Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Logo

Nummer 102
30. April 2017

  DHPV Aktuell
  Bundesweites Informationsmedium für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der schwerstkranke und sterbende Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen sowie seine Angehörigen und Nahestehenden. Zwei Drittel aller Menschen möchten am Lebensende zuhause begleitet werden und dort auch sterben. Dies zu ermöglichen, ist eine der Kernaufgaben der Hospizarbeit.

Doch nicht immer ist das möglich. Die Gründe hierfür sind vielfältig. So lösen sich im Zuge der demografischen Entwicklung tradierte Familienstrukturen mehr und mehr auf. Immer mehr Menschen sind allein, oder die Angehörigen – oft selber hochaltrig und krank – können die Versorgung zuhause nicht sicherstellen. Kinder oder andere Angehörige wohnen immer häufiger weit weg oder sind selber in einer Weise berufstätig, die einer kontinuierlichen Versorgung zuhause entgegensteht. Dann ist es wichtig, dass es auch stationäre Hospize gibt, die nach einheitlich gültigen Qualitätskriterien sicherstellen, dass schwerstkranke und sterbende Menschen hier gut versorgt und begleitet werden.

Die am 1. Mai 2017 in Kraft getretenen Rahmenvereinbarungen, an deren Ausgestaltung der DHPV wesentlich beteiligt war, sind hierfür eine wichtige Voraussetzung. Wir freuen uns sehr über die erzielten Verbesserungen, zum Beispiel bei der Personalbemessung. Die neuen Rahmenvereinbarungen werden ganz wesentlich zur Verbesserung der Versorgung und Begleitung der Menschen in stationären Hospizen für Kinder und Erwachsene beitragen.

Für den Vorstand

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus
Vorsitzender

Inhaltsübersicht

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

§ 39a Abs.1 SGB V / Rahmenvereinbarung zur stationären Hospizversorgung
§ 39 Abs. 2 SGB V / Förderung ambulanter Hospizdienste / Beihilfe
Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Handreichung zur Zusammenarbeit und Kooperationsgestaltung von Mitgliedseinrichtungen mit stationären Pflegeeinrichtungen
Broschüre Hospiz und Wohnungslosigkeit
Buswerbung für den Einstieg ins Ehrenamt
Neue Website der LAG Hospiz Brandenburg online

3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 2017
Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Beteiligung des DHPV
Kooperationsveranstaltung anlässlich des DHPV-Jubiläums

5. Rechtliches

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

§ 39a Abs. 1 SGB V / Rahmenvereinbarung für die stationäre Hospizarbeit

Nach dem Inkrafttreten des Hospiz- und Palliativgesetzes (s. o.) wurde die bisherige Rahmenvereinbarung gem. § 39a Abs. 1 Satz 4 SGB V für die stationäre Hospizarbeit überarbeitet und eine eigene Rahmenvereinbarung für die stationäre Kinderhospizarbeit erarbeitet. Das Unterschriftenverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Der DHPV hat in einer Arbeitsgruppe Grundlagen für die Vorbereitung der nächsten Verhandlungen zwischen den stationären Hospizen und den Kranken- und Pflegekassen zu den Tagesbedarfssätzen erarbeitet und den Mitgliedern über die Geschäftsstellen der Landesverbände und Überregionalen Organisationen zur Verfügung gestellt. 

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§ 39 Abs. 2 SGB V / Förderung ambulanter Hospizdienste / Beihilfe

Wie auch im letzten Jahr steht die Anpassung des Betrags an, den die gem. § 39a Abs. 2 SGB V geförderten ambulanten Hospizdienste den Beihilfestellen in Rechnung stellen können, die dem Vertrag zwischen dem Bundesministerium des Innern (BMI) und den Hospizverbänden beigetreten sind. Die entsprechende Regelung, die rückwirkend zum 1. Mail 2017 in Kraft treten wird, ist derzeit im Unterschriftenverfahren. Wir möchten Sie bitten, bis zum Abschluss des Verfahrens zunächst keine Rechnungen an die entsprechenden Beihilfestellen zu stellen, damit bei den Beihilfestellen eine Zuordnung des neuen Rechnungsbetrages eindeutig möglich ist. Nach Abschluss des Verfahrens wird den Mitgliedseinrichtungen des DHPV das überarbeitete Rechnungsformular mit dem neuen Rechnungsbetrag zur Verfügung gestellt.

