit Sterbenden"

Aus einer Public-Health-Perspektive bedeutet „radikale Patientenorientierung“, dass Sorgekultur von den Betroffenen her gedacht und Hospiz- und Palliativversorgung von den Betroffenen her geplant wird. Voraussetzung ist, dass bekannt ist, was die Betroffenen wünschen, dass die Betroffenen eine Stimme haben und gehört werden. Diesem besseren Verständnis der Bedürfnisse der Sterbenden, dem, was sie zu sagen haben, und den Fragen, wie Menschen, die sich für Praxis und Forschung in Hospiz- und Palliative Care engagieren, gut mit den Sterbenden ins Gespräch kommen können, ist diese Ausgabe der hospiz zeitschrift gewidmet.

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Ausstellung „Ich begleite dich.“

Die Ausstellung "Ich begleite dich" thematisiert Situationen in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie Erfahrungen und Aufgaben der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hospiz- und Palliativarbeit. Einfühlsame, persönliche Texte werden ergänzt durch ausgesuchte Bildmotive. Die Ausstellung kann für Ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit ausgeliehen werden. Für 2018 gibt es noch freie Termine. 

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Kontakt.

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Beteiligung des DHPV

7. Internationale Sylter Palliativtage
3. bis 6. März 2018 – Westerland, Sylt
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Tabu. Trauer. Tod.
Samstag, 03.03.2018 – Neumarkt i. d. Oberpfalz
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Zwang in der Pflege. Von Heils- und Unheilsdynamiken.
Kooperationsveranstaltung von DHPV, ICEP – Berliner Institut für christliche Ethik und Politik und Katholischer Akademie Berlin mit Fachkonsultation und öffentlichem Akademieabend
18. April 2018 in Berlin
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Leben und Tod. Messe. Forum. Fachkongress.
4. und 5. Mai 2018, Bremen
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End-of-Life: Jewish Perspectives (3): Vom Umgang mit Verlust und Trauer
24. bis 27. Mai 2018, Berlin
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Sonstige Veranstaltungen

10th World Research Congress of the EAPC
24. bis 26. Mai 2018, Bern, Schweiz
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13. Fachtagung Palliative Geriatrie
12. Oktober 2018, Berlin
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5. Rechtliches

LSG Hessen verweigert Witwenrente bei Hochzeit „am Sterbebett“

Das Landessozialgericht Hessen verweigert in seiner Entscheidung vom 15.12.2017 (Az.: L 5 R 51/17) einer Witwe, die ihren Ehemann 8 Monate vor dessen Tod (erneut) heiratete, die Witwenrente. Gerade die Aspekte, dass die Ehepartner bereits zuvor 20 Jahre verheiratet waren, sich auch danach gut verstanden und umeinander gekümmert haben, wird u.a. als Argument herangezogen, um das Motiv einer sog. „Versorgerehe“ zu begründen. Vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten im Hinblick eine Witwen- oder Witwerrente, die entstehen können, wenn eine Ehe nicht länger als 1 Jahr bestanden hat, sollte in der Beratung zur Patientenverfügung und zur gesundheitlichen Versorgungsplanung – bei unverheirateten Paaren – auf diesen Umstand hingewiesen werden.

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