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

Um die Umsetzungsempfehlungen der Charta-Leitsätze mit den Prinzipien: Letztverlässlichkeit, Zugangsgerechtigkeit, professionelle Qualität, wissenschaftlich fundierte Evidenz, internationale Dimension und die Verantwortung aller Beteiligten noch stärker und konsequenter in das öffentliche Bewusstsein zu bringen, ist es ein notweniger Schritt weiterhin verstärkt für die Unterschriften der Charta zu werben und zukünftige Veranstaltungen mit einer Charta-Unterzeichnung durch kommunale Verantwortungsträger zu verbinden.

Hierzu steht Ihnen gern beratend die neue Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland – eine Initiative zur Umsetzung der Charta und ihrer Handlungsempfehlungen (Leitung Franziska Kopitzsch), mit Sitz in der Aachener Straße 5, 10783 Berlin, Tel. 030 820075825, zur Verfügung.

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2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Handreichung zur Zusammenarbeit und Kooperationsgestaltung von Mitgliedseinrichtungen mit stationären Pflegeeinrichtungen

Diese Handreichung gibt pragmatische und praxisnahe Empfehlungen, wie und worauf sich ambulante und auch stationäre Hospiz- und Palliativeinrichtungen bzgl. der Herausforderungen nach dem HPG einstellen sowie Pflegeheime in ihrer Weiterentwicklung unterstützen und begleiten können. Diese Empfehlung soll zudem der weiteren Zusammenarbeit hospizlich-palliativer Einrichtungen mit Pflegeheimen dienlich sein.

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Broschüre Hospiz und Wohnungslosigkeit

Hospiz- und Palliativversorgung soll alle Menschen erreichen – auch Menschen in der Wohnungslosigkeit. Der DHPV und seine Stiftung, die Deutsche Hospiz- und PalliativStiftung (DHPS), hatten deshalb eine Arbeitsgruppe mit Expertinnen und Experten der Wohnungslosenhilfe sowie der Hospiz- und Palliativarbeit ins Leben gerufen, um Grundlagen für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe sowie Hospiz- und Palliativdiensten und -einrichtungen zu schaffen. Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Broschüre "Hospiz und Wohnungslosigkeit".

Broschüre zum Download (pdf-Datei)

Hospiz und Wohungslosigkeit

Buswerbung für den Einstieg ins Ehrenamt

Mit dem Slogan „Einsteigen ins Ehrenamt“ wirbt das Hospiz Mainz zurzeit mit Buswerbung um ehrenamtliche Begleiterinnen. Eine gute Idee, über die auch der SWR berichtet hat.

Anschauen.

Werbung für hospizliches Ehrenamt

Neue Website der LAG Hospiz Brandenburg online

Auf seiner neuen Website informiert die LAG Hospiz Brandenburg e.V. über ihre Arbeit, die Hospizarbeit allgemein sowie Dienste und Einrichtungen im Land Brandenburg, die Mitglied der LAG sind.

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3. Neues aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 2017

Die 4. Fachtagung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit findet am 12. Juni 2017 in Berlin statt. Sie widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema „Sichtbarkeit und Vernetzung“ und geht den Fragen nach: Welche Mittel und Wege eignen sich, um besser wahrgenommen zu werden und mehr Menschen zu erreichen? Wie entwickle ich ein Kommunikationskonzept? Macht Fundraising Sinn und wenn ja, wie gehe ich es an? Wie nutze ich das, was ich eh tue, um damit auch politische Netzwerkarbeit zu machen? Wir freuen uns wieder auf einen intensiven und erkenntnisreichen Tag. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Einige wenige Plätze sind noch frei. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2017. Wir freuen uns auf Sie!

Bildsprache Hospiz

Eine Impression von der Fachtagung 2015. Teilnehmer*innen des Fotoworkshops.

Informationen und Anmeldung.

Aktuelles zu den im hospiz verlag veröffentlichten Medien des DHPV

Bundes-Hospiz-Anzeiger
Der aktuelle Bundes-Hospiz-Anzeiger (2/2017) widmet sich dem Schwerpunktthema „Suizidalität in Krankheit und Alter“. Lesen Sie Beiträge von Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, Christina Bethke-Meltendorf, Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter, Prof. Dr. Barbara Schneider zu Fragen wie: Gibt es den „freiverantwortlichen“ Suizid, der als Ausdruck von Selbstbestimmung zu akzeptieren ist? Liegt es auch in der Verantwortung des Gesetzgebers, Suizid präventiv entgegenzuwirken? Wie hoch ist die Gefahr, dass ein sozialer Druck zur Äußerung von Suizidwünschen bei langem Leiden und bei Hochbetagten entsteht? Wie steht es um die rechtliche Verunsicherung der Ärztinnen und Ärzte über Erlaubtes und Verbotenes? Wie können in der pflegerischen und palliativen Praxis Ängste abgebaut werden?

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hospiz zeitschrift 1/2017 "Sorge um die Seele" ist erschienen
Zur Sorge für schwerstkranke und sterbende Menschen gehört immer auch die Sorge um die Seele. Dabei geht es um die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen ebenso wie um die Helfenden. Die Begegnung mit dem Tod rührt uns an, stellt viele Fragen an unser eigenes Leben und Sterben – wie viel mehr muss es dann erst sterbenden Menschen so gehen, und wie viel mehr bedürfen sie Menschen, die sie mit ihren Fragen und Ängsten nicht alleine lassen, obwohl wir ihnen ihre Ängste nicht nehmen und ihre Fragen nicht beantworten können und dies nicht einmal wollen sollten.

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4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Beteiligung des DHPV

Leben und Tod
12. und 13. Mai 2017 in Bremen
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Deutscher Evangelischer Kirchentag
24. bis 28. Mai 2017 in Berlin und Wittenberg
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18. Süddeutsche Hospiztage
5. bis 7. Juli 2017 in Freiburg
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Kooperationsveranstaltungen anlässlich des DHPV-Jubiläums

9. Juni 2017 - „Verlust – natürlich kein Thema für Kinder und Jugendliche“
Kooperationsveranstaltung des Malteser Hilfsdienstes und des DHPV in Bensberg-Bergisch Gladbach
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13. Oktober 2017 - Fachtagung des DHPV „Hospizarbeit und ihre Auswirkung auf gesellschaftliche Entwicklungen – ein internationaler Vergleich“
Berlin, Akademie der Künste
Weitere Informationen folgen.

14. Oktober 2017 - Start des Projektes „Den Löffel abgeben“
Kooperationsveranstaltung des Hospiz- und PalliativVerbandes NRW e.V. (anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des HPV NRW) und des DHPV in Essen
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22. November 2017 - Waldbreitbacher Hospiztag zum Thema „Spiritualität in der Hospizarbeit und Palliativversorgung“
Kooperationsveranstaltung der Marienhaus GmbH Waldbreitbach und des DHPV in Vallendar
Weitere Informationen folgen.

5. Rechtliches

Verwendung von Fotos bei Präsentationen und Broschüren

Bei der Erstellung von Präsentationen von Vorträgen oder auch Broschüren werden häufig zur Veranschaulichung und Auflockerung Fotos eingefügt. Doch Vorsicht! Hier drohen hohe Abmahnkosten, wenn fremde Rechte verletzt werden. Im folgenden Beitrag wird auf die gravierendsten Fallstricke hingewiesen.

